Berlins Sozialstruktur und Investitionen

Yeeah! Der neue Sozialstrukturatlas ist draußen und alle Bezirkspatrioten liefen gestern früh zu den Kiosken, um sich in ihrer Meinung zu bestätigen. Marzahn (viel weiter östlich von Friedrichshain als Lichtenberg, der wohl östlichste Bezirk den wir kennen) ist ein absoluter Absteiger-Bezirk (Kriterien: Einkommen, Bildungsabschlüsse, Gesundheitsstatus). Friedrichshain ist nicht mehr 12schlimmster sondern nur noch 10ärmster Bezirk Berlins. Ein paar Zahlen? In Friedrichshain-Kreuzberg haben 35 Prozent der arbeitenden Menschen weniger als 900 Euro monatlich auf ihrem Konto. Männer in Friedrichshain-Kreuzberg sterben im Durchschnitt vier Jahre früher, als in Charlottenburg-Wilmerdorf.

Letzte Woche wurde außerdem der Kiezatlas veröffentlicht. Nein, nicht noch eine Sozialstrukturanalyse, sondern mal was Praktisches: „Sie suchen Informationen über die umfangreichen Angebote für alle Altersgruppen aus den Bereichen Jugend, Soziales, Gesundheit, Bildung, Sport, Kultur u.v.a.m. im Bezirk?“

Der Bezirk lockt uns außerdem mit 45.000 Euro aus Landesmitteln für „ehrenamtliche Arbeit zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur“. Bis zu 2000 Euro für Sachmittel können von Projekten (nicht nur Vereine oder andere Körperschaften) bis zum 20.04. beantragt werden. Wie das geht steht auf den Seiten des Bezirksamts. Wäre doch eine gute Möglichkeit die Feuertonne vor dem XB in einen schönen Grillplatz zu verwandeln.

Was uns ganz besonders an den Nachrichten von gestern gefreut hat, ist leider nur eine Randsspalte wert. Friedrichshain-Kreuzberg ist der 1te Bezirk der geplante Investitionen des Bezirks umfänglich im Internet veröffentlichen will. Wegen Transparenz, Wirtschaftsförderung undso.