Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Aktivitäten bei den Diskussions- und Chaostagen

Der Infoladen hat während der Diskussions- und Chaostage täglich ab 12 Uhr geöffnet, um euch mit Informationen zu versorgen und Informationen zu sammeln. Dies funktioniert dann optimal, wenn Ihr auch den Infopunkt aktiv mit Informationen versorgt! Dazu gibt es auch ein Infotelefon,

0152 / 18466301

Außerdem werden im Infopunkt das Programm und weitere Infos ausgelegt und auch zur Schlafplatzbörse gibt es einen kurzen Draht. Zu allem Überfluss gibt es noch Stullen und Kaffee.

Lesungen mit anschließender Diskussion

Am Donnerstag, 10. Mai um 15:00, Lesung aus Rede auf drei Stühlen.

Am Freitag, 11. Mai um 13:00, Lesung aus „Die Menschenwärter“ von Perikles Korovesis. Das Buch gibt es dann auch im Laden.

Die lange Woche der Rigaer Straße vom 06.-12.07.15


Programm

bis 9. Juli
Ab Nachmittags gibt es Workshops, gemeinsames Essen, Filme und Abendprogramm etc.
Umsonstflohmarkt, Siebdruckstand und gemeinsames Essen auf der Straße – Für eine widerständige und solidarische Nachbarschaft!

bis 12. Juli
Volles Programm in und um die Projekte mit Infoständen, Workshops, Film, Konzerten, Straßenmusik, Diskussion und vieles mehr.

Montag

15.00 Infoladen Daneben
Sozialberatung Friedrichshain ist vor Ort

17.30-19.30 Abstand (rain) / Forcki (no rain)
First aid on demonstrations – Basics Workshop

18.00 Kadterschmiede
“Antifa heißt Angriff. Militanter Antifaschismus in den 80er Jahren” – Buchpräsentation und Diskussion mit Horst Schöppner

20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr. (Dorfplatz)
Vegane Küfa (Küche für alle)

22.00-00.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr. (Dorfplatz)
Filmfest – Anti-Prison / Repression & Prisoner Solidarity Film Night

Dienstag

16.30-18.00 Convoi Wagenplatz
Workshop – Self defense (Modern Arnis) – Part 1. disarming technics (language: german and english)

17.00 – late Kadterschmiede
Filmfest – Anti-Gentrification and Squatting Film Night

18.00 Fischladen
“Was tun wenn die Polizei vor der Tür steht?” – Vortrag mit Rechtsanwalt

18.00-22.00 vorm Abstand
Workshop – Verlängerungsarm für Sprühdosen bauen

19.00 Kadterschmiede
Info event – Anti-Gentrification and Squatting

20.00 Abstand
Vegane Küfa (Küche für alle): Vöner

20.00-21.30 Abstand
Infoabend und Diskussion – “Hilfe für Rojava”

Mittwoch

17.00-20.00 Abstand (rain) / Forcki (no rain)
Workshop – First Aid on Demonstrations (Advanced)

17.00-22.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Umsonstflohmarkt – Alles für alle und zwar umsonst! Macht mit, kommt vorbei, bringt eure Sachen!

17.00-20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Collective Critical Mapping – Another map from the Nordkiez. Bring your own stories! Reclaim your city! Einladung Kollektives Kritisches Kartieren (deutsch)

17.00- open end Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Siebdruckstand

17.00 – open end Xb-liebig
open bar – ab 20.00 Punkbar

18.00 Kadterschmiede
Discussion – Part 1: Deconstructing clichés on Palestine/Israel. Part II: Gaza. Stories of people, stories of struggle. 45minutes each part

18.00 Fischladen
Filmfest – Police Violence / Repression / Squatting: Die Räumung der Mainzer Straße

20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Vegan BBQ

21.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Konzert – Dampf in allen Gassen (Nordkiez Patchworkpunk)

21.00 Fischladen
Filmfest – Police Violence / Repression / Squatting: La Ciutat Morta (Dead City). 4F case from Barcelona (2014), 2:07 Min.

