Archiv für September 2011

Buchtipp: Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre „Muslime versus Schwule“

Der von Koray Yilmaz-Günay herausgegebene Sammelband mit Beiträgen in- und ausländischer Wissenschaftler_innen, Publizist_innen und Aktivist_innen (darunter Hilal Sezgin, Jin Haritaworn, Georg Klauda, Esra Erdem, Salih Alexander Wolter und Markus Bernhardt) blickt zurück auf die letzte Dekade und schaut auf die Überlappungen von feministischen und lesbisch-schwulen Debatten mit den Entwicklungen in der Mehrheitsgesellschaft. Er geht der Frage nach, ob/wie die relativen Erfolge der Frauen- und Homosexuellen-Emanzipation unter anderem durch rassistische Rückschritte erkauft wurden. Rezension auf Maedchenblog

INHALTSVERZEICHNIS
Der «Clash of Civilizations» im eigenen Haus, Koray Yılmaz-Günay (2011)

VON DER MOTZSTRASSE NACH AFGHANISTAN UND ZURÜCK
Ist Krieg oder was? Queer Nation Building in Berlin-Schöneberg, Salih Alexander Wolter (2011)
Wer liegtoben? Türkische und deutsche Maskulinitäten in der schwulen Szene, Dr. Jennifer Petzen (2005)
«Sein ganzer Traum von Männlichkeit» Cem Yıldız sagt, wo es langgeht, Salih Alexander Wolter (2010)
Queer-Imperialismus – Eine Intervention in die Debatte über «muslimische Homophobie», Dr. Jin Haritaworn, mit Tamsila Tauqir und Dr. Esra Erdem (2007)
Bombenstimmung, Dirk Ruder (2003)
Opferlotto, Dirk Ruder (2007)
Mit Islamophobie contra Homophobie?, Georg Klauda (2007)
Parallele Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt – Gedanken nicht nur zu Rassismus und Transphobie in Szene-Kontexten, Saideh Saadat-Lendle (2010)
«Kultur» statt «Rasse» Das Phänomen des antimuslimischen Rassismus, Yasemin Shooman (2010)
Lob und Notwendigkeit der Asymmetrie – Zur nationalen Funktion der Islam-Debatten in Deutschland, Koray Yılmaz-Günay (2010)
Eine ökonomische Macht, die auf Normalisierung abzielt – «Gemachte Andere» zwischen Homophobie und antimuslimischem Rassismus, Zülfukar Çetin (2011)
Integration as a Sexual Problem, Dr. Jin Haritaworn und Dr. Jennifer Petzen (2011)

RÄUME

Schwule und Muslim_innen zwischen Homophobie und Islamophobie, Dr. Andreas Hieronymus (2009)
Judith Butler lehnt Berlin CSD Zivilcourage-Preis ab! – Judith Butler lehnt Zivilcourage-Preis des Berliner CSD ab: «Von dieser rassistischen Komplizenschaft muss ich mich distanzieren»
Presseerklärung von SUSPECT zum 19. Juni 2010
Leben nach Migration, SPEZIAL: Homophobie und Rassismus
Newsletter des Migratonsrates Berlin-Brandenburg e.V. (Dezember 2010)
Silent Echoes – The Aftermath of Judith Butler’s Refusal of the Civil Courage Award, Dr. Jennifer Petzen (2011)
BASTA, le racisme et la xénophobie au nom de la lutte contre l’homophobie! – An Excavation of the German «Muslim Homophobia» Panic
Déclaracion de Lesbiennes of Color du 12 avril 2011
Genug mit Rassismus und Xenophobie im Namen des Kampfes gegen Homophobie, Erklärung von Lesbiennes of Color vom 12. April 2011
From Gay Pride to White Pride? Why marching on East London is racist, Decolonize Queer (2011)
Vom Gay Pride zum White Pride? Warum es rassistisch ist, in East London aufzumarschieren, Decolonize Queer (2011)

DEBATTEN
Widersprüchliches Verhältnis – Wie antimuslimische Parteien zu Homosexuellen stehen, Markus Bernhardt (2011)
Internationale Solidarität – Wer erkämpft das Menschenrecht?, Dr. Alexander King (2011)
Muslimische Erklärungen gegen Homophobie – Entstehung, Inhalt und Nutzbarkeit, Salih Alexander Wolter und Koray Yılmaz-Günay (2011)
Keine Verrenkungen nötig – Muslimische Gedanken zu lesbischer und schwuler Liebe und Sexualität, Hilal Sezgin (2011)

„Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre‚ Muslime versus Schwule’“ 2011, broschiert, 210 Seiten, 5 EUR, im Selbstverlag erschienen. Zu bestellen unter: http://yilmaz-gunay.de und im Infoladen erhältlich.

