Archiv für Mai 2008

27.5.-1.6. Freiräumeaktionstage: Was ist geplant?

Los gehts schon am 22. Mai. Die Rigaer94 zieht die Action-Days bisschen vor und veranstaltet eine reißerische Demo um 16 Uhr am S-Bahnhof Warschauerstraße.
Unsere Kumpels von Media-Spree-Versenken werden nicht müde und beradeln am 29. Mai ab 16 Uhr kollektiv das Spreeufer. Treffpunkt ist am Heinrichplatz. Überzeugendes Zitat: „Es ist Zeit, dass die Wünsche die Wohnung verlassen und auf die Straße gehen.“
Auch unser Lieblingsgarten RosaRose hat zusammen mit anderen eine Info- & Diskussionsveranstaltung zum Entwicklungsstand beim Revaler Viereck, Nachbarschaftsgarten Rosa Rose, Wriezner Freiraumlabor und weiteren Freiraumprojekten. für den 30.5. ab 18 Uhr im RAW-Tempel organisiert.

Auf der Kampagnenseite zu den Actiondays gibt es einen unvollständigen Zeitplan zu den Aktionen, die laufen sollen. Weiteres erfahrt ihr auch beim Stressfaktor.

Über die Ereignisse wird euch die gesamten 5 Tage lang ein PiratInnenradio auf 95,2 MHZ informieren.

Am letzten Tag wird der Mauerpark in Prenzlauerberg (der Teil, der wie Mitte wirkt) unsicher gemacht: „Stoppt die Besatzung des P-Bergs durch Porno-Hippie-Schwaben, Sicherheitsdienste, Bullern und Überwachungsgeile Nachbarn!“

Rosa Gärtnerei – Neue Möglichkeiten?

Arbeit mehrere Jahre zerstört Im März wurde der Nachbarschaftsgarten Rosa Rose in der Friedrichshainer Kinzigstr. vom neuen Besitzer unter Polizeischutz verwüstet. Jetzt gibts ein Video von der Aktion.
Letzte Woche wurden Halteverbotsschilder angebracht, die Bauarbeiten ab 7. Mai bis endlos ankündigten.
Pünktlich morgens am Mittwoch kam denn auch der Bautrupp. Eine spontan organisierte Frühstücks-Blockade konnte die Fällung von Bäumen und die Plannierung des Gartens leider nicht verhindern. Wir dürfen gespannt sein, was sich die GärtnerInnen aus unserer Nachbarschaft sich noch so alles einfallen lassen. Aus der Politik gibt es wenig Unterstützung

Wie die GRÜNEN sich Bürgerschaftlches Gärtner-Engagement vorstellen sehen wir am Konzept der Bürgerparks Helsingforser Strasse.

“Auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs wird in den nächsten Jahren entlang der Helsingforser Strasse ein öffentlicher Park entstehen. In Fortführung der Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2005 und der dabei entwickelten Ideen, soll dieser Park gemeinsam mit Anwohnern, Schülern, Initiativen und lokalen Unternehmen realisiert werden. Projektträger ist das Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg. Ziel für die gemeinsame Produktion des öffentlichen Raumes ist die Aneignung und Nutzung der Fläche durch Menschen jeden Alters. Die Herausforderung besteht darin, einen für viele Funktionen offenen und die Lebensqualität im Quartier fördernden öffentlichen Freiraum zu gestalten. “

\"Bürgerpark\" entlang der Helsingforser Strasse

Bisher scheint sich niemand hier “Raum angeeignet” zu haben. Ein paar alte Plakate an den Wänden, interessante Wurzeln auf einem Haufen, und ein Schlackenbeet mit Spontangrün. Die Betonfläche läd aber auch vortrefflich zum „gestalten“ ein..

Deshalb: Scheiß auf den Bürgerpark – Wir wollen die Rosa Rose! – Rosenfest in Luhme mit „Rosa Rose“ am 5. Juli ab 14 Uhr

„Wir bleiben alle!“ nimmt Gestalt an..

Die Pläne für die Freiraumaktionstage in der letzten Maiwoche 2008 in Berlin werden langsam konkreter . Nach gewissen Engpässen bei den Vorbereitungen im Vorfeld des 1. Mai ist nun das Plakat zur Mobilisierung veröffentlicht. Auch die Website zu den Aktionstagen kommt langsam in Schwung. Angedacht waren die Tage noch von der Köpi. Weil die jetzt aber dauerhaft gesichert ist, wurde das Konzept auf die anderen Projekte in Berlin ausgeweitet.
Im Infoladen Daneben gibt es druckfrische Aufkleber und eine umfangreiche Broschüre zur Kampagne, Stadtumstrukturierung und Freiräumen.

