Archiv für Februar 2012

Aktionswoche gegen Schokoladen-Räumung

Schoko Schokoladen verteidigen! – Aktionswoche vom 18. – 25. Februar 2012

Räumungstermine am 22. Februar in Berlin: Seit 2005 versucht Markus Friedrich, Fließenhändler und “Eigentümer” der Ackerstraße 169/170, die Nutzer_innen und Bewohner_innen des Hauses vor die Tür zu setzen – bisher allerdings vergebens. Jedoch scheiterten die letzten Berufungsverfahren gegen Friedrichs Räumungsklagen im Dezember und Januar.
Nun will es Friedrich wissen und kündigt für Mittwoch, den 22. Februar die Räumung an. Akut betroffen sind der Schokoladen und weitere Kultur-Projekte im Erdgeschoss.
Der Schokoladen bietet seit 22 Jahren kostengünstige Kultur- und Konzertangebote, Raum für Soli-Partys und die Möglichkeit vom grauen Alltag abzuschalten. Die Räumung würde das Ende eines der ältesten alternativen Kultur-Projekte in Berlin-Mitte bedeuten. Wir werden das nicht hinnehmen und rufen darum vom 18. bis 25. Februar zu einer Aktionswoche gegen die Räumung auf.

Beteiligt euch an den Aktionen. Unterstützt den Aufruf.
Schokoladen bleibt!

[MATERIAL]
- Flugblatt zur Aktionswoche (Kopiervorlage zum Ausdrucken) PDF

[TERMINE] AKTIONSWOCHE GEGEN DIE RÄUMUNG

Sa. 18. Feb. | “Suprise”-Demo am Nachmittag (Infos folgen)

Unser Tip für den Vormittag: Rassisten-Kundegbung in Berlin stören: 10.00 Uhr, Antonplatz, Weißensee. Infos
Unser Tip für den Abend: 24 Stunden Fest im Schokoladen

Mo. 20. Feb. | Vollversammlung
19.00 Uhr, Schokoladen

Di. 21. Feb. | Demo: Schokoladen verteidigen!
17.30 Uhr, Klub der Republik; U-Bhf. Eberswalder Str.

Mi. 22. Feb. | Schokoladen-Räumung verhindern!
08.00 Uhr, Aktionen im Großraum Torstraße / Rosenthaler Platz.

Wenn Räunung, dann…

…macht Aktionen in eurem Viertel, in eurer Stadt und kommt nach Berlin::

Sa. 25. Feb. | Bundesweite Demo nach der Räumung. Für alternative
Freiräume, gegen den Ausverkauf Berlins!

Adresse des Schokoladen: Ackerstrasse 169, U-Bhf. Rosentahler Platz

Infos: www.schokoladenverteidigen.blogsport.eu

Ex-Verteidigungsminister Guttenberg im Simon-Dach-Kiez getortet

„Wir, die Digitalen Konditoren in der Hedonistischen Internationale haben heute in einer einzigartigen Kooperation mit Anonymous in der „OpCreamStorm“ Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg getortet. Es ist kein Jahr vergangen, seitdem der Lügenbaron nach seiner Copy- und Paste-Affäre über den Ozean geflüchtet ist, da versucht er schon wieder, sich in der politischen Landschaft zu etablieren. Der bis heute uneinsichtige Betrüger denkt wahrscheinlich wirklich, dass er damit durchkommt und seine von Springer bereits ausgerufene Kanzlerschaft wahr machen kann. Doch da hat er die Rechnung ohne den Konditor gemacht. http://hedonist-international.org/

In Berlin wurde dem EU-Berater eine Sahnetorte ins Gesicht gedrückt. Der Adelige nahms mit Humor: „Hurra. Ich dachte schon, ich würde verhungern.“
Der frühere deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist in Berlin mit einer Torte attackiert worden. Der nunmehrige EU-Berater für Internetfragen hatte sich am Donnerstagabend mit dem Politiker der deutschen Piratenpartei Stephan Urbach zu einem Gespräch über Internetthemen in einem Cafe im Berliner Stadtteil Friedrichshain getroffen.
„Wir saßen zusammen, als gegen 20.15 Uhr einige Menschen hereinkamen und Herrn Guttenberg eine Sahnetorte ins Gesicht drückten“, sagte Urbach der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. „Herr Guttenberg hat das aber sehr locker genommen.“
Der Ex-CSU-Politiker war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Im Internet reagierte er auf den Angriff mit Humor. „Hurra, eine Tortenattacke!“, schrieb er bei Facebook. „Ich dachte schon, ich würde in Friedrichshain verhungern.“ Zu der Aktion bekannte sich die Spaßguerilla-Gruppe „Hedonistische Internationale“.
Eigentlich sollte es bei dem – laut Urbach – von Guttenberg erbetenen Treffen um die Themen Netzpolitik und Internetfreiheit gehen. Seit Dezember ist der 40-Jährige EU-Berater für Internetfragen bei EU-Kommissarin Neelie Kroes. Für die Ernennung hagelte es heftige Kritik – vor allem aus Deutschland.
Im März 2011 war Guttenberg als deutsche Verteidigungsminister zurückgetreten, weil bekannt wurde, dass er Teile einer Doktorarbeit abgeschrieben hatte. Anschließend ging er in die USA.

Der „Freitag“ findet das natürlich albern. Die Faz und Spiegel widmen sich der Diskussion um Netzpolitik. Das Hamburger Abendblatt druckt die Erklärung der Hedos. Stephan Urbach von den Piraten fand KT lernfähig.

Liebig14: 1 Jahr nach der Räumung

Am Donnerstag, den 2. Februar 2012, jährt sich die rechtswidrige Räumung des alternativen Wohn- und Kulturprojekts Liebig14. Allein die Polizeikosten der Räumung und der darauf folgenden Portestwelle überstiegen den Preis eines geforderten Ersatzobjektes bei weitem. Die Miete im Haus ist nach der Sanierung um das vier- bis fünffache gestiegen. Bei der Neuvermietung wurden Berliner Interessent_innen bewußt ignoriert. Die Hausnummer Liebigstrasse 14 wurde von den Eigentümern Suitbert Beulker und Edwin Thöne ausgelöscht und der ehemalige Zugang verschlossen. Die neuen Bewohner_innen können das Gebäude nur über einen Nebenzugang in der Rigaerstraße 96 betreten. Die Liebig 14 ist zum Symbol des Widerstands gegen steigende Mieten geworden. Zum Jahrestag sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Programm unter http://liebig14.blogsport.de/

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