Antifa Friedrichshain deckt auf: Rechte KandidatInnen im Bezirk

Fazit für alle die den langen Text nicht lesen wollen
NPD: 3 Nazis treten an. Keiner von denen ist in Friedrichshain gemeldet oder war schon mal hier. Mit Enrico Domroese wurde ein Hammerskin und mit Matthias Faust immerhin der Vizevorsitzende der Partei ins rennen geschickt. Vergeblich. Von Wahlkampf der NPD war in Friedrichshain-Kreuzberg wenig zu spühren – wenn wir von der militanten „Ausländer Raus“-Kampagne der Kameradschaftler mal absehen.

Pro Deutschland: Augen reiben! Was sind das bloß für Leute, die da verpflichtet wurden? Ex-CDU und Republikaner, unbekannte Renter, fundamentalistische Christen und ein halbwegs bekannter Schauspieler. Dafür war der Wahlkampf pompös. gleich zwei größere Veranstaltungen, zahlreiche Stände, tausende Plakate und Postwurfsendungen mit islamfeindlichen paranoiden Inhalt. Was hat die Partei nur gegen diesen Bezirk?

„Die Freiheit“: Schlecht mobilisiert durfte „Die Freiheit“ nur eine kleine Liste aufstellen. Darauf tummeln sich aber ziemlich prominente Gestalten. Der „Danke Thilo!“-Mann, ein erfolgreicher Grafiker und ein halbwegs bekannter Regisseur und der Ex-FDPler Edgar Glatzel, der den Bezirksverband der Liberalen, sowie seinen BVV-Sitz zugunsten der Freiheit verließ. Materialschlacht ähnlich wie „Pro“ mit Fokus auf Plakate.

Was das nur für Leute?

Rechte KandidatInnen für die Berlin-Wahlen in Friedrichshain-Kreuzberg

Einiges musste mensch sich im Wahlkampf 2011 gefallen lassen. Die NPD will wieder „Gas geben“, die neue rechtspopulistische Partei „Pro Deutschland“ spricht von einer „Hauptstadt der Angst“ und instrumentalisiert den SPD-Rechtsabweichler Sarrazin für sich; und die v.a. islamfeindliche Partei „Die Freiheit“ bietet ihren einzigen Trumpf, den ehemaligen CDUler und noch Mitglied des Abgeordnetenhauses Rene Stadtkewitz an. Drei rechte Parteien mit großem Geltungsdrang, die sich auch öfters in Friedrichshain-Kreuzberg blicken ließen.
Der erste große Run begann bei der Sammlung von Unterschriften für den Wahlantritt. Vor allem mit Wahlkampfständen am SEZ (Landsberger Ecke Danziger), RingCenter und am Mehringdamm machte „Pro Deutschland“ auf sich aufmerksam. Außerdem führte die Partei eine Kundgebung am Frankfurter Tor (Motto „Kreuzberg: Demokratiefreie Zone?“) durch – ausgerechnet am 17. Juni – von 300 Gegendemonstranten bedrängt und von der Polizei eingegittert. Eine durchgeklagte Wahlkampfveranstaltung im Kreuzberger Rathaus am 30. Juni musste ausfallen weil hunderte GegnerInnen den Eingang blockiert hielten. Bereits im Februar und März hatte „Pro-Deutschland“ islamfeindliche Postkarten in Friedrichshain gesteckt.
„Die Freiheit“ hatte zu wenige Mitstreiter um solch eine Tour auf die Beine zu stellen und schaffte es nicht in Friedrichshain genügend Unterschriften einzusammeln. Angeblich hat sich im März der Ortsverband der Partei gegründet. Für Erstaunen sorgte der FDP-Bezirksverordnete Edgar Glatzel aus Friedrichshain-Kreuzberg der im April zur „Die Freiheit“ überlief und auch bei kleineren Verteilaktionen auf der Skalitzerstraße anzutreffen war.
„Pro Deutschland“ und „Die Freiheit“ plakatierten intensiver an der Landsberger Allee, Karl Marx Allee, auf der Oberbaumbrücke und am anderen Spreeufer in der Köpenicker Straße.
Und die NPD? Bei der groß angekündigten NPD-Plakatieraktion in der Nacht auf den 8. August blieb Friedrichshain, bis auf die Landsberger Allee, verschont. Außerdem provozierte die NPD in Kreuzberg mit Plakaten in der Stresemannstraße, bei der Moschee am Columbiadamm („Guten Heimflug“) und vor dem Jüdischen Museum. Eine Häufung von NPD-Aufklbern war um den Strausberger Paltz zu verzeichnen.
Ein weiterer Aspekt sind nicht-legale Aktionen, die den NPD-Wahlkampf unterstützen sollten. Darunter fällt z.B. der Angriff auf das Büro der Linken-Abgeordneten Halina Wawzyniak im Mai, sowie ein Aufmarsch von „Autonomen Nationalisten“ unter dem Motto „Ausländer raus“ ebenfalls im Mai am Mehringdamm. Schon im April hatten Neonazis am RingCenter eine spontane Kundgebung abgehalten und Flyer zur sog. „Ausländer-Raus-Kampagne“ verteilt.