Donnerstag

16.30-18.00 Convoi Wagenplatz
Workshop – Self Defense (Modern Arnis). Part 2 release technics (language: german and english)

18.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Skatejam (just for fun, no competition)

18.00-20.00 Xb-Liebig
Workshop – Beating those borders. Zur europäischen Außengrenze

18.00 Kadterschmiede
Filmfest – FLTIQ* only

18.00 Hof Rigaer94
Zwillen selber bauen gegen Spende für Materialkosten

18.00 Sama-Keller
Filmfest – Gender & Sexuality / Queer & Feminist Films (open to everyone)

19.00 Fischladen
Infoveranstaltung und Diskussion – Besetzung und Widerstand gegen Braunkohletagebau im Hambacher Forst und zum Klimacamp im Rheinland

20.00 Abstand
Vegane Küfa – Burritos

20.00 Abstand
Konzert – “Nowhiterag” (DIY Protest Punkrockers aus Italien http://nowhiterag.bandcamp.com/)

21.00 Fischladen
Filmfest – Activism Worldwide: Breaking the Spell – Anarchists, Eugene and the WTO

22.30 Fischladen
Filmfest – Activism Worldwide: Reclaim The Streets – The Film (reloaded)

Freitag

16.00-19.00 Abstand (rain) / Forcki (no rain)
Workshop – First Aid on Demonstrations (Basics)

16.00 place to be announced
Filmfest – Against oppressive political structures / Anti-authoritarian / Direct Action & global struggle

17.00-20.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Workshop – How to make your own stencil

18.00-20.00 Hof Rigaer94
Geschichten aus der 94 mit einer, die das Haus besetzt hat und einem weiteren Urgestein.

18.30 Fischladen
Filmfest – The Real History of Witches and Witchcraft

19.00 place to be announced
Workshop – We are born Masturbaters – Wir kommen alle. In dem theoretischen Workshop wollen wir uns zu Stigmatierung von Masturbation austauschen. Offen für alle Geschlechter*

20.00 – open end Kadterschmiede
Punkbar

21.00 Abstand
Konzert – Fleshbug Records presents: “Heksenhamer”, “Eke Buba”, “Back Flipping Dog”

21.00 Fischladen
Filmfest – Feminism: Mutantes (Punk Porn Feminism)

22.00 – open end Xb-liebig
Open bar with Krachkid & Ravel (weird beats and dissonances)

Sonnabend

ab 12.00 vor den Projekten und auf der Straße

Infostände und Austausch
ill-will-editions (distro / zine stand)
Schule für Erwachsenenbildung (SFE)
Zwangsräumungen verhindern
Kiralina (Anti-Prison: http://www.arap.so36.net/kiralina/paket.html)
Vio.Me Berlin Soligruppe. Infomaterial und Reinigungsmittel
Zine corner
L34 Anti-Repression stand with soli-patches
Solistand zu einer Kleingartenbesetzung in Warschau
come and make your own stand!

12.00-16.00 Kinderladen
Kidsspace – Kinderbetreuung

12.00-20.00 vor der Rigaer94
Infostand – Hardcore-Survival im Gefängnis – Tipps und Tricks für die Ausbrecher_in von morgen. Von einem ehemaligen Langzeitgefangenen.

15.00-20.00 vor der Rigaer78
Rätselspaziergang / riddle hunt. Mit anschließender Preisverleihung und Auflösung.

17.00-19.00 Kadterschmiede / Garten Rigaer94
Theater – “Where are you going? / Wohin gehst du?” von der Gruppe “Wir sind hier!” zum Thema Besitz bzw. Nicht-Besitz von Dokumenten (multilingual with translation to german and english)

18.00 Fischladen
Filmfest – Environment Food: The World Is Not For Sale: farmers against junk food

19.00 Fischladen
Filmfest – Environment / Food: A Burning Rage About ALF & ELF

19.00-22.00 Xb-liebig / Hof Liebig34
Konzert – Experimental music Madame Giullottin ( heavy psych doom), Teresa Riemann ( a one woman piece), Mechanical Vision ( experimental noisy funky), Purgis ( drone,doom)

