Gewaltspirale Berlin

„Solange in Hoyerswerda keine Asylantenheime brennen, habe ich keine Probleme mit brennenden Autos“ Das kleine A hinterm § 306 StGB. Mölln, was war das eigentlich und was ging danach? Verfehlte Politik und Politik die verfehlt. Ein Strom der Entrüstung, gegen Gewalt.
„Autonome und Neonazis auf demselben brutalen Niveau“ Was will der Innensenator Körting sagen, wenn er mitteilt keine zwanziger Jahre Zustände zu mögen? Die SPD-Polizei soll doch bitte aufhören, Aufstände niederzuschlagen und Rädelsführer umzubringen? Drei Jahre Haft und ein Roter weniger? „Das bisschen Totschlag bringt uns nicht gleich um“ … Und wenn Horst Wessel, Sturmführer bei der SA Friedrichshain, sich nicht vom jüdischen Arzt behandeln lassen will und tatsächlich an einer Bleivergiftung stirbt? Die besetzten Häuser der Mainzer Straße bis in den zweiten Stock Hasendraht die Fenster schmücken lässt, damit der Molotowcocktail sich erst durch den Holzrahmen fressen muss bis das Schlafgemach in Flammen steht? Und dann kommt die Polizei und spricht von Vietcong ähnlicher Verbarrikadierung. „Konsens statt Gewalt“ will die TAZ: Konsens gegen eine Ideologie und nicht Versehrung von Personen und wähnt schon den Bruch der Emanzipation durch „plumpe Selbstermächtigung“. Labber nisch, Litschko! Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipare: einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus dem mancipium, der „feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit zu entlassen.1 Schmach Konsens, aber manchmal muss man halt Kiesinger ohrfeigen.

Heraus mit der Sprache! Warum diese Gewalt gegen Nazis? Wegen Auschwitz oder weil dir die Faust juckt? Wer ehrlich ist, weiß worum es geht, ging und gehen wird und verliert es trotz dem Gerede der Gewaltspiralen nicht aus den Augen.

Jahre über Jahre stellt man für diesen Kampf Informationen zur Verfügung und es scheint nur Zeitverschwendung. Deshalb entsprechend der Losung „Kein Gerede nur die Tat“ beschränkt man sich auf steile Thesen, lehnt sich verkrampft zurück und lässt sich durch andere lieber wiederlegen, als selbst nur ungehört, ja innerlich zu migrieren.

Anhang…
t – 100 tote 1992
Besetzer_innen Zeitung 26.11.1992

Weihnachts Nasty neigbourgh 2005 (Stressfaktor), der achso böse Steckbrief. Völlig verschweigend, dass Schmidtke sich auch um inhaftierte von der Gesellschaft ausgrenzte Personen kümmert und ihn wieder eine Möglichkeit geben möchte sich in die Gesellschaft zu integrieren. Und Katzen mag er auch.2 und wie alle wissen „wer Katzen + Deutschland mag, kann kein schlechter Mensch sein“

Begonnen hat Sebastian seine politische Karriere schon auf dem Schulhof in Eggersdorf bei Strausberg, wo er mit seinem Kumpel Falko, Sohn der Brandenburgischen DVU Kandidatin Liane Hesselbarth, Angst und Schrecken verbreitete. Recht zügig übernahm er im Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS), einer bundesweit agierenden traditionalistisch NS-verherrlichenden Organisation, die „Sozialistische Zelle Strausberg (Nationaler Widerstand)“. Viele KDS-Aufkleber in Brandenburg tragen daher sein V.i.s.d.P.
Seit Mitte 2003 gab er auch die „Zwischenwelt. Nationalrevolutionäre Streitschrift“, ein „kleines antiimperialistisch-nationalistisches Querfrontblättchen“, im von Michael Koth geleiteten KDS-Gau Berlin/Brandenburg, heraus. Der Märkische Heimatschutz (MHS) bot ihm aber mehr Action und so brach Sebastian organisatorisch mit dem KDS und schloss sich den losen Zusammenhängen der Berlin/Brandenburger Kameradschaftsszene an.
Durch MHS Leute wie Gordon Reinholz lernte er Strukturen aufzubauen und durch die verstärkte Zusammenarbeit des MHS mit den Berliner Kameradschaften BASO und Tor begann er auch in Berlin Politik zu machen. So meldete er in Berlin zahlreiche Naziaufmärsche an (1) und versucht sich bundesweit durch Auftritte als Redner bei Neonaziaufmärschen als Kader zu etablieren (2).
Sebastian ist außerdem einer der übelsten Style-Verbrecher in der Neonaziszene, er trug Palästinensertuch – was seinen Antisemitismus kennzeichnen sollte – und war einer der ersten, der auf Demos Che Guevara T-Shirt überstreifte. Nicht weil er Revolutionen cool findet sondern, um an den angeblich nationalsozialistisch intendierten Befreiungskampf in Lateinamerika der 60er Jahre anzudocken.
So verdreht sein Geschichtsbild auch sein mag, er ist durch einfache körperliche Straßengewalt zu einer ernsthaften Gefahr für Linke geworden. So griff er im Juni 2004 mit BASO-Chef Rene Bethage im Treptower Park einen Jugendlichen völlig grundlos an und beteiligte sich mit seinem MHS-Kollegen Andreas Thürmann (Johannisthal) an einem organisierten bewaffneten Angriff auf eine Antifa-Infoveranstaltung im Jugendclub „Cafe“ in der Köpenicker Seelenbinderstraße.
Zuletzt trat er auf einer Gegenkundgebung zur diesjährigen Silvio-Meier-Demo in Lichtenberg am 19.11.2005 vor der Kneipe Kiste in der Weitlingstraße 44 mit dem Spruch „Linkes Gezeter – 9 Millimeter“ in Erscheinung.

In Berlin zog er mit Freundin Ines Wegner (BASO) in die gemeinsame Wohnung in der Platte in Prenzlauer Berg. Diese Wohnung sollte auch als Verteilstelle für die bundesweite Neonazischülerzeitung „Invers“ dienen (wurde letztendlich von Antifas bundesweit geschreddert)..

Wir fordern dass seine Nachbarn ihn mal besuchen und ein paar Stunden Geschichtsunterricht erteilen! Neonazikader wie Sebastian Schmidtke haben kein Recht auf Privatsphäre. Big Brother is watching you Vogel!!

(1) z.B. 18.08.2005 „Gegen Geheimdienste und Gesinnungsjustiz“ vom S-Bhf-Frankfurter Allee nach Lichtenberg // 17.08.2005 Gegen den Straftatbestand Volksverhetzung vom Alexanderplatz zur Jannowitbrücke // 03.12.2005 „Für ein nationales Jugendzentrum“ in Schöneweide
(2) Seine bundesweiten Ambitionen sind durch den Hack des Neonaziforums Freier Widerstand offengelegt – sein Nickname war Exilberliner.
Quelle: Stressfaktor // Dezember 2005

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Emanzipation [zurück]
  2. http://www.youtube.com/watch?v=LRY-mrjaUCo [zurück]