Rigaer78 – Zu früh gefreut

Anscheinend hat das Hauskollektiv der Rigaer78 es nicht geschafft die Bedingungen der Bank für einen Kredit zu erfüllen. Damit rückt der Hauskauf wieder in weitere Ferne und der Traum vom unsanierten selbstverwalteten Haus ebenfalls. Während die Hausbewohner die überteuerten Forderungen des Hauseigentümers dafür verantwortlich machen, sind die Kommentatoren auf Indymedia kritischer:

Ich hab nur meistens das Gefühl, ihr Berliner Hausis seit so verplant, dass ihr eine Chance nach der Anderen eure Projekte zu erhalten an die Wand fahrt. Und dann sind wieder die bösen Spekulanten, Bullen und Politiker Schuld, weil ihr glaubt, nicht nach „deren“ (=gesellschaftlich anerkannten) Regeln spielen zu müssen, weil ihr glaubt nen Projekt mit Militanz und Ignoranz verteidigen zu können.

Möglicherweise ist die Kritik berechtigt. Schon im Spetember 2006 wollten die Bewohner das Haus bei einer Versteigerung erwerben und scheiterten ebenfalls an der Kreditwürdigkeit: „Um jedoch einen Kredit aufnehmen zu können, müssen 20% Eigentanteil der geliehenen Summe aufgebracht werden. Dies entspricht 120.000 €. „

Obwohl schon im November 2007 die Verhandlungen mit dem Besitzer begannen, richtete sich die 78 erst im Februar – kurz vor Ablauf der Kauffrist – mit einem Spendenaufruf an die Öffentlichlichkeit. Dort hieß es noch „Stadtumstrukturierung mal anders – Rigaerstr.78″