21.00 Fischladen
Filmfest – Food matters

22.00-02.00 Xb-liebig
Open Bar with Broken Stiessbein (ebm)

— Open Bars everywhere —

Sonntag

12.00-16.00 Kinderladen
Kidsspace – Kinderbetreuung

12.00 Hof Rigaer94
Workshop – Build your own booster bag. We will build a shoplifting-bag that can jam the anti-theft doors. Bring prototype bag, alu foil (80m for one bag), glue and plastic foil for you and the others. (English/German/French/Spanish)

13.00 Kadterschmiede
Filmfest – POC power, antifascist and antiracist, refugee struggle

14.00 Hof Liebig34
Workshop- Bikesexual: vegan DIY Sexspielzeuge aus kaputten Fahrradteilen(http://bikesexual.blogsport.eu)

16.00 Ecke Liebigstr / Rigaerstr (Dorfplatz)
Alleycat

18.00 Fischladen
Filmfest – Racism: White Privilege, Racism, White Denial – The Cost of Inequality

19.00 Fischladen
Filmfest – Racism: Whitewashed. Unmasking the World of Whiteness

21.00 Fischladen
Filmfest – Racism: AFRO-PUNK The Movie

Neue Bücher

Widerstand und gelebte Utopien
Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan

Das Buch “Widerstand und gelebte Utopien” basiert auf Interviews, die im Jahre 2010 mit Guerillakämpferinnen und anderen aktiven Frauen der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung durchgeführt wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, die sowohl vom Aufbau einer alternativen Gesellschaft als auch vom Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten geprägt ist.
Es ist ein erstes umfassendes Buch in deutscher Sprache über die Frauenbewegung in Kurdistan, über die Entwicklungen und neuen
Perspektiven des kurdischen Befreiungskampfes aus der Sicht der Frauenbewegung. Einführend beschreibt das Buch die Geschichte und Frauenbefreiungsideologie sowie das Paradigma der kurdischen Bewegung für einen Demokratischen Konföderalismus und für den Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft.

Buchbeschreibung:
http://www.civaka-azad.org/index.php/veroeffentlichungen/buecher.html

Frauen in der kurdischen Guerilla
Motivation, Identität und Geschlechterverhältnis in der Frauenarmee der PKK

von Anja Flach

Die ArbeiterInnenpartei Kurdistans PKK wird in Europa sehr kontrovers diskutiert. Wenig Beachtung fand bisher dagegen die kurdische Frauenarmee, die Mitte der 90er Jahre gegründet wurde. Tausende Frauen schlossen sich in der Folge der Aufstände und der Repression durch den türkischen Staat den Guerillakräften an. Zunehmend setzte sich die kurdische Bewegung mit der Geschlechterfrage auseinander. Aus der Sicht der feministischen Ethnologie untersucht Anja Flach vor allem die Motivation und Identität der Kämpferinnen sowie die Geschlechterrollen und Gender-Beziehungen innerhalb der kurdischen Guerilla und deren Auswirkungen auf die Situation der Frauen in der traditionell geprägten kurdischen Gesellschaft.

Revolution in Rojava
Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo

von Anja Flach, Ercan Ayboga, Michael Knapp

Revolution in Rojava steht für ein einmaliges basisdemokratisches, geschlechterbefreites und ökologisches Projekt im Westen Kurdistans.

Am 19. Juli 2012 begann in Kobanî die Revolution von Rojava. Unter der Initiative des Volksrats Westkurdistan (MGRK) vertrieb die Bevölkerung das syrische Baath-Regime weitgehend unblutig. Während der Rest von Syrien zunehmend im Bürgerkrieg versank, schlug Rojava einen dritten Weg jenseits des Baath-Regimes und der vom Westen, der Türkei und den Golfstaaten protegierten Opposition ein.

