Streßpeiler: Pro Deutschland will Köpi und Liebigstraße besuchen

Achtung: Keine Satire: Wie der Blick Nach Rechts berichtet wollen die Rechtspopulisten von Pro-Deutschland ihre Vendetta gegen Friedrichshain-Kreuzberg am 19. August weiterführen. Dafür wollen sie mit einer Stadtrundfahrt von Rathaus in Kreuzberg zur Köpi und dann zum Dorfplatz (Rigaer Ecke Liebig) kommen. Diese Kamikaze-Aktion findet anlässlich ihres „Der Islam gehört nicht zu Europa“-Wochenendes statt wozu angeblich bundesweit AnhängerInnen anreisen und das als Wahlkampfauftakt für 2014 (!) dienen soll. Ab 17.8. wollen sie Mohammed-Karrikaturen zeigen.

Der Infoladen sagt: Mohammed hin oder her, aber PROvodeutsche Rassisten sollten nicht unbehelligt stadtrundfahren.

Islamfeindliche Provokationen in Berlin

Nachdem Rechtspopulisten von „pro NRW“ und „pro Deutschland“ zuletzt mit antiislamischen Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und Frankfurt/Main auf Tournee waren, soll Mitte August Berlin auf dem Programm stehen.

Beide Parteien kündigten für den 17. bis 19. August ein „Veranstaltungswochenende“ unter dem Motto „Der Islam gehört nicht zu Europa – Islamisierung stoppen!“ an. Geplant ist unter anderem eine „zweitägige Ausstellung der Mohammed-Karikaturen“. Wo die Zeichnungen zu sehen sein werden, teilten die Parteien noch nicht mit. Samstags sind drei jeweils zweistündige Kundgebungen in den „Hochburgen muslimischer Extremisten“ geplant. Als Veranstaltungsorte werden die Berliner Bezirke Wedding und Neukölln genannt. Sonntags soll eine „Freiheitliche Stadtrundfahrt“ mit – nach jetzigem Stand – vier Kurzkundgebungen folgen.
Zu den Rednern sollen der Vorsitzende von „pro Deutschland“, Manfred Rouhs, dereb Bundesgeschäftsführer Lars Seidensticker, der „pro NRW“-Chef Markus Beisicht und sein Stellvertreter Jörg Uckermann zählen. Vorgestellt werden die Funktionäre beider Kleinparteien als „bekannte Größen des freiheitlichen Lagers in Deutschland“. Zu Gast in Berlin sein sollen auch Vertreter der österreichischen FPÖ, des belgischen Vlaams Belang (VB) und der südafrikanischen Kleinpartei „Vryheidsfront Plus“ (VF+), die dort zuletzt 0,8 Prozent der Stimmen erzielte.
Seidensticker hatte auch die antiislamische Wahlkampftour von „pro NRW“ vor der Landtagswahl im einwohnerstärksten Bundesland geleitet; Uckermann war bei der Tour, die an rund zwei Dutzend Moscheen Station machte, als einer der Hauptredner aufgetreten. Nicht nur bei dieser Veranstaltungsserie (bnr.de berichtete) fiel Seidensticker mit seinen antiislamischen Tiraden auf. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtete, hatte er bei einer Veranstaltung in der Main-Metropole vor etwas mehr als einer Woche, jeweils in Zitate gekleidet, Muslime als „minderbemittelt, grenzdebil und schwachsinnig“, den Islam als „toten Kadaver“ und den Propheten Mohammed als „analphabetischen Kamelhändler“ bezeichnet. Es sei zu bedauern, dass der Engel, der laut Koran dem Propheten ein Tuch aufs Gesicht gedrückt habe, „seinen Job nicht richtig zu Ende brachte“, zitiert die FR Seidensticker.


1 Antwort auf “Streßpeiler: Pro Deutschland will Köpi und Liebigstraße besuchen”


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