21.8. Fuckparade in Berlin

Alle Jahre wieder im August ist dieses Wummern schon in der Ferne zu hören: die amtsälteste Parade Berlins rollt mit 16 Soundsystemen in die Stadt. Protestiert wird für persönliche und politische Freiheit, für eine Liberalisierung in der Drogenpolitik, für Zwischennutzung und Freiräume – und natürlich gegen die ganze verdammte Umstrukturierung der Stadt in einen blitzblanken videoüberwachten ICE-Bahnhof.

Die Fuckparade versteht sich als offener Interessenverbund politisch und subkulturell aktiver Künstler und Gruppierungen der unterschiedlichsten Musik- und Kunstszenen. Sie ist uneingeschränkt jedem zugänglich, der kulturelle Vielfalt, persönliche Freiheit und gesellschaftliche Toleranz als grundlegende Wertvorstellungen teilt und verbreitet. Gleichzeitig distanziert sich die Fuckparade ausdrücklich von Ausgrenzung, Intoleranz und Faschismus.
Jede Party ist politisch, auch ohne Transparente und Flugblätter. Politisch ist der Umgang der Leute miteinander: Gemeinschaftlich oder sind alle auf einem Ego-Trip? Politisch ist, ob es bei einer Party um die Community geht oder nur um Profit. Politisch ist auch das Verhältnis zur Natur bei einem Open-Air: Bleiben Müllberge zurück? Politisch sind Parties auf denen in Straßen, in Sparkassen und in Konzernzentralen für Veränderung und gegen Gentrifizierung getanzt wird. Und politisch sind Parties, die sich bewusst Kommerz, Konsum und Kontrolle widersetzen. Parties, die zu einem wirklichen Freiraum werden.

Fuckparade 2010 | 21. August | 14 Uhr Leipziger Platz | fuckparade.org

und danach:
14.00 Uhr | Weisestrasse (Neukölln) Strassenfest „Wir bleiben hier!“
15.00 Uhr | Supamolly (Jessnerstr) Strassenfest
16.00 Uhr | Kinzig9 Hoffest