Damit wurde die kurdische Freiheitsbewegung vor die Herausforderung gestellt, ein im Mittleren Osten einmaliges basisdemokratisches, geschlechterbefreites und ökologisches Projekt aufzubauen. Durch die »Demokratische Autonomie« wurde der Staat überflüssig und jeglicher Form von Nationalismus eine Absage erteilt. Seither organisiert sich die Bevölkerung durch ein Rätesystem selbst. Das Projekt wird durch reaktionäre Kräfte wie die Terrororganisation Islamischer Staat bedroht.

Wie wird dieser Umbruch angesichts einer von 60 Jahren Diktatur geprägten Bevölkerung, eines Embargos durch die Türkei und eines sich verschärfenden Krieges realisiert? Wie werden die im Gesellschaftsvertrag von Rojava formulierten Grundsätze der Geschlechterbefreiung und Partizipation aller ethnischen, religiösen u.a. Identitäten tatsächlich umgesetzt? Wie schlagen sich diese Ansätze in der Ökonomie, Ökologie und Bildung nieder? Bietet dieses Projekt Perspektiven für eine Lösung der Probleme des Mittleren Ostens?

Das Buch ist auch als PDF erhältlich: http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/VSA_Flach_ua_Revolution_in_Rojava.pdf


Reclaim your City

Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins

von Tobias Morawski, Hg. v. Pappsatt-Medien-Kollektiv

Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist.

»Reclaim Your City« gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich demgegenüber mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt reklamieren. Mittel der Gegenwehr sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erklärt die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren.

Anhand des konkreten Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar.

Trotz des Fokus auf Berlin bietet das Buch einen allgemein übertragbaren Überblick auf städtische Proteste weltweit. »Reclaim Your City« schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.

Ihr Partisanen, nehmt mich mit Euch!
Ein Bericht aus der Resistenza
von Giacomo Notari

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhob sich in Italien eine große Zahl von Menschen gegen die deutsche Besatzung und das faschistische Regime. Sie standen vor der Frage: Sollten sie sich den Truppen Mussolinis zur Verfügung stellen oder gegen Krieg und Unterdrückung aufstehen? Vor diese Alternative gestellt, schloss sich im Mai 1944 auch der damals 17-jährige Giacomo Notari aus einem Bergdorf des nördlichen Apennin unter dem Decknamen »Willi« der Resistenza an. Als Partisan in einer Garibaldi-Brigade leistete er seinen Beitrag zur Befreiung Italiens. Nach dem Krieg hieß es für ihn und viele andere, politische, kulturelle und ganz praktische Aufbauarbeit zu leisten und antifaschistische Werte auch mehr als 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zu wahren. Auch dies ist in seinen erstmals auf Deutsch veröffentlichten Memoiren dokumentiert.

Der NSU-VS Komplex
Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund – wo hört der Staat auf?

von Wolf Wetzel

13 Jahre blieb der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) unentdeckt. Zehn Morde wurden begangen, zehn Mal verschoben die Behörden verschiedener Bundesländer die Mordhintergründe ins ›ausländische Milieu‹. Zehn Mal will man keine ›heiße Spur‹ gehabt haben. Dennoch legte man alle zehn Morde in die Blutspur des ›organisierten Verbrechens‹.
Nachdem die Existenz des NSU nicht mehr zu leugnen war, reihte sich eine Panne an die andere. Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en, sondern der gemeinsame Wille, unter allen Umständen zu verhindern, dass etwas ans Licht kommt, was den bisherigen Erklärungen widersprechen würde.
Ab wie vielen Pannen muss man von einem System sprechen?
Wenn über zwei Dutzend V-Männer hervorragende Kontakte zur neonazistischen Organisation ›Thüringer Heimatschutz‹ und zu den späteren Mitgliedern des NSU hatten, waren staatliche Stellen nicht etwa auf dem ›rechten Auge blind‹, sondern ließen sehenden Auges zu, dass über sieben Jahre hinweg zehn Morde begangen werden konnten.
Eine Spurensuche.

