„cinema de backyard 2012″

Sommerkino im Hinterhof der Liebig34
Ab 3. Juli bis 28. August jeden Dienstag ab 21 Uhr (mit VoKü)

Heute geht es los mit: „It’s a Free World“ (GB/D/I/SP/P 2007, 96 Min., R.: Ken Loach, engl. mit engl. UT)
Als Angie ihren Job verliert beschließt sie ihre eigene Zeitarbeitsfirma zu gründen. Sie steigt ein ins Geschäft mit legalen und illegalisierten Arbeitskräften aus Osteuropa. Auf Grund ihres Erfolges aber nach wie vor prekären Situation nimmt ihre Ausbeutung immer skrupellosere Formen an.

Das ganze Programm:

03.07.2012 „It’s a Free World“ (GB/D/I/SP/P 2007, 96 Min., R.: Ken Loach, engl. mit engl. UT)
Als Angie ihren Job verliert beschließt sie ihre eigene Zeitarbeitsfirma zu gründen. Sie steigt ein ins Geschäft mit legalen und illegalisierten Arbeitskräften aus Osteuropa. Auf Grund ihres Erfolges aber nach wie vor prekären Situation nimmt ihre Ausbeutung immer skrupellosere Formen an.

10.07.2012 „Black Block“ (I 2011, 76 Min., R.: Carlo A. Bachschmidt, mulitlingual, engl. UT)
Genua 2001: Der G8-Gipfel, der Protest der Hunderttausenden, der erschossene Demonstrant, die Polizeigewalt auf den Straßen und der Überfall auf die Diaz-Schule. Was dort passiert ist und was davon bleibt.

17.07.2012 „Taste the Waste“ (D 2011, 90 Min., R.: Valentin Thurn, dt. mit engl. UT)
Die Dokumentation zeigt das Ausmaß, die Ursachen und Folgen der verheerenden globalen Nahrungsmittel-Vernichtung und aber auch Menschen, die diesem Irrsinn entgegen treten.

24.07.2012 „If a tree falls: A story of the Earth Liberation Front“ (USA/UK 2011, 85 Min., R.: Marshall Curry, Sam Cullman, engl. mit engl. UT)
Vom FBI gejagt und als Terroristen verklagt: die Geschichte von Aufstieg und Fall der ELF, die an den wunden Punkt des Kapitals rührte und dafür zahlte.

31.07.2012 „Residenzpflicht“ (D 2012, 71 Min., R.: Denise Garcia Bergt, multilingual mit Untertiteln)
Gruppen von Flüchtlingen protestieren gegen ihre Isolation und fordern mit der Abschaffung der Residenzpflicht ihr Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit. Der Film zeigt u.a. das koloniale Erbe, Alltagsrassismus und die Kontrolle der Außengrenzen Europas durch Frontex.

07.08.2012 „Mietenstopp“ (D 2012, 90 Min., R. Anthony Lew Shun, dt.)
Der Dokumentarfilm begleitete viele Initiativen, Stadtteilgruppen, Bewohner und AktvistInnen bei der Vorbereitung und Mobilisierung der großen Mietendemo im September 2011. Filmemacher anwesend.

14.08.2012 „Energieland“ (D 2011, 86. Min., R: Johanna Ickert, dt. mit engl. Untertitel)
Der Dokumentarfilm zeigt wie der Energieriese Vattenfall in Ostbrandenburg CO2 unter die Erde pressen will und wie sich Widerstand dagegen regt.

21.08.2012 „Revision“ (D 2012, 106 Min. R: P. Scheffner, multilingual mit Untertiteln)
Am 29. Juni 1992 wurden in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern zwei Rumänen von Jägern erschossen. Der Dokumentarfilm arbeitet den Fall auf, der mit einer Einstellung des Verfahrens für die Jäger endete.

