Archiv für Juli 2011

Filme „Action in Asia“ am 26. Juli im Hofkino

Japan inside – 3 Kurzdokus über die gesellschaftliche Situation in Japan: Anti-Atom – Obdachlosigkeit – Prekariat*
Die drei Kurzdokumentationen stammen alle aus Japan und verbinden sich zudem durch den roten Faden Widerstand gegen die Arbeits- und Lebensverhältnisse in diesem Land.
Der erste Film zeigt den Lebensalltag von obdachlosen Arbeitern in Japans Metropolen. Von diesen Taglöhnern werden momentan im Auftrag von Sub-Sub-Unternehmen auch die sogenannten „Genpatsu Gypsies“ oder „Atomnomaden“ rekrutiert, die unter prekärsten Umständen versuchen die Katastrophe in Fukushima zu bekämpfen.
Um Prekarität geht es auch im zweiten Film über eine japanische Gewerkschaft, die von Freetern für Freeter gegründet wurde und positive Beispiele für Arbeitskämpfe mit Empowerment zeigt.
Im dritten Film des Abends geht es um die inzwischen fast 60-jährige Geschichte der Anti-Atom-Bewegung in Japan, die von den deutschen Mainstream-Medien bisher anscheinend noch nicht entdeckt worden ist. (mehr…)

Sommerkino XB-Liebig

„cinema de backyard 2011″

Sommerkino im Hinterhof der Liebig34
Ab 5. Juli bis 30. August jeden Dienstag ab 21 Uhr (mit VoKü)

Flyer (PDF 700kb) und Programm (mehr…)

Kameras in Justus von Liebig Grundschule

Rigaer94 äußert sich zu den Kameras die auf die umliegenden Dächer gerichtet waren

Vor ein paar Tagen entdeckten wir in einigen Dachfenstern bei uns gegenüber in der Justus von Liebig Grundschule eine Installation der Bullen. Sie haben diverse Kameras und vermutlich Nachtsichttechnik angebracht und filmen unser Dach, einige Wohnräume und wahrscheinlich auch einige Wohnungen unserer NachbarInnen. Es kotzt uns an!
Dennoch ist uns auch klar dass es Repression mit sich bringt, sich eindeutig gegen diesen Scheiss-Staat zu positionieren. Davon lassen wir uns jedoch nicht einschüchtern und fordern den sofortigen Abzug der Überwachung von uns und unsere NachbarInnen. Der Versuch der Bullen zeigt, dass die Repressionsorgane in diesem Land willkürlich arbeiten und auch vor dem Schutz der Privatsphäre nicht halt machen. Sie verstecken sich in einer Grundschule, also in einer öffentlichen Einrichtung, um einen ganzen Wohnblock zu überwachen. Damit macht ihr euch in diesem Kiez sicher nicht mehr Freunde, die ihr hier ohnehin nicht habt.
Schon im Zuge der medialen Hetze im Vorfeld der Räumung der Liebig14 hatten diverse Medien wie die B.Z. und der Tagesspiegel versucht, die Eltern und Kinder als Druckmittel zu benutzen. Von „Terror“ und „Angst“ war die Rede. Kinder hätten Angst auf dem Schulweg und Eltern müssten ihre Kinder immer öfter persönlich abholen. Wir sehen dies immernoch als lächerlich an, denn wir wissen, dass die Kinder unserer NachbarInnen dort zur Schule gehen und wissen von deren Eltern, dass sie sich nicht von der Lebensweise in dieser Gegend bedroht fühlen. Wir können uns nicht vorstellen, dass die Kameras installiert wurden, ohne die Schulleitung zu informieren. Wir fordern daher den Schulleiter Wolfgang Waldeyer auf, dem Überwachungstreiben ein sofortiges Ende zu bereiten. Es ist nicht akzeptabel, dass wir und unsere NachbarInnen von Ihrem Gebäude aus observiert werden.
Machen wir uns nichts vor, es wird sicher weitere Kameras in der Umgebung geben, vielleicht auch in der einen oder anderen Privatwohnung, in Ritzen und dunkeln Ecken. Wir fordern euch alle auf, die Augen offen zu halten und Wachsam zu sein. Sucht nach weiteren Kameras und passt auf wenn Zivischweine in der Gegend rumschleichen und sich rumtreiben. Gebt uns bescheid und auch Anderen in eurer Umgebung.
Ausserdem wollen wir unserem Gegenüber eine Ansage machen: Wir lassen uns nicht einschüchtern, wir wissen das ihr Scheisse seid und werden uns unser Mundwerk nicht verbieten lassen und auch unser Handeln nicht einstellen. Wir sehen auch, dass euch genau das ein Dorn im Auge ist und deshalb werden wir tiefer bohren. Eure noch zornigere Rigaer94

UPDATE +++ 08.07.2011 +++ UPDATE
Die Kameras wurden heute entfernt, nachdem wir erste Pressegespräche geführt haben. Vermutlich ist die Firma Horch und Guck sich über die rechtliche Situation ihrer Maaßnahmen nicht ganz so sicher.