Um auch mal in die Presse zu kommen hat wba kurz vor dem 1. Mai ein Nutzungskonzept für den Tempelhofer Flughafen vorgestellt. Maria Kron von „Wir bleiben Alle“ erläutert dazu: „Wir wollen, dass die Zäune wegkommen und die Menschen den neuen Stadtteil selbst organisiert besetzen können. Auf eine Ansiedlung kommerzieller Kultur oder geordneter Grünanlagen können wir getrost verzichten. Um den Ideen der Menschen genügend Platz zu bereiten, müssen zudem staatliche Zwänge wie etwa Bauverordnungen fallen gelassen werden.“

Zu einer ordentlichen Kampagne gehört auch ordentliche Mediennutzung. Das hat nicht nur das NewYorck mit seinem ersten Video-Newsletter verstanden, sondern auch wba. Und weil ja alles D.I.Y. (Do it Yourself) ist, hat das Bandkollektiv „Früchte des Zorns“ zur Kampagne einen Solisong mit Videoclip veröffentlicht.

Auch die Friedrichshainer GRÜNEN beteiligen sich an Aktionstagen gegen Stadtumbau:
Do, 22. Mai 2008, Diskussionsveranstaltung zum A 100-Ausbau 19.30 Uhr im Nachbarschaftshaus Centrum e. V. Cuvrystr. 13/14

Media-Spree getestet, spaziert, gefilmt, diskutiert und prämiert..

Geschlossene Gesellschaft am Spree-UferUnsere Freunde der Kampagne „Media-Spree-Versenken!“ haben mal die Uferpromenade östlich der Oberbaumbrücke (hinter Universal) getestet. Es war wieder das gewohnte Bild zu erleben: Wer nicht auf der Gästeliste von Universal Music steht, darf den “Uferwanderweg” nicht betreten, und zwar selbst dann nicht, wenn man ihn – wie auch einige andere – bereits fertige Abschnitte des Weges – hinter den vielen Zäunen und verschlossen Toren endlich findet, denn hier feiert nur eine Gesellschaft, namentlich die geschlossene.
Bis zu 1000 Menschen haben am erfolgreichen, dritten Kiezspaziergang des Initiativkreises am 19. April teilgenommen. Die Ankerthemen des informativen Spaziergangs waren Verdrängung und Stadtumbau. Dass der Widerstand gegen die vorherrschende Stadt- und Bezirkspolitik nicht nur zahlreich, sondern auch vielfältig und kreativ ist, ließ sich an den Schildern der Demonstrierenden ablesen. Auf dem Lausitzer Platz fand zudem eine queere Performance statt.
Eine Woche später an gleicher Stelle, platzte die Spekulationsblase! . AnwohnerInnen hatten um Hilfe zur Abwehr von Wohnrauminvestoren gebeten.

Und jetzt das:
Media-Spree-Versenken hat den Kurzfilmwettbewerb „Mediaspree wegspotten!“ ausgerufen. Es geht um Spots mit einer Länge von max. zwei Minuten, die in den Programmkinos des Bezirks laufen sollen. Die Spots sollen zum Ausdruck bringen, wieso es wichtig wäre, am Bürgerentscheid teilzunehmen und gegen Mediaspree zu stimmen. Die Filmchen (DVD) können eingereicht werden beim Offenen Montags-Treffen oder aber auf der „Filmgala“ am Freitag, 30.05.08, 22 Uhr in der Bar 25, Holzmarktstraße 25.
Nach den ersten Verhandlungen zwischen Bezirk und Initiative „Mediaspree versenken“ gehen beide Seiten davon aus, dass es am 13. Juli zum Bürgerentscheid kommt. Bis dahin ist Wahlkampf..

Nächste Termine der erfolgreichsten Kampagne des Jahres
- 15.05.08, 19 Uhr Ideenwerkstatt Strandbars: „Strandbars vs. Bürotürme – was ist besser für den Kiez?“, Ort: YAAM, Stralauer Platz 35
- 17.05.08, 22 Uhr Supamolly, Jessnerstr. 41: Soliparty für die Rettung der Spreeufer
- 20.05.08, 19 Uhr Ideenwerkstatt Kreuzberg: „Nutzung und Gestaltung der Kreuzberger Spreeufer“, Ort: L.U.X., Schlesische Str. 41
- 30.05.08, 22 Uhr Filmgala „See you on the red carpet“ des Filmwettbewerbs „Mediaspree wegspotten!“ in der Bar 25, Holzmarktstraße 25

Zum weiterlesen: IndymediaPRINTThema Stadtumbau.

PIMP2 – Freiräume in Mitte/Prenzlauer Berg

Vom 7. Mai bis 17. Juni machen dreißig Projekte aus dem Kiez ein vielseitiges Programm und unterstützen damit das Bündnis Wir bleiben alle!. Das Programm bietet Filme, Vorträge, Diskussionen, Workshops, Konzerte und Parties.
Wie das simple Wissen um die Struktur und Besonderheiten “unserer” Räume wieder breiter gestreut werden kann, ist ein weiteren Anliegen der Kampagne. Also der Frage nachzugehen warum „wir“ eigentlich alle bleiben müssen. ABRISS-Berlin macht sich darüber verstärkt Gedanken: „Frei wovon und für was?“