Die KandidatInnen in Friedrichshain-Kreuzberg

NPD (keiner der Bezirkskandidaten steht auf der Landesliste der Partei)

1. Matthias Faust, 1971, wohnt angeblich in der NPD-Bundeszentrale in Köpenick.
Der Hamburger Matthias Faust war bis zur Fusion von DVU und NPD der Bundesvorsitzende der DVU und machte sich mit dem Pakt in den eigenen Reihen ziemlich unbeliebt (von Korruptionsvorwürfen, Zivilklagen bis hin zur Klage gegen die Parteifusion). Seine politische Karriere begann er bei der Jungen Union, war dann bei der CDU und wechselte mit 30 Jahren zu den Republikanern. 2005 trat er der NPD und 2007 der DVU bei. Zur Europawahl 2009 trat er in Friedrichshain für die DVU an und erhielt 189 Stimmen. Derweil ist er stellvertretender NPD-Bundesvorsitzende und damit Redner auf allen größeren Aufmärschen. Aber auch in der NPD ist er umstritten weil er seine Privatinsolvenz durch die NPD auffangen lässt. Im Mai 2011 trat er erfolglos als Spitzenkandidat der NPD zur Bremer Bürgerschaftswahl an.

2. Enrico Domroese, 1972, wohnt in der Delbrückstraße in Neukölln
Domroese kommt wohl aus Mecklenburg-Vorpommern und lebt schon länger in Berlin. Er bezeichnet sich als Ex-Hammerskin („Berliner Bruderschaft“) und hat 2006 angeblich versucht über Exit auszusteigen. Er hat den Kontakt dann aber wieder abgebrochen und ist nunmehr für die NPD aktiv. Markant: Seine Arme und Oberkörper sind übersät mit Tattoos (unter anderem die verbotene Odal-Rune, Hammerskin-Zeichen usw.). Seine Freundin Simona Moser wohnt mit ihm zusammen und betreibt einen Friseursalon in Mitte.

3. Leo Hauger, 1946, Mechaniker, wohnt in der Grünthaler Straße im Wedding.

„Pro-Deutschland“

1. Helmut und Ingried Richter; 1934/1936, Bauingenieur/Kauffrau, wohnen zusammen in der Pintschstr. in Friedrichshain.
Das Ehepaar tritt auf den Listen zur BVV-Wahl an. Helmut war zunächst Vorsitzender des Friedrichshainer Kreisverbandes und sprach am 17. Juni am Frankfurter Tor als Redner.