28.08.2012 „Orgasm inc.“ (US 2009, 80 Min., R: Liz Canner, eng.)
Female Sexual Dysfunction (FSD), so heißt die schlimme Seuche, die angeblich fast die Hälfte aller Frauen mit sich herum trägt. Das Heilmittel bietet ein großer Pharmakonzern und macht Milliardengewinne. Eine ehemalige Mitarbeiterin hat darüber eine Doku gedreht.

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„cinema de backyard 2011″

Sommerkino im Hinterhof der Liebig34
Ab 5. Juli bis 30. August jeden Dienstag ab 21 Uhr (mit VoKü)


Flyer (PDF 700kb)

05.07.2011
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag – die Mainzer Straße wird geräumt! (D, 2010, 40 Min)

Regie: Kathrin Rothe

In der Dokumentation werden sechs Personen befragt, die bei der Räumung der Mainzer Straße im November 1990 involviert waren. Dazu gehörte Arne, der als damaliger Bezirksverordneter des Neuen Forums in Berlin-Lichtenberg Verhandlungspartner war. Osswaldt lebte als Student in Westberlin und sah in den Altbauten im Osten der Stadt ein großes Experimentierfeld für ein anderes Leben. Bastian baute in der Mainzer mit anderen Westberliner Schwulen das sog. Tuntenhaus auf. Er ist der Einzige, der offen ausspricht, dass die Räumung bei vielen Besetzern Spuren hinterlassen hat. Das martialische Aufgebot der Polizei ließ viele Aktivisten resignieren. Die DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley wollte die Räumung verhindern, auch sie kommt wenige Monate vor ihrem Tod in dem Film zu Wort.

12.07.2011
Oury Jalloh – Der Film (D, 2008, 30 Min)

Regie: Simon Paetau

Im Januar 2005 verbrennt der Asylbewerber Oury Jalloh gefesselt in einer Gefängniszelle in Dessau. Der Film greift den ungeklärten Fall auf. Dabei fragt er jedoch nicht nach den konkreten Umständen des Todes. Wichtiger ist ihm die Vorgeschichte, die er in dem Spielfilm mit dokumentarischen Mitteln rekonstruiert. Anhand des Schicksals von Oury Jalloh wirft der Film einen Blick auf ein trostloses, brach liegendes Land, in dem der Versuch, sich zu integrieren, scheitert und der Traum von Freiheit zerplatzt. www.ouryjalloh-derfilm.de

Danach: Weitere Filme aus dem Themengebiet Antirassismus

19.07.2011
Here we come (D, 2007, 150 Min)

Regie: Nico Raschick

Du glaubst, Du weißt alles über die DDR? Hier kommt eine Generation, die bisher nicht gefragt wurde! Der Dokumentarfilm erzählt auf witzige und gleichzeitig bewegende Art die Geschichte der Breakdancer in der DDR. Es ist schwer vorzustellen mit welchen Schwierigkeiten sich die damals noch jungen Tänzer auseinander setzen mussten. Dessau/Leipzig/Berlin/Görlitz in den 80er Jahren: Simo, Beatschmidt und Magic Mayer haben eines gemeinsam: Breakdance ist ihre Heimat, Hip Hop ihr Leben.

26.07.2011
Action in Asia (2007-2009 103 Min)

In zehn Kurzfilmen werden verschiedene soziale Bewegungen in Ost- und Südostasien vorgestellt. Die Interviews wurden in Japan, Philippinen, Taiwan, Süd-Korea und in Hongkong durchgeführt und geben Einblick in Auseinandersetzungen, zu denen in Europa auf Grund der Entfernung und der kulturellen Unterschiede wenig Kontakte bestehen und äußerst selten berichtet. actioninasia.wordpress.com

02.08.2011
Cataclysm in New Orleans (USA, 2006, 59 Min)

Regie: Ralph Klein / Elias Scheideler

Doku über die Katastrophe, die der Hurrikan Katrina 2005 in New Orleans verursacht hat. Bei den immensen Verwüstungen verloren mehr als 1.300 Menschen ihr Leben und mehr als 280.000 Wohnungen wurden zerstört. Der Kino-Film wirft die Frage auf, in wie weit die Verzögerungsstrategien der offiziellen Wiederaufbau-Behörden konkret dazu eingesetzt werden, das Gesicht von New Orleans zu verändern.

