Archiv für Dezember 2007

6.01.08 Raketenschirm in Mitteleuropa. Was bringt er? Widerstand!

In unserem Lieblings-Veranstaltungsraum XB-Liebig findet eine Info-Veranstaltung mit AktivistInnen der Anarchistischen Föderation aus Warschau zum Widerstand gegen den Aufbau der US-Militärbasen in Polenstatt. Das neueste Nationale Raketenschutzprogramm der USA wird der Öffentlichkeit als nötiges Element des „Kriegs gegen den Terror“ verkauft. Zum Schutz vor „Schurkenstaaten“ und dem Internationalen Terrorismus sollen zwei neue Militärbasen in Europa errichtet werden, eine in der Tschechischen Republik für Radarsysteme und eine in Polen, um dort mit nuklearen Sprengköpfen bestückte Raketen zu installieren. ReferentInnen aus Polen werden über die Situation, die geplanten Widerstand-Aktivitäten und Möglichkeiten der Unterstützung berichten. Eine Info-Veranstaltung von Abolishing the Borders from Below.

6.01.08 | 13.00 Uhr mit Kaffee und Brunch | XB-Liebig (Liebigstraße 34, Friedrichshain)

Kontrollpunkt zugemauert

Rigaer84 in BrandHeute morgen wurde der Eingang des linken Veranstaltungsortes und Kneipe „Kontrollpunk(t)“ von Bauarbeitern zugemauert. Nachdem es am 28.05.07 im Haus in der Rigaerstr84 gebrannt hatte und die Wohnungen dadurch unbewohnt wurden, konnten die Kellerräume, wo sich der „Kontrollpunk(t)“ befand, weitergenutzt werden. eine vorweihnachtliche Spontandemo war zwar angekündigt, fand aber mangels Beteiligung nicht statt. Ein MySpace-Blogger regt sich trotzdem drüber auf.

Auf der Autonomen Vollversammlung vor einer Woche wurde die aktuelle Situation einiger bedrohter (Haus-) Projekte thematisiert.

Kundgebung bei Immobilienfirma

Vor dem Firmensitz der Unternehmenskette Padovicz am Kurfürstendamm 178 fand heute eine Kundgebung von 50 Bewohnerinnen und FreundInnen des Hausprojekts Liebig34 statt. In einigen Beiträgen wurde das Haus und die dort ansässigen Projekte vorgestellt. Padovicz will das Haus kaufen und den derzeitigen NutzerInnen kündigen.

Highlight war das gemeinsame Lied. Hier der Refrain:

Geht, ruft es von den Dächern, über die Straßen nach ganz Berlin.
Geht, ruft es von den Dächern: Die Liebig wird sich wehren.

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Guantanamo auf Europäisch

Über 50 Interessierte nahmen am Mittwochabend an der Buchvorstellung „Guantanamo auf griechisch – Zeitgenössische Folter im Rechtsstaat“ in Berlin im XB-Liebig teil, weil der Infoladen Daneben etwas zu klein für den Andrang war.
Am Anfang berichtete Heike Schrader, die das Buch aus dem griechischen übersetzt hat, über ihre Festnahme bei der Ankunft auf dem Flughafen Köln-Bonn am 9.12. Sie wurde zur Bundesanwaltschaft nach Karlsruhe gebracht und dem Vorwurf der Unterstützung der terrorisitschen Vereinigung DHKPC konfrontiert und gegen Kaution wiedr entlassen. Die Journalisten wohnt in Athen und darf wegen dem 129a-Vorwurf nun nicht mehr aus Deutschland ausreisen. Interview mit ihr
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14.12.2007 Kundgebung gegen das Aus der Liebig34

Diesen Freitag, 15 Uhr Kurfürstendamm 173 (U-Adenauer Platz)

Die Liebigstr. 34 macht auf die prekäre Situation der Bewohnerinnen aufmerksam. Die Kundgebung findet vor dem Firmensitz Padovicz statt. Der Kaufmann will die Liebig34 kaufen und das Hausprojekt auflösen. Derzeit versucht die Factor-Hausverwaltung, dessen Geldgeber Padovicz ist, den Bewohnerinnen zu kündigen.

Hintergründe zur Hausverwaltung Factor

Tilo Tragsdorf Das Frauen-Lesben-Trans-Hausprojekt in der Liebigstr. 34 sowie die daran angeschlossenen Freiräume XB-Liebig und Infoladen Daneben sind in Gefahr. Grund dafür ist das Bedürfnis der zuständigen Hausverwaltung Factor Grundstücksentwicklungsgesellchaft mbH das Haus gewinnbringender zu vermieten. Andrea Tragsdorf (*09.11.1962), die Chefin von Factor, kümmert sich persönlich um das Objekt, welches zusammen mit den Projekten in der Rigaerstraße seit zwei Jahrzehnten einer ökonomischen Aufwertung des Friedrichshainer Nordkiezes im Wege steht. Als am 8. November Factor eine Begehung der Liebig34 gegen den Willen der BewohnerInnen und NutzerInnen durchführen wollte, war auch Tilo Tragsdorf anwesend.

Pünktlich zur morgigen Freiräume Demo in Berlin wurde auf Indymedia ein umfangreicher Beitrag zur Familie Tragsdorf, ihren Aktivitäten zwischen staatlich finanziertem Quartiersmanagment, Wirtschaftsförderung und privatwirtschaftlicher Abzocke veröffentlicht.