2. Claus-Peter Blank, 1972, Industriemechaniker, wohnt in der Obstallee in Spandau
Peter Blank hat einen Vater, der den gleichen Namen trägt. Dieser ist Rentner und hat bei der letzten Berlin-Wahl 2006 immerhin 4,8% für die Republikaner in Reinickendorf geholt. Daran will der der Sohn anscheinend anknüpfen und übernahm kurz nach der Kreisverbandsgründung den Friedrichshainer Verband als Vorsitzender.

3. Manfred Holländer, 1936, Dipl.-Ing.; Lemkestraße in Mahlsdorf
Einer der aktiven Wahlkämpfer. Wenig Stände bei denen er nicht dabei war.

4. Wolfgang Slobidnyk, 1946, Bauunternehmer aus dem Treppendorfer Weg in Grünau,
Wurde von der CDU 1998 fast als Baustadtrat von Köpenick nominiert. Sein Unternehmen ist in der Kiefholzstraße in Baumschulenweg.

5. Harald Hofbauer, 1956, Schauspieler, wohnhaft in der Waldemarstraße in Kreuzberg,
Hofbauer hat in Wien Schauspiel studiert und war in zahlreichen Hauptrollen (Agentur AMT) und in Filmen zu sehen. In Berlin (Agentur ZAV) scheint es aber nicht so gut zu laufen. Seine Eigentumswohnung in Kreuzberg will er gerade wieder loswerden und betätigt sich dafür als Makler.

6. Cornelius Berghout, Treskowstr. in Tegel Jahrgang 1961, Altenpfleger.
Berghout ist mit 25 von Holland nach Süddeutschland und 1994 dann nach Berlin gezogen. Er ist gläubiger Christ einer Freikirche und arbeitet als Dauernachtwache in einer Senioren Wohngemeinschaft. Er betreibt die Bekehrungsplattform „freizeitpark-neues-land.org“ und schreibt Artikel für „glaube.de“. Er hat den Aufruf von Stop-The-Bomb und „gegen die Zustimmung Deutschlands zur Verurteilung Israels im UN-Sicherheitsrat“ unterschrieben.

7. Dorothea Steffen, 1951, Lehrerin, Hönower Straße (Treptow-Köpenick)
Hat die Anti-Bildungs-Kampagne „Staatliche Sexualisierung der Kindheit – Schützt uns davor!“ gestartet und kommt aus dem christlich-fundamentalistischen Spektrum. Sie arbeitet in einer Grundschule des Kinderhilfswerkes „Die Arche“. Ihr Mann Dieter Steffen war Landesvorsitzender der Partei „Arbeit, Umwelt, Familie“ (AUF). Er taucht seit November 2010 bei Pro-Deutschland Veranstaltungen auf, fischte aber schon vorher als Christ in den Gewässern des antimuslimischen Rassismus. 2005 stand er auf der Bundestagsliste der Bibeltreuen Christen in Sachsen-Anhalt. Dieter steht nun für „Pro-Deutschland“ in Pankow zur Wahl und sprach auf der Kundgebung am 17. Juni am Frankfurter Tor. Auch der gemeinsame Sohn David Steffen ist Kandidat für „Pro Deutschland“ in Reinickendorf.

Die Freiheit (treten nur mit Bezirkswahlliste an, weil sie zu wenig Unterschriften gesammelt haben)


1. Markus Hoppe
, Dr. der Physik, 1971, Direktkandidat, gemeldet in der Parteizentrale der „Freiheit“ in der Storkowerstr. 158 in Lichtenberg
Hoppe ist der Mann hinter dem Schild „Danke Thilo! www.pi-news.net“, dass er überall in die Kameras hält. Laut Angaben seiner Parteifreunde ist er seit Jahren auf Hartz 4.

2. Edgar Glatzel, 1945, Lehrer, gemeldet in der Parteizentrale von „Die Freiheit“
Glatzel ist im April von der FDP zur „Freiheit“ übergelaufen. Damit fiel auch sein BVV-Platz für den Rest der Legislatur weg. 2008 hat er ähnliches gebracht – das langjährige BVV-Mitglied in Friedrichshain-Kreuzberg war als Fraktionsvorsitzender der CDU in der BVV und wechselte unvermittelt zur FDP. Er war damals einer der großen Kritiker des Bürgerhaushalts und von Entwicklungshilfe.

