Archiv für August 2009

Suppenfest: Antikommerziell und deshalb supercool

Das Friedrichshainer Suppe & Mucke gestern war ein Beweis dafür, dass nicht-kommerzielle Veranstaltungen auch groß, gut organisiert, politisch interessant, toll besucht, kulturell heterogen und stadtteilpolitisch relevant sein können. Dass parallel 600 Antifas gegen den Thor-Steinar Laden bis nach Lichtenberg demonstriert sind hat dem Fest keinen Abbruch getan – die demonstranten kamen nach getaner Expedition gen Moskau nach.
„Schreibt doch mal ne Kritik!“ hieß es von einem aus dem Veranstalterkreis – uns fällt aber nichts ein, was wir kritisieren könnten. Zu dankbar sind wir für dieses Event. Zu solidarisch die Stimmung, zu bewusst das Publikum, zu kreativ die einzelnen Stände, zu gut die Bands, KleinkünstlerInnen und Kinderchöre. (mehr…)

Infocontainer gegen Tromsö

Gestern wurde ein Schiffscontainer direkt vor den Thor-Steinar-Laden „Tromsö“ in der Petersburgerstraße gesetzt und gestaltet. Ein Aufreger im Kiez kurz vor der Demo am Samstag. Dazu gibt es natürlich wieder ein Video.

Think Tank Daneben und die Zukunft

In Zusammenarbeit mit der Bertelsmannstiftung1 wurde eine Umfrage zum Thema „Jugend und die Zukunft der Welt“2 durchgeführt.
Also als Geißel der Menschheit und baldige Probleme wurde eruiert:

Zu den größten weltweiten Herausforderungen zählen die Jugendlichen das Armutsproblem (75 Prozent), Klimawandel und Umweltzerstörung (73 Prozent) sowie den Mangel an Nahrung und Trinkwasser (70 Prozent). Im Mittelfeld rangieren die Verknappung von Rohstoffen (58 Prozent), die Ausbreitung weltweiter Seuchen und Krankheiten (53 Prozent), die Verbreitung von Massen­vernichtungswaffen (49 Prozent) sowie Krieg und bewaffnete Konflikte (48 Prozent).

Doch Unstimmigkeiten in der Analyse…
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Mobivideo gegen Horrido und Tromsö

Eines der berühmten Mobilisierungsvideos. Diesmal für die Antifa-Demo am 29. August um 15 Uhr am Frankfurter Tor. Von Friedrichshain nach Lichtenberg. Rechte Klamottenläden schließen.

Die Verhältnisse zum Köcheln bringen


Am 28.09. kurz vor der Wasserschlacht werden wieder die alte Bündnisse mit dem Südkiez geschmiedet. In ewiger Allianz wird dieses Jahr zu Suppenkochwettbewerb und Musik geladen.

Und wir sind auch dabei mit Infotisch und Siegersuppe:

Ananas – Kichererbsen – Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
200 g Kichererbsen aus der Dose
3 Zwiebel(n)
1 Stange/n Lauch
250 g Ananas – Fruchtfleisch
2 EL Öl
400 ml Gemüsebrühe
50 g Kokoscreme
250 g Natur-Joghurt
250 ml Ananassaft
1 EL Currypulver
Salz
Crème fraiche
Die Kichererbsen gut abspülen. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, den Lauch in
Ringe schneiden und gründlich waschen. Die Ananas würfeln.
Die Zwiebeln in Öl anbraten. Brühe, Kokoscreme, Lauch und Kichererbsen zufügen und
einige Minuten kochen. Inzwischen Joghurt und Ananassaft mit 1 EL Zucker verrühren.
Currypulver und Ananas in Suppe geben, 5 min. leise kochen lassen.
Die Suppe von der Kochstelle ziehen und die Joghurtmischung unterrühren. Mit Salz und
Zucker abschmecken und noch einmal leicht erhitzen. Die Suppe portionieren und mit
einem Klecks Crème fraiche servieren.
Statt Kokoscreme und Brühe kann man auch einfach 150 ml Wasser, 400 ml Kokosmilch
und gekörnte Gemüsebrühe für 500 ml verwenden. Statt frischer Ananas geht natürlich
auch Ananas aus der Dose.

Was hat diese Frau nur gegen Friedrichshain-Kreuzberg?

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Vera Lengsfeld jetzige CDU-Bundestagskanidatin und ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin verlor am 9. November 1989 ähnlich wie Erich Mielke ihr Ideal. Sie hatte keinen Fortschritt mehr zu erringen und seiner war verloren. Doch im Vergleich zu Erich weiß dies Vera Lengsfeld noch nicht.
Als anfängliche Friedensaktivistin und später evangelische Revolutionärin schaffte sie es SED-Parteiausschluss und ein Berufsverbot auf sich zu lasten sowie abschließend eine einmonatige Strafvollzugshaft mit anschließender Abschiebung im Februar 1988. Pünktlich wiederkehrend am Tag des Mauerfalls, dem Tag ihrer friedlichen Revolution, began sie sich der ihr vorher verwehrten Politikkarriere zu zuwenden. Mit Bündnis 90 und der Fusion mit den Grünen ließen sich ihre bürgerlichen Wertvorstellungen von Freiheit, Frieden und Umwelt gut vereinbaren. (mehr…)

Ihr habt die Wüste kultiviert…

Unser neues Video vom Kampf um ein paar grüne Pflanzen vor dem Laden