Doorbreaker: „Wir sind und möchten kein Naziladen sein“

Bericht der Antifa Friedrichshain zum Aktionstag gegen rechte Marken:

Der Aktionstag gegen rechte Bekleidungsgeschäfte und Marken begann mit einer Kundgebung in Hohenschönhausen. 50 DemonstrantInnen forderten in der Nähe des Lindencenter, dass der Laden „Doorbreaker“ die rechte Marke „Label 23″ aus dem Programm nimmt. Dieser Forderung war die Betreiberfirma DS Textilhandels GmbH bereits am Vortag nachgekommen. Mittags fand dann eine Demo mit rund 150 TeilnehmerInnen in Weißensee gegen den dortigen Thor-Steinar-Laden statt. Auch in Weißensee ist ein Einzelhändler vor der Demo vom „Label 23″-Verkauf zurückgetreten.
Nachmittags dann die größere Demo mit rund 400 Leuten in Friedrichshain. Hier gab es einige Neuigkeiten zu berichten. Einen Tag vorher war vor dem Berliner Verwaltungsgericht der Weg für die Umbennung der Gabelsberger Straße in „Silvio Meier Straße“ endgültig bereitet worden. Auch der Doorbreaker in Friedrichshain hatte einen Tag vor der Demo eine Stellungnahme ins Schaufenster gehangen und Label 23 aus dem Programm genommen. Der letzte Punkt der Demo, der Friedrichshainer Thor Steinar Laden, ist nun schon vier Jahre hier. Das könnte sich aber bald erledigt haben. Ebenfalls in der Woche vor der Demo ging die 2. Räumungsklage gegen den Ladenin die entscheidende Phase. Der Ladeninhaber Skytec Outlet GmbH legte Berufung gegen die Entscheidung des Landgerichts (hatte der Räumungsklage des Vermieters stattgegeben) ein. Nun wird im Herbst dazu das Kammergericht entscheiden und diesmal sieht es nicht nach einer Kompromisslösung aus. Die erste Räumungsklage war mit der unsäglichen Vereinbarung zu Ende gegangen, dass der Laden noch bis Anfang 2015 bleiben darf. Ein guter Nebeneffekt: Thor Steinar Läden bleiben während Demos immer geschlossen.