09.08.2011
The Grapes of Wrath (USA, 1940, 128 Min)

Regie: John Ford

Beruht auf dem Roman „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck aus dem Jahr 1939. Der Film spielt während der Weltwirtschaftskrise in den USA und beschreibt die Brutalität mit der Großgrundbesitzer einfache Farmerfamilien aus Oklahoma nach Kalifornien vertreiben. Dort erwartet sie wirtschaftliche Ausbeutung, Hunger und Anfeindung durch die ansässige Bevölkerung. Eine Beschreibung des unbeugsamen Lebenswillens der Menschen.

16.08.2011
Waiting for wonderland (D, 2011, 75 Min)

Regie: Sonja Klümper / Clarissa Lempp

Axel aus Kreuzberg wird versuchte Brandstiftung an Bundeswehrfahrzeugen vorgeworfen. Er soll sich dafür in der „militanten Gruppe“ (mG) organisiert haben. Er wartet derzeit auf eine Gerichtsentscheidung. Alice Evermore aus Keuzberg bereitet sich auf eine Operation vor. Ihr „body project“ übertritt dabei gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht und ist an strenge gesetzliche Vorlagen gebunden. Die Regisseurinnen werden bei der Vorstellung anwesend sein. wartenaufdaswunderland.wordpress.com

23.08.2011
„Yes we are“ (PL/D, 2011, 69 Min)

Regie: Magda Wystub

Ein Film über lesbische Aktivistinnen in Polen in ihren politischen und sozialen Kämpfen und ihrem alltäglichen Kampf um Anerkennung. Der Film richtet die Aufmerksamkeit bewusst auf emanzipatorisch denkende Lesben und die Vielfalt ihrer Strategien, sich in einer homophoben Umgebung zu behaupten. yes-we-are.de

30.08.2011
Tank Girl (USA, 1995, 104 Min)

Regie: Rachel Talalay

Comic-Verfilmung vor Endzeitkulisse: Wir befinden uns im Jahr 2033, einer total zerstörten Zukunft. Nach der großen Katastrophe blieb von der Erde nicht viel mehr, als eine öde Wüste übrig. Das wertvollste Gut für die wenigen Überlebenden ist Wasser, das jedoch von der alles kontrollierenden “Water and Power Gesellschaft” gehortet wird.

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„cinema de backyard 2010″

Sommerkino im Hinterhof der Liebig34
Ab 3. August bis 28. September jeden Dienstag ab 21 Uhr

Flyer und Plakat als PDF (300Kb) zum Ausdrucken und kopieren

Programm:

03.08.2010
Itty Bitty Titty Committee (USA 2007, 87 min)

Regie: Jamie Babbit

Die lesbische High-School-Absolventin Anna bekommt keinen Studienplatz auf dem College. Sie hat einen Job als Empfangsdame bei einem Unternehmen, welches sich mit kosmetischer Chirurgie beschäftigt. Anna empfindet ihre Arbeit als perspektiv- und sinnlos. Sie macht in einer Nacht mit Sadie Bekanntschaft, die der radikalfeministischen Gruppe Clits in Action (CIA) angehört. Sie verliebt sich in Sadie und macht bei den Aktionen der Gruppe mit. Eine Komödie.