Bericht aus der sogenannten Westzone

Pressemitteilung Demonstrationsbeobachtung am 30. April und 1. Mai 2012 in Berlin

1. Mai in Berlin: Polizei kontrolliert Versammlungen nach Gutdünken und schränkt Versammlungsfreiheit ein

Die Demonstrationsbeobachtungsgruppe Berlin des Komitees für Grundrechte und Demokratie hat in Zusammenarbeit mit dem arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen an der Humboldt-Universität zu Berlin und den Kritischen Juristinnen und Juristen an der Freien Universität Berlin zum Schutze des Versammlungsrechts zahlreiche Versammlungen mit jeweils rund 30 Beobachter_innen am 30. April und 1. Mai 2012 in Berlin begleitet. Die Beobachtung konzentrierte sich auf die Demonstration „Nimm Dir, was Dirzusteht!“ am 30. April 2012 ab 20 Uhr in Berlin-Wedding, die Demonstration „Verdrängung verhindern – Mieten senken“ am 1. Mai 2012 ab 17 Uhr in Berlin-Kreuzberg sowie die „Revolutionäre 1. Mai Demonstration“ am 1. Mai 2012 ab 18 Uhr ab Berlin-Kreuzberg. (mehr…)

Willi-von-der-Luebbe-Litfaßsäule von Chaoten aufgestellt

Als Gegenaktion zu den Insurrection Days hat eine Plattform des Infoladen Danebens heute eine Litfaßsäule aufgestellt. Um all ihren Erfindern gerecht zu werden ist sie Wille-von-der-Luebbe-Litfaßsäule genannt wurden. Es soll ein Zeichen gegen die stete Verwahrlosung unseres schönen Stadtteils gesetzt werden. In letzter Zeit häufte sich die Anzahl wild plakatierter Anschläge auf unsere Hausfassade. Deswegen versuchen wir als Ordnungsmaßnahme eine Littfaßsäule aufzustellen. Der Bezirk und Polizei blieben bislang untätig.

Hintergründe:
Berliner Polizeipräsident Karl Ludwig von Hinkeldey Litfaß ordneten schon einst – uns ein Vorbild – an, dass gegen wildes Plakatieren in der Stadt Berlin im gesamten Stadtgebiet Säulen aufgestellt werden. Damit den wilden Chaoten (SPD, Zentrum, DDP) nicht weiterhin die guten Fassaden der Bürger mit ihren politischen Papier volltapizieren. Vor allem in Westberlin gelang es die majestetische Zeit weiter zu tradieren. Zum Beispiel auf dem Kudamm muss man lange suchen um einen Plakat – Anschlag auf den glitzernden Fassaden zu entdecken. Wir aus dem Ostteil der Stadt würden fasst vermuten, es gibt keine.

Kaiser Wilhelm der Erste – mit bürgerlichen Namen Friedrich Willi von der Luebbe – war neben Friedrich dem Großen eine weitere schillernde Person unserer Stadt. Mit politischer Weitsicht schlug er schon die Vormärz-Revolution 1848 nieder. Um zu zeigen, dass Berlin noch mehr zu bieten hat als verzogene Pferdeliebhaber (Friedrich II.) soll die Litfaßsäule seinen Namen tragen.

Selbstverständlich möchte der Infoladen sich nicht mit den Insurrection Days entsolidarisieren. Etwaige Erwähnungen sind nur beispielhaft. Ebenso können andere Ereignisse eingesetzt werden. Zum Beispiel der unordentliche Parteitag der Piraten Partei. [auch als sogenannter außerordentlicher Parteitag bekannt.]

chaoten litfa�säule insurrection days1

  1. Alle Bildrecht bei Egon-Erwin Kisch 2012 (c) [zurück]

D S&P’s PR: Die Freiheit

Gerade in den Vertragsverhandlungen mit D S&P’s PR, können, wir der Infoladen Daneben, freudig verkünden, dass demnächst die Daneben Standard & Poors Politikrating fester Bestandteil des Onlineangebotes werden wird.
Zwar sind noch einige Fragen bezüglich der späteren Zusammenarbeit offen – zum Beispiel, ob es auch notwendig ist, Organisationen zu beobachten, die nicht vom Verfassungschutz kontrolliert werden, und im welchen Politikspektrum überhaupt untersucht werden darf, dennoch hier vorab eine weitere Studie:

