Körting sagt: Was wir machen, was wir sollen, was wir müssen, was wir tun…

Wohin wir gehen, mit wem wir reden, wo wir wohn, wie wir sind, weshalb wir lachen, was wir sagen, wielang wir schlafen, wer uns aufregt, wobei wir weinen, warum wir trinken, wieviel wir rauchen, wie wir euch finden, was wir denken, wofür wir kämpfen, wen wir hassen, wie wir feiern, woher wir kommen, wieso wir wählen …

Alles, was wir tun und lassen, steht in der Studie „Linke Gewalt in Berlin“, die der Berliner Innensenat (Abt. Verfassungsschutz) zusammen mit dem Landeskriminalamt am 11. November vorgestellt hat. Auf 80 großzügig gestalteten Seiten mit immerhin 51 Abbildungen wird versucht einen neuen Typus von linkem gewaltorientierten Aktivismus auszumachen. „Entäuschend, bis beschähmend“ so das Urteil des Lesekreises, der gestern Abend im Infoladen zusammenkam. „Solange Ehrhart auch Bommi auf seiner Seite hat, wundert mich gar nix mehr“. Soll das jetzt das Gesprächsangebot von Peter Trapp sein oder der Versuch von Körting die PorschefahrerInnen zu besänftigen? Im Hintergrund: „… Also lasst uns in Ruhe, lasst uns gehn, und unseren weg alleine machen, wir bleiben lieber einsam als mit euch über eure schlechten Witze zu lachen.

Was sagt die TAZ?

Die vielleicht wichtigste Zahl findet sich fast am Ende der Studie: Im Schnitt werden in Berlin jährlich 44.200 Körperverletzungen angezeigt, heißt es dort. Auf jede linke Gewalttat kommen somit rund 300 „normale“ Körperverletzungsdelikte. Der Vergleich zeigt jedoch mehr als deutlich, dass das Thema linke Gewalt längst nicht so brennend ist, wie es mancher wohl gern hätte.

Die taz lädt zur öffentlichen Disskussion: „Wo brennt’s? – Gentrifizierung und wie man sie bekämpfern kann“. mit Benedikt Lux, Tim Laumeyer, Christoph Villinger, Felix Lee.
Mittwoch, 18.November 2009, 19.30 Uhr, tazcafé, Rudi-Dutschke Str . 23, 10969 Berlin

Neuerdings soll sogar das Plakatieren in der Rigaerstraße unter Strafe gestellt sein. Eine Ära geht zuende.

Und jetzt das!
Für dieses Wochenende ist in Berlin ein Veranstaltungs-Doppelpack angekündigt, bei dem Strategien gegen steigende Mieten und für eine alternative Wohnungspolitik diskutiert und zusammengebracht werden sollen. Angesprochen werden besonders all jene, die im Bereich der aktuellen Auseinandersetzungen um steigende Mieten, Aufwertung von Stadtteilen und große Bauprojekte aktiv sind (oder es werden wollen).


1 Antwort auf “Körting sagt: Was wir machen, was wir sollen, was wir müssen, was wir tun…”


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