10.08.2010 (RiceUp)
XXY (Argentinien 2007, 87 min)

Regie: Lucía Puenzo

Alex ist fünfzehn – und hat ein Geheimnis. Sie ist beides: Junge und Mädchen. Die Eltern sind mit ihr aus Buenos Aires nach Uruguay ans Meer gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Bald machen auch an diesem wilden Küstenstreifen Gerüchte die Runde. Und obendrein kommt auf Wunsch der Mutter ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch. Könnte, sollte man vielleicht? Dabei möchte Alex doch nur den Dingen ihren Lauf lassen, ohne ständiges Getue. Da kommt ihr Álvaro gerade recht, der sechzehnjährige Sohn der Gäste. Ein Kandidat für das erste Mal? Alvaro ist überrumpelt – und fasziniert von der herausfordernden Art, mit der Alex ans Werk geht …

17.08.2010
Prinz in Höllenland (BRD 1993, 96 min)

Regie: Michael Stock

Drogen, Sex & Liebe in Berlin Anfang der Neunziger: „Meine lieben Kinder! Ich erzähle Euch jetzt das Märchen vom schönen Prinzen, dem tapferen Müllersburschen, dem gestrengen König und dem hinterlistigen Zauberer Ätschibätschi. Das Märchen vom Prinzen im Hölleland!“ Erzählt wird dieses Märchen vom Narren Firlefanz, der mit seinem Handpuppentheater die Junkies vom Berliner Kottbusser Tor zur Vorstellung lockt. Es handelt vom Prinzen, der sich in einen Müllersburschen verliebt. Deswegen wird er vom König verbannt. Sie fliehen in den Wald des Zauberreiches Hölleland, doch ihr Glück findet ein jähes Ende, als der Prinz mehr und mehr den süßen Träumen verfällt, die das Pulver des bösen Zauberers hervorruft.
Dieses Puppenspiel bildet den Rahmen für die Geschichte vom „Prinzen“ Jockel und Stefan, deren Freundschaft an Jockels Heroinsucht zerbricht. Angesiedelt zwischen der Aussteigeridylle einer Bauwagen-Kommune, der Kreuzberger Junkieszene und schrillen Tuntenkneipen, verlieren sich Jockel und Stefan in einem Rausch aus Sex, Drogen und Eifersucht. „Prinz in Hölleland“ ist gleichzeitig ein szenegeschichtliches Dokument, denn der Film zeigt Kreuzberg, wie es einmal war. Und lädt ein in vergangene Orte wie das Café Anal oder die legendäre O-Bar.

24.08.2010
Der 2.Juni 1967 (BRD 1967, 47 min)

Regie: Giefer, Thomas und Minow, Hans-Rüdiger

Der Dokumentarfilm schildert detailliert die studentischen Protestaktionen um den Besuch des persischen Schahs in Westberlin die am Abend des 2. Juni zur Erschießung Benno Ohnesorgs durch den Staatsschutzbeamten Kurras führten. Giefers und Minows Film diente auch dem studentischen Ermittlungsausschuss, der sich nach der Ermordung Benno Ohnesorgs konstituierte, als Beweismaterial für den Notstandseinsatz der Westberliner Polizei, die mit dem Segen des SPD-Senats mit bürgerkriegsmäßigem Einsatz gegen die Demonstranten vorging. Viele der ehemaligen Studierende der DFFB (Film- und Fernsehakademie) sind noch heute überzeugt, dass die Schüsse aus der Waffe von Kurras, die Benno Ohnesorg töteten, eigentlich Thomas Giefer galten. Thomas Giefer stand an prominenter Stelle der Observationsliste der politischen Polizei, da er bereits vor dem 2. Juni Übergriffe der Polizei filmisch dokumentiert hatte. Giefer und Benno Ohnesorg sahen sich sehr ähnlich und die Zivilfahnder der Staatsschutzabteilung hatten Order sogenannte „Rädelsführer unschädlich“ zu machen. Gemeinsam mit Hans-Rüdiger Minow wird Thomas Giefer im November 1968 wegen seines politischen Engagements von der DFFB verwiesen.

UND

Terrorister (SE, 2003/ 85 min)

Regie: Stefan Jarl, Lukas Moodysson

Film über die Proteste gegen den EU-Gipfel in Goetheburg. Der Film porträtiert in eindringlicher Weise vier Aktivist_innen, die für Bagatellen in Haft saßen. Während der Proteste 2001 wurde (wenige Monate vor Genua) scharf auf Demonstrant_innen geschossen. Der schwerverletzte Hannes Westerberg ist einer der vier porträtierten Genoss_innen.

