LImSchG-Einsatz: Rigaer94 gestürmt

18 Festnahmen, zerstörte Türen und unzählige Verletzte: Die Bilanz eines Polizeieinsatzes wegen Partylärms?

Die Kadterschmiede und das Hausprojekt Rigaer 94 wurden in der vergangenen Nacht von mindestens einer Hundertschaft gestürmt.
Beamte der 24. Einsatzhundertschaft haben über mehrere Stunden mit Rammböcken, Brecheisen und Leitern versucht, an verschiedenen Punkten in das Haus zu kommen. Dabei wurden in Intervallen Kartuschenweise Pfefferspray und der Inhalt mehrerer Feuerlöschern ins Innere gesprüht, bis sich die z.T. giftigen Stoffe im ganzen Haus verteilt hatten. Rufe aus den oberen Stockwerken, dass die Räume im Untergeschoss nicht zu entlüften sind, wurden mit „Dann macht halt die Tür auf“ und „Heult doch!“ quittiert. Mit der Begründung, es sei aus dem Haus heraus zu Angriffen auf Polizeibeamte gekommen, wurden alle Wohnungen gestürmt, wobei die Schweine nicht zimperlich gegen die Anwesenden vorgingen.
Als sie im Haus waren, wurde kein Widerstand geleistet, trotzdem wurden die Anwesenden brutal zu Boden gebracht, dabei z.T. geschlagen und getreten und anschließend gefesselt. Mindestens eine Person musste zur Behandlung in ein Krankenhaus. Wieviele letztendlich durch den Polizeieinsatz verletzt worden sind, ist unklar, es sind jedoch weitere RTW vor dem Haus gesehen worden. Die Berliner Polizei hat die Rigaer Straße zwischen Liebig- und Proskauer Straße bis zum Morgen abgesperrt. 18 Personen wurden auf Gefangenensammelstellen gebracht und das Haus teilweise durchsucht. Presse, Anwälte und Abgeordnete die vor Ort waren werden von der Polizei nicht zum Haus gelassen. Nach 7:30 Uhr konnten die BewohnerInnen wieder zurück ins Haus.

In der Kadterschmiede fand am Abend eine Soliveranstaltung zur Demo gegen den Internationalen Polizeikongress statt.

Meldung von Linksunten

Wohl eher ein Racheakt der Berliner Polizei für das unfriedliche Ende der Anti-Polizeikongress-Demo gestern.