Archiv für März 2008

Reclaim the Streets: Wir bleiben alle!

Wir, das sind die linken Haus- Wohn- Kulturprojekte und Wagenplätze der Stadt Berlins, die sich in einer gemeinsamen Kampagne mit ihrem Fortbestehen beschäftigen. Explizit eingeladen sind alle, die die Projekte schätzen lieben und nutzen gelernt haben und ein wenig beitragen wollen.
Heute wurde schonmal gezeigt, dass wir es ernst meinen. Ein kleines Reclaim The Streets mit 50 Personen, die friedlich Fußball in der Simon-Dach-Straße spielten, musste wegen polizeilicher Unterbindung nach 20 Minuten abgebrochen werden. Also sind alle ab nach Kreuzberg und haben das gleiche dort wiederholt. Bericht auf Indymedia
„Wir bleiben alle“ hat ein Forum eingerichtet wo ihr euch über die Aktion und generell zu den bedrohten Projekten äußern könnt. (mehr…)

Rosa Rose gibt nicht auf

Der Gemeindegarten wurde verkauft und soll nun bebaut werden. Der Besitzer des Geländes Steffen Kreutzer läßt sich trotz Kaufofferten der Garten-Nutzer nicht von seinem Vorhaben abhalten. Seine Frau Antje Kreutzer, die Bürgermeisterin im Brandenburgischen Luhme ist eine miese Wahlbetrügerin:

Nur wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und manchmal auch DIE EIGENEN INTERESSEN DEM WOHL DER GEMEINDE UNTERORDNEN, koennen wir für die Zukunft eine GEMEINDESTRUKTUR SCHAFFEN IN DER WIR UNS WOHLFUEHLEN und ein TEIL EINES GANZEN sind.

Schreibt sie im Wahlkampf und gewinnt auch noch.
Die Gartenpiraten machen gegen Steffen Kreutzer und seinen Bruder Thomas Kreutzer (TERRAPARK DENKMAL- UND ALTBAUERNEUERUNG GMBH, Krossenerstrasse 11, 10245 Berlin) unter dem Motto: „Die Kreutzer versenken!“ mobil.
Der wütende GärtnerInnenmob wartet nach Ostern jeden Morgen ab 6.30 Uhr mit Mistgabeln und harten Kartoffeln bewaffnet im Liberacion auf den Bautrupp. Ohne Secruity-Schergen wird das also nix mit der weiteren Verwüstung und Bebauung des Geländes neben der Kinzigstr.9

*R o s a R o s e – A b e n d* mit Infos & Filmen & Rosa Cocktails
Mittwoch, 2. April 08, 19.30, Größenwahn HH, Kinzigstrasse 9, F‘hain

Ansage nach Einbruchsversuch

Am frühen Morgen des 23. Märzes versuchten Unbekannte, in das Friedrichshainer Hausprojekt Liebig 34, die dortige nicht-kommerzielle Begegnungsstätte “XB-Liebig” sowie den Infoladen Daneben einzubrechen. Indymedia informiert.
Aus aktuellem Anlasse eine Nachricht an alle, die in der Liebig34 Geld, Glück und Gewalt suchen: Maximal letzteres werdet ihr finden. Das mittlere ist für uns reserviert und das erstere geht regelmäßig zur Aufrechterhaltung der Strutur drauf. Leute die linke Projekte beklauen sind mal ordentlich sozialschädlich, vom VS bezahlt oder merken nicht mehr was geht. Wen wir erwischen kommt in den Keller!

Unsere Türen halten Spekulanten und der Staatsgewalt stand. Wieso sollten sie Brechstangen und Rammböcken nachgeben?

Bürgerhaushalt in Friedrichshain

Fünf Berliner Bezirke beteiligen ihre Bürgerinnen und Bürger an der Haushaltsplanung (buergerhaushalt-berlin.de). Berlin – Lichtenberg und Marzahn – Hellersdorf beziehen bereits seit drei Jahren ihre Einwohner in die Entscheidungen zum Haushaltsbudget mit ein, und nun beginnen auch Treptow – Köpenick, Charlottenburg – Wilmersdorf und Friedrichshain – Kreuzberg damit. Unser Bezirk nimmt sich sogar vor, die Bürgerbeteiligung deutlich umfangreicher als Lichtenberg zu gestalten. Seit Anfang 2002 arbeitete eine Projektgruppe an der Konzeption des Bürgerhaushalts in Berlin.
Die Regionen FriedrichshainsFriedrichshain wurde in acht Regionen untereteilt. Unsere Region ist die 6. und wir hatten die Möglichkeit uns auf der öffentlichen Sitzung am 20.02. im Gymi in der Rigaer gegenüber den ModeratorInnen Michael Pinetzki und Sabine Slapa von contextplan slapa&zemke gmbh zu äußern. Gewählt wurden dort die Bezirksregionsprecherinnen Linda Kunze und Katja Driessen. Anbei die Favouriten der BürgerInnen (Nachzulesen im Protokoll der Sitzung: (mehr…)