31.08.2010
Die Siebtelbauern (A, 1998/ 95 min)

Regie: Stefan Ruzowitzkys

Stefan Ruzowitzkys Voralpensaga: Ein Bauer im Mühlviertel vermacht seinen Nachbarn den Spott, dem Pfarrer den Hohn. Die Knechte kriegen den Hof. Die Vergesellschaftung von Landwirtschaft schildert Ruzowitzky als großes Revolutionstheater, die Überhöhung des Heimatfilms schuldet ihre Mittel der Werbung ebenso wie dem Surrealismus, aber fast alle Effekte sind mit großer Sicherheit gesetzt. Dem Milieu dieses „Alpenwesterns“ angemessen karg im Ton, wuchtig in den Bildern, drastisch in Sprache und Handlung, wird hier vorgeführt, daß Freiheit ausschließlich eine Frage von Besitz ist. Eine präzise Geschichte von Emanzipation.

07.09.2010
The Weather Underground (USA 2002, 92 min)

Regie: Green, Sam und Siegel, Bill

In den sechziger und siebziger Jahren war die Polarisierung der politischen Situation in den USA akut mit dem Vietnam-Krieg und den Kampf um die Bürgerrechte verbunden. Gegen die scheinbar wirkungslosen Methoden des friedlichen Protests und Widerstands entwickelte sich aus der Protestbewegung der sechziger Jahre heraus eine militante Fraktion, die sich den Namen Weather Underground gab. Sie suchte den Kontakt mit den Black Panthers – den militanten, um ihre Rechte kämpfenden Schwarzen – und führte in der Folge bewaffnete Aktionen und Anschläge in den USA durch. Der Film zeigt einen Rückblick auf die Zeit, lässt Aktivisten von damals sprechen und denunziert die vom FBI angewandten illegalen Methoden in der Bekämpfung der Revolte.

14.09.2010
Z – Anatomie eines politischen Mordes (Gr, 1969)

Regie: Constantin Costa-Gavras

In einem nicht namentlich genannten Staat, in dem Militär und Königshaus herrschen und die Demokratie immer mehr verloren geht, wird Opposition als „kommunistischer Mehltau“ nur widerwillig geduldet. Als eine pazifistische Oppositionsgruppe eine Veranstaltung mit einem populären Universitätsprofessor, Abgeordneten und NATO-Kritiker durchführen will, werden dieser Veranstaltung zunächst Steine in den Weg gelegt, der Politiker wird am Ende der Veranstaltung unter den Augen der Polizei ermordet.

21.09.2010
Schlacht um Algier (I/ Alg.,1966/ 121 min)

Regie: Gillo Pontecorvo

Film über den französisch-algerischen Krieg von 1954-1969. Erster Film mit realistischer Darstellung von Häuserkämpfen. Soll auch in Stadtguerillakreisen fleißig rezipiert worden sein. Klassiker!

28.09.2010
Bamboozled (USA, 2000/ 130 min)

Regie: Spike Lee

Mit Bamboozled hat Spike Lee aus Rassismus und der Frage, wie sich Persönlichkeitsbilder kaufen und verkaufen lassen, eine brisante Mischung geschaffen. Der frustrierte TV-Drehbuchautor Delacroix (Damon Wayans) ist durch einen Vertrag geknebelt und versucht, gefeuert zu werden, indem er ein Konzept für eine neue Minstrel-Show mit allem Drum und Dran entwirft, in der nach dem alten Muster Weiße in die Rolle von Schwarzen schlüpfen, um diese lächerlich zu machen. Trotz Protesten wird die Show zu einem Riesenerfolg. Langsam aber sicher gerät allerdings das seelische Gleichgewicht aller Beteiligten ins Wanken.