3. Richard Weis, 1964, Grafiker, wohnt in der Simplonstraße in Friedrichshain
Weis betreibt das Grafikbüro Piccobello in der Möckernstraße. In den letzten Jahren hat er den Sitz viermal gewechselt. Größere Auftraggeber sind KLUWE, Siemens, Bertelsmann, Ärzte ohne Grenzen und die FDP-Kampagne zur Bundestagswahl in Hessen 2009.

4. Frank Damköhler, 1965, Elektroniker, Matternstraße in Friedrichshain

5. Gernot Runge, 1949, Theaterregisseur, wohnt an der Hasenheide in Kreuzberg
Runge hat bis 2006 in rund 30 Fernseh- und Kinoproduktionen, vor allem für öffentlich-rechtliche Auftraggeber als Regieassistent gearbeitet. Seine Karriere liegt hinter ihm. Er macht noch kleinere Produktionen für Hörfunk und Theater. Als Arbeitsorte gibt er München, Wien und Berlin an.

Antifa Friedrichshain
(September 2011)

Zum Weiterlesen:
Apabiz (August 2011): Personal, Programme und Wahlkampfaktivitäten von NPD, Pro Deutschland und Die Freiheit
Indymedia (Juli 2011) „Hintergrund zur Pro-Blockade in Xberg“
Indymedia (Juni 2011) „Pro Deutschland vs. Friedrichshain“

Woche der Widerspenstigen 9.-18. September

Unter dem Motto: „Geschichte wird gemacht!“ findet vom 9.-18.09.2011 in Berlin eine Veranstaltungswoche zu 30 Jahren Mietkampf und Hausbesetzerbewegung statt. Ex-BesetzerInnen aus den 80ern und AktivistInnen von heute schlagen eine Brücke zwischen damals und heute. Viel von dem, was die Besetzerbewegung damals angetrieben hat, ist weiterhin von Bedeutung: Der Kampf um Freiräume und gegen Wohnraum-Vernichtung und Spekulation; der Traum von einem selbstbestimmten Leben in Häusern, Projekten und Kollektiven; das Bedürfnis, hier und jetzt deutliche Zeichen zu setzen gegenüber dem allseits präsenten Diktat der Profitmaximierung.

Montag, 12.9. 17 Uhr Vortrag mit Diskussion (X-B-Liebig, Liebigstr. 34 Fhain U-Bhf Frankfurter Tor)
„Gewollte Gentrifizierung-and the investor takes it all“

Dass die Reichen in unserer Gesellschaft reicher und reicher, die Armen aber ärmer und ärmer werden wird inzwischen vielseits anerkannt. Wie das zu allem Überfluss entgegen von Lippenbekenntnissen aller Coleur staatlich garantiert und gefördert wird, werden wir am Beispiel der Immobilienwirtschaft verdeutlichen. Es geht aber nicht um Gentrifizierung an sich, sondern um Prozesse, welche Gentrifizierung auslösen und vorantreiben.
Dabei werden folgende Fragen beantwortet: Was ist ein Steuersparmodell? Wie funktioniert ein Abschreibungsmodell? Was ist ein geschlossener Immobilienfonds? Und warum lohnt sich das alles besonders gut für Bezieher_innen der obersten Einkommen, während Bezieher_innen mittlerer Einkommen davon nur mittelmäßig profitieren? Auf der anderen Seite sehen Sozialleistungen so aus, als wären es soziale Errungenschaften, jedoch sichern diese nur die Einnahmen der ‘Investoren’.

Komplettes Programm unter: www.geschichte-wird-gemacht.net

Infopunkt: Mehringhof (Gneisenaustr.2a)/ 2. Hof (Aufgang rechts) Blauer Salon – als Anlaufpunkt für Interessierte, Desorientierte, Wohlorganisierte etc. von Fr. den 09.09 bis So. den 18.09: Sa-So 12.00-19.00 Uhr Mo-Fr 15.00-19.00 Uhr