[Aufgrund beschränkter Lizenzen können wir an dieser Stelle nur den abstract frei zugänglich stellen. Das komplette Gutachten ist auf Nachfrage entgeltlich einer kleiner Schutzgebühr erhältlich]

Thiedig, Johannes: Braucht Freiheit Sicherheit? http://www.diefreiheit.org/braucht-freiheit-sicherheit/ Abruf Sa, 14. April 2012 22:00 GMT+1
Gegenstand: Freiheit & Sicherheit
Verwendete Literatur: keine Angaben/ möglicherweise eigene Erfahrung des Autors
Fazit: Ein bisschen Amüsant war der kleine Text von Thiede schon. Vor allem in der Feststellung, dass für „Sicherheit“ auch „Freiheit“ abgegeben wird, mit dem Beispiel „ja auch der Militärdienst“ die Aufzählung der Freiheitsverzichtsphänomene abzuschließen, vermag auf verspielte Art und Weise ein Wenig von der Wahrnehmung, dass es auch Kriege gibt und nicht nur bürgerliches Glück, erzählen. Auch „Pflanzen und Rauchen von Marihuana“ auf die Pharaonen zurückzuführen, zeigt weitsichtige Kenntnisse in die Menschheitsgeschichte.
Doch des Lobes nicht zu viel – in der Suche nach Freiheit wild Teile von konstituierter Staaten in Frage zu stellen, wirkt etwas zu frei. Lediglich den Namen „Freiheit“ zu führen, berechtigt eine Partei nach Art. 21 GG nicht die FDGO willkürlich neu zu gestalten. Dennoch bleiben wir von D S&P’s PR gespannt auf die nächsten Beiträge aus der Selbstfindungsphase der „Die Freiheit“.

Note: CCC+ tlw. apolitisch / bemüht

NEU: Militante Untersuchung Jobcenter Neukölln

Die Gruppe Fels hat eine sog. Militante Untersuchung beim Jobcenter in Neukölln in den letzten 18 Monaten durchgeführt. Die Ergebnisse sind nun in einer Broschüre mit 128 Seiten erschienen. Die Broschüre gibt es als Download und im Infoladen Daneben.

Inhaltsverzeichnis
- Wut.Bürger.Arbeit. Beschäftigungsindustrie und Bürgerarbeit
- Wie im Hamsterrad? Arbeitsbedingungen im Jobcenter Neukölln
- Die Struktur des Jobcenters Neukölln. Eine Mindmap
- Organisierung
- Versammlung? Gegen das Jobcenter Neukölln!
- Wir sind nicht allein. Fragen und Antworten für
- Randnotizen – Stadtteilzeitung aus dem Schillerkiez
- Vielleicht wird daraus ja mal wirklich was Gemeinsames. Gespräch mit einer Aktivistin der Versammlung
- Interventionen
- Zu viel Ärger, zu wenig Wut? Interventionen
- Bericht vom Aktionstag
- Grundlagen des Solidarischen Begleitens. Eine Anleitung
- Tipps & Tricks im Umgang mit dem Jobcenter
- Perspektiven zuspitzen
- Vom (Euro)Mayday zur Militanten Untersuchung
- Moderner Klassenkampf mit Fragebogen? Untersuchungen auf der Berlinale und dem Mayday
- Perspektiven zuspitzen! Soziale Kämpfe in der Krise
- Aktionsformen im Überblick. Eine Tabelle
- Anhang
- Fragebogen. Vorläufige Version.
- Einige Beratungsstellen für von Hartz IV Betroffene

Editorial (mehr…)

SPD und CDU koalieren gegen den Linksextremismus in Berlin

Der Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen CDU/SPD in Berlin ist da! Im Kapitel 6 „Sicheres Berlin: Bürgernahe Polizei. Intakter Rechtstaat.“ findet sich unter anderem folgender Abschnitt:

