Buch der Woche: „Beton brennt“

Hausbesetzer und Selbstverwaltung im Berlin, Wien und Zürich der 80er von Andreas Suttner

Unsere WERTVOLLE Meinung:
Stadtumstrukturierung, Mieterspiegel, Verdrängung. Alles schon gehabt, alles schon geseh‘n, gefällt ma nich. Wer keine Lust hat sich in alten Interims Artikel rauszusuchen mit Themen „Kein Neukölln für Faschos und Bonzen“ und anderem, nicht die dritte WIR BLEIBEN ALLE Kampagne starten möchte, kein Spass hat von WG-Hausbewohner aus Kreuzberg mit Sauna und beheizter Dachterrasse sich das Kämpfen lehren zu lassen, kann sich selbst mal ein Bild machen wie Gentrifi-Dingsbums entgegen gewirkt werden konnte. Unter welchen Umständen und mit welchen Mitteln. Alternative Kultur ist keine Vernissage im aufgebrochenen Kohlekeller, vielleicht doch. Broken Window oder Filz im Fensterloch.
Eine gute Grundlage seinem Bekennerschreiben Inhalt oder Adressenten zu gönnen, vertiefte Unterhaltungen an der Feuertonne zu führen oder sich selbst zumindest ein gutes Gewissen zu zureden, wenn man wieder betrunken andere als „Schwaben“ verunglimpft.

Inhalt:
Gegenstand dieses Buches ist die Gegenkultur Anfang der 80er Jahre. Die Neue Soziale Bewegung in ihrer Ausprägung als Jugendbewegung in Zürich, Hausbesetzer-Bewegung in Berlin und Burggarten-Bewegung in Wien übten Kritik am forcierten Ausbau der modernen Stadt und setzten sich dadurch genauer mit den Institutionen ihrer Städte auseinander. Demonstrationen, die Ausbildung eigener Organisierungsmuster, die Etablierung autonomer Orte und die Kommunikation durch alternative Medien führten zu einem Umbruch. Das Buch geht der Frage nach, inwieweit diese gegenkulturelle Bewegung auch die Institutionen zum Umdenken bewegte.

Reinlesen:

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