Megaspree Demo 10.07. – Vorbereitung

Das Parallel- oder auch Nachfolge-Bündnis zu Mediaspree-Versenken heißt „MegaSpree“ und hat letztes Jahr im Juli eine große Parade organisiert. Von Teilen der Berliner linken Szene wurde diese Demo abgelehnt. Begründung: das Bündnis sei kommerziell und lehne den Kapitalismus nicht ab, sie diene der Profitsicherung. In Kommentaren bei Indymedia kann man lesen, dass es ja keine Demo, sondern ein Parade gewesen sei. Dass es den Leuten um Spaß gehe. Der Metronaut hat darauf ganz gute Antworten. Das MegaSpree-Bündnis will 2010 wieder loslegen und läd zum offenen Vorbereitungstreffen: 23. März 2010, 19 Uhr, Maria am Ostbahnhof
Außerdem trifft sich regelmäßig ein Vorbereitungskreis um eine „Demorade“ (Demo-Parade) am 10. Juli zu organisieren jeden Mittwoch ab 20 Uhr im RAW-Tempel (Beamtenwohnhaus, Kl. Bewegungsraum)

Aufgreger von Megaspree:

* Knaack: trotz gewonnenem Prozess weiter akut bedroht
* Tacheles: akut bedroht
* Yaam: unsichere Zukunft, Baurecht für Bürogebäude
* SO36: Kündigung in letzter Minute abgewendet, Betrieb 2010 gesichert
* Bar25: Kündigung in letzter Minute abgewendet, Betrieb 2010 gesichert
* Schwarzer Kanal: Vertrieben und zwangsumgesiedelt, Bau eines Bürogebäudes
* Club Rechenzentrum: Vertieben, Teilabriss des Rundfunkgeländes und Ausbau als Hafen
* Maria am Ostbahnhof: Bieterverfahren abgeschlossen, Verkaufsverhandlungen mit Hotelinvestoren laufen
* Brunnenstraße 183: Zwangsgeräumt
* Mauerpark: das Schlimmste ist verhindert, Wohnungen für Reiche mit im Mauer“park“ werden – wenn auch in deutlich geringerem Umfang – trotzdem gebaut
* Stadtautobahn A100: Trotz Protesten in der Bevölkerung, Ablehnung der betreffenden Bezirksparlamente, geschönter Gutachten und Verfahrensfehler beim Senat läuft das Planfeststellungsverfahren weiter
* Mediaspree: Trotz Bürgerentscheid: Mediaspree wird weitergebaut, auf Basisdemokratie wird gepfiffen
* Mieten: Segregation der Bevölkerung nimmt zu; stadtweite Mietsteigerungen um durchschnittlich 4,5%, über 7,2% in
Friedrichshain-Kreuzberg, trotz stadtweit geringster Kaufkraft. Die Innenstadt den Reichen – Gentrification hausgemacht
* Der soziale Wohnungsbau ist tot, Skandale bei städtischen Wohnungsunternehmen, HOWOGE-Chefs entlassen, die GSW will an die Börse

Deshalb
* Demotermin: 10. Juli 2010
* „Demo-Parade“ (Demorade) als Sternmarsch auf bisher vier Strecken:
Friedrichshain (Boxhagener Platz), Kreuzberg (Oranienplatz), Prenzlauer Berg (Mauerpark), Mitte (Tacheles)
* Zielort Sternmarsch: Rotes Rathaus (Abschlusskundgebung)
* AfterShowParty in räumlicher Nähe zur Demo, weitere Veranstaltungen möglich und gewünscht
* Mobilisierungsveranstaltungen: workshoporientierte Barcamps, Themen z.B.: Stadtentwicklung/-ökologie, Kreativwirtschaft/Clubkultur, Bürgerrechte/Frieden, Soziale Initiativen/bürgerschaftliches Engagement, Freiräume/Raumaneignung


3 Antworten auf “Megaspree Demo 10.07. – Vorbereitung”


  1. 1 Marthashof.info AIM 22. März 2010 um 15:04 Uhr

    das schlimmste verhindert beim Mauerpark? versteh´ ich nicht: es glaubt doch wohl niemand, dass die verheerenden gentrifiziernden Effekte deutlich geringer sind weil jetzt neben dem Gleimviertel nur 600 Luxuswohnungen in massiver Bebauung hin sollen, als die ursprüngliche geplante Mauer zum Wedding mit 700 Wohnungen. Von den ökologischen Folgen zu schweigen: die Erde wird großflächig versiegelt die Frischluftschneise für die Innenstadt nachhaltig blockiert. https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0129/berlin/0043/index.html
    – einzelne Leute haben Gothe und Vivico den kleinen Finger geboten: dass die gleich die ganze Hand nehmen – war vorhersehbar. Wie die überwältigende Mehrzahl der Betroffenen denkt ist aus diesem Dialog zu erfahren: http://www.helmholtzplatz.de/grune-in-mitte-bekampfen-grose-grune-losung-fur-den-mauerpark.html/comment-page-1#comment-252
    – dass die freie Schule am Mauerpark mit ihrer wichtigen sozial integrierenden zwischen Wedding, Prenzlauer Berg und Mitte Funktion regelrecht eingemauert werden soll, scheint noch gar nicht so recht aufgefallen – geschickt ausgeklammert aus der Diskussion wurde auch, dass dass die Bernauer gegenüber auch zugebaut werden wird: wenn Stofanel für seinen lila Marthashof-Werbe-Pavillon keine verlängerten Genehmigungen mehr benötigt, wird genau da, der erste Block dieser Gebäudemauer stehen…“das schlimmste verhindert“: da seit Ihr aber echt der rot-grünen Beschwichtigungs-Propaganda der BVV-Mitte aufgesessen! leider seid Ihr nicht die Einzigen…

  2. 2 Marthashof.info AIM 24. März 2010 um 14:56 Uhr

    anbei die Antwort der MEGASPREE-FreundInnen nachzulesen auch hier:

    „…ja du hast Recht! Auf unserem Plenum haben wir zunächst andere, weitaus positivere Infos zur Entwicklung des Mauerparks erhalten. Und obwohl der Wohnungsbau im Mauerpark auch in der Presse bestätigt wurde, haben wir dies während den Vorbereitungen zu unserem heutigen Vernetzungstreffen leider nicht mehr berücksichtigt. Wir bitten um Entschuldigung.“

    bei BIN-Berlin.org ist fast nur diese Position zu hören:
    der sogenannte „Mauerpark-Kompromiss“ ist nicht das kleinere Übel, er ist einfach NUR übel !
    zur Berliner Zeitung: “ Gothe registriert aber den „Stimmungsumschwung bei seinen Kritikern“ “
    TRÄÜMEN SIE WEITER, HERR BAUSTADTRAT!
    NIEMAND will einen MEGA-MARTHASHOF im Norden und eine EINGEMAUERTE FREIE SCHULE im Süden!

  3. 3 Marthashof.info AIM 24. März 2010 um 14:59 Uhr
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