Koepi gerettet, Rosa Rose umgebuddelt und Revaler5Eck verplant

Was sind das nur für Zeiten. Die Köpi mit ihrem wunderschönen Baugrundstück hats geschafft sich zu legalisieren und die olle Brachfläche (von Nichteigentümern auch Nachbarschaftsgarten genannt) neben der Kinzig9 soll noch diese Woche bebaut werden. Die Grundstückbesitzer wissen auch nicht mehr womit Geld zu verdienen ist..
Räumung am Freitag durch die Polizei.
Von der Website der Rosa Rose:

Freitag um 7 Uhr kamen Herr Kreutzer, Polizei und Bauarbeiter. Nach Gesprächen mit der Einsatzleitung wurde aber nur zur Kenntnis gegeben, daß jetzt ein Bauzaun gestellt wird. Weitere Polizeibeamte kamen herbei und räumten wenig gewaltfrei die Menschen die sich friedlich vor den Garten gestellt hatten, weg. Gegenwärtig wird der Bauzaun gestellt. Persönliche Anwesenheit von Politik blieb leider aus, die Presse berichtet.

Wer vorbeigeht kann sich selbst davon überzeugen. Der Eigentümer und seine Schergen haben ganze Arbeit geleistet: Alles ist zerschlagen und der Garten nun nahezu unbenutzbar.

Die NutzerInnen des Revaler-5-Ecks (RAW und Co.) werden sich offensichtlich wehren. Die Grundlage ist mit einem langen Recherche-Beitrag zur neuen Eigentümer-Gesellschaft R.E.D. zumindest geschaffen. Die Ex-Bezirksamt Schergen Tragsdorf und Kehl haben auch ihre Finger wieder mit im Spiel. Dann kanns ja losgehen. Zum Beispiel anläßlich der internationalen Freiräume-Tage am 11. und 12. April

16.000 gegen die Bebauung des Spreeufers

MS-Versenken in den RathauspassagenGestern wurden die Unterschriften für ein Bürgerbegehren der Initiative Mediaspree Versenken beim Bezirksamt an der Frankfurter Allee eingereicht. Einen Monat früher als geplant, da eine dreiste Kapitalisten-Clique um Harald Wolf (genau der von der Partei Die.Linke) beim Bezirksamt Bauvorbescheide eingereicht hatte, um Fakten zu schaffen und einer Sperrfrist (die gibt es wenn es ein erfolgreiches Bürgerbegehren gibt) zu entgehen. Der Indymedia-Artikel zu der Aktion beschreibt die Hintergründe mustergültig.

Die Forderungen der Initiative
- 50 Meter Mindestabstand zum Spreeufer für sämtliche Neubauten
- Einhaltung der Berliner Traufhöhe von 22 Metern
- Keine neue Autobrücke über die Spree im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

19.04.2008: 14 Uhr Boxhagner Platz Treffpunkt für Kiezspaziergang.

Mal ne ordentliche Bezirksverordnetenversammlung

Die BVV am 27. Februar wurde von verschiedenen bedrohten Projekten des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg genutzt, um die Auseinandersetzung auf eine andere Ebene zu heben. So stellen wir uns Parlamentarismus vor.

Auszug aus dem Flugblatt der Rigaer94-VertreterInnen

Vor ein paar Jahren gab es einiges an Stress um unser Haus und wir wurden mehrere Male polizeilich geräumt. Diese Räumungen waren sehr stressig und teuer. Die letzte große Räumung kostete den Senat nur für die Personalkosten der Polizei über 400.000 Euro. Und der ganze Trouble um unser Haus hat dem alternativen Bezirk nicht gerade positive Bilanzen gebracht.
Nun steht dieser ganze Stress schon wieder direkt vor der Tür. Wir haben uns fast alle Wohnungen und unsere Vereinsräumlichkeiten wieder aneignen können und es uns darin sehr gemütlich gemacht. Darum haben wir jetzt nicht vor, sie einfach so wieder aufzugeben. Auch zeigte sich in der Vergangenheit, dass Aufgeben oder Kapitulieren nicht gerade unsere Stärken sind.