Ebenso entschieden treten wir linksextremistischen Tendenzen entgegen, die intolerante oder verfassungsfeindliche Vorstellungen von einer Umgestaltung oder Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung mit Aufrufen zur Gewalt oder Ausübung von Gewalt gegen Sachen oder Personen propagieren. Hierzu müssen verstärkt Aufklärungs- und Bildungsangebote für die Berliner Schulen entwickelt werden. Aufbauend auf der vor zwei Jahren vom Verfassungsschutz des Landes Berlin veranstalteten Konferenz über linksextremistische Gewalt wollen wir von Wissenschaftlern begleitete Foren veranstalten, um die Ursachen linksextremistischer Gewalt besser erkennen und Bekämpfungsstrategien sowie ggf. ein Programm gegen Linksextremismus entwickeln zu können.
Eine tolerante, offene Demokratie muss aber auch mit fundamentaler Kritik leben, solange sich diese in einem rechtsstaatlichen Rahmen artikuliert. Hier setzen wir auf konstruktiven Dialog und wollen die Gegner durch bessere Argumente überzeugen. Deshalb organisieren wir den gesellschaftlichen Dialog auch mit Gruppierungen, die kritisch zu unserem Staat stehen. Gruppierungen, die nach ihrer Satzung verfassungsfeindliche Ziele verfolgen oder sich verfassungsfeindlich betätigen, können keine staatliche Förderung erhalten.

Der VVN-BdA hat schon geantwortet (mehr…)

NPD-Plakatiertour zum Desaster machen


In der Nacht von Samstag (6.8.2011) auf Sonntag (7.8.2011) will die NPD in ganz Berlin bis zu 40.000 Wahlplakate aufhängen und eine Art Fackelmarsch durchführen. Der Fackelmarsch soll gefilmt werden und anschließend als Propagandavideo verwendet werden. Zur Unterstützung hat die NPD Neonazis aus ganz Deutschland und, die als besonders gewalttätig geltenden, Neonazis aus Tschechien angefordert. In der Vergangenheit kam es bei Plakatieraktionen der NPD bereits mehrfach zu Übergriffen auf Migrant_innen oder Linke. Ausgangspunkt der Aktion soll die NPD Parteizentrale in Köpenick sein. Hier wollen sich die Nazis zunächst sammeln und ihr Material aufnehmen. Wir rufen alle Antifaschist_innen auf, am Samstag Abend mit uns vor der Parteizentrale der NPD in Köpenick zu demonstrieren und die Plakatieraktion zum Desaster für die Nazis zu machen. Es gibt eine angemeldete Kundgebung vor der NPD-Parteizentrale. Um die Sicherheit von allen Teilnehmer_innen zu gewährleisten reisen wir gemeinsam nach Köpenick. Der Vortreffpunkt wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.

Achtet auf aktuelle Ankündigungen auf www.antifa-berlin.info und www.antifa.de

Nazis auf die Pelle rücken!

www.antifa-berlin.info und www.antifa.de

Heute: Lesung im XB

Peter O. Chotjewitz: „Fast letzte Erzählungen 3 und 4“
In diesen beiden Erzählungsbänden geht es, wie in den bereits erschienenen Bänden 1 und 2, um die ganze Welt. Um ihre Erfassung. Um ihr Sosein. Es geht um Schillerbrezeln, um die Schönheit des Vollmonds, um Unwörter, um die Leiche im schwarzen Sack, um den Traumberuf Stalin, um das Elend der deutschen Literaturkritik, Richard Wagners Koffer, um Luxemburg als Metapher, um das Rauchen auf Kunstmessen, den Abt Sturmius und tote Päpste, die RAF, das Vanitas-Motiv, Lokalhistoriker und Antisemitismus. Chotjewitz lobt die Faulheit, wünscht den Ärtsten (sic) den Tod und betreibt Ahnenforschung. Peter O. Chotjewitz wurde 1934 in Berlin geboren und starb 2010 in Stuttgart. Gelesen von Jörg Sundermeier.

Freitag, 10. Juni 2011, 20 Uhr im XB-Liebig Liebigstr. 34 (nahe Frankfurter Tor/ Besarin Platz)


aus der Reihe Lese wild und gefährlich