Archiv für November 2007

Buchvorstellung mit Heike Schrader

Erstmalig meldet sich mit Savvas Xiros ein Zeitzeuge aus einem Land der EU zu Wort, der Geschehnisse berichtet, wie wir sie alle von den Geheimgefängnissen der CIA, von Abu Graib und Guantanamo, von anderen Orten, wie den erst kürzlich in den USA genehmigten Sondergerichten, an denen Recht und Gesetz jede Gültigkeit verloren haben, kennen oder dort vermuten. Das Mitglied der „Revolutionären Organisation 17. November, 17N“ Savvas Xiros berichtet über seine Erfahrungen mit der europäischen Variante von Guantanomo, die er nach seiner Verhaftung erlebte.

Die in Athen lebende Journalistin Heike Schrader ist Übersetzerin der deutschsprachigen Auflage, das im Pahl-Rugenstein-Verlag erscheint. Heike Schrader wird das Buch vorstellen, dass auch zur Diskussion über Solidaritätsstrategien einlädt.

Guantanamo auf griechisch – Zeitgenössische Folter im Rechtsstaat
Mittwoch, 12.12.07, 19.30 im Infoladen Daneben, Liebigstraße 34, 10247 Berlin

One Struggle – Eine Demo – Verschiedene Kampagnen..

Eine gemeinsame Demo unter dem Motto „One Struggle – One Fight“am 8. Dezember soll alle Hausprojekte und linke Freiräume in Berlin vereinen. Rigaer94/Kadterschmiede, Köpi, Bethanien, Schwarzer Kanal, Liebig 14, Liebig 34/XB und Infoladen Daneben, Linienhöfe und die Brunnen183/Umsonstladen sind einige der Projekte die von Räumung bedroht sind: Nur durch eine aktive, entschlossene und solidarische Bewegung kann erreicht werden, dass diese Freiräume erhalten bleiben. Wir wollen weiter in die Offensive gehen, um für das Fortbestehen unserer Freiräume und die Schaffung neuer Räume zu kämpfen: Der Stadt wieder die Zähne zeigen und klar machen, dass jede Räumung ihren Preis hat!

Tatsächlich sind die Projekte nicht ganz so geeint wie es den Anschein hat. Die Rigaerstraße wird seit diesem Jahr formal gemeinsam verteidigt > Rigaer Straße-Fights-Back.. Gleiches gilt für die Projekte in Prenzlauer-Berg. Das New Yorck hat sogar seine eigene BürgerInnen-Initiative. Die Köpi will jetzt auch ihre eigene Kampagne und legt sogleich ein Erfolgskonzept zur Verhinderung der Räumung vor.

Eine breite Kampagne bedeutet weder „legalistisches Öffentlichkeitsgewimmer“ noch militantes „hirnloses Draufschlagen“ – eine erfolgreiche Kampagne für die Köpi muss legale politische Einflussnahme und direkte militante Intervention miteinander verbinden. Und sie muss Kontinuität haben – die letzten Erfolge in Kopenhagen beweisen, dass sich ein langer Atem auszahlen kann!

Die Hintergründe der neuen Verteilungskämpfe um städtischen Raum beschreibt Indymedia in der neuen Printausgabe. Das indymedia-special, das zusammen mit der Initiative ABRISSBerlin realisiert wurde, informiert über alles, was in Friedrichshain-Kreuzberg geplant oder schon da ist, und was wir tun können, wenn wir weiter in der bunten Vielfalt leben wollen anstatt in einer O2-World!

Liebigstraße 14 – Hausbesitzer verschafft sich Zutritt

Heute (15.11.) gegen 8:00 Uhr drang der einschlägig bekannte Hauseigentümer der Liebigstraße 14, sowie Rigaer Straße 94, 95 und 96 – Suitbert Beulker – mit Unterstützung der Hausverwaltung, einem bulligen Bodyguard und drei bewaffneten Zivibullen in das seit 1990 bestehende Hausprojekt Liebigstr. 14 ein. Zwischentüren im Hausflur wurden aufgeflext und es gab eine Rangellei mit den BeweohnerInnen. Gegen 10:30 verließen sowohl die Polizei als auch Hausverwaltung und Hauseigentümer das Haus, ohne weiter ihren Plänen entsprechend in den Wohnbereich eingedrungen zu sein. Von der Strasse bis zu den Betten gibt es nun keine abschließbaren Türen mehr. Aus Protest gegen diese Aktion gab es am Abend eine Demo mit 150 TeilnehmerInnen durch den Friedrichshainer Kiez.

Liebe Nachbar_Innen und Interessierte

Das Haus in der Liebigstr. 34 beherbergt ein FrauenLesbenTransHausprojekt, den Infoladen „Daneben“ und Begegnungsstätte XB-Liebig.
Bald wird das Haus zwangsversteigert werden. Der Immobilienhai Gijora Padovicz, der bereits etliche solcher Projekte aufkaufte und zerstörte, ist der Inhaber der zuständigen Hausverwaltung Faktor und der finanzstärkste Interessent an der Liegenschaft.
Faktor hat alle Mietverträge zum 31.10.07 ohne rechtskräftige Gründe gekündigt. Deswegen hatte sich am Donnerstag dem 8.11. eine Menschenmenge früh morgens vor dem Haus versammelt, um Solidarität zu bekunden, weil die Hausverwaltung zu diesem Zeitpunkt die Rückgabe der Wohnungen forderte.
Die Liebigstraße 34 zieht Besucher-Innen, insbesondere Frauen, Lesben und Transgender aus aller Welt an und ist wichtiger Bestandteil des Kiez.

Wir laden euch alle herzlich ein, den Infoladen und die Kneipe zu besuchen.
Schöne Grüße von der Liebig34

XB-Liebig
Mo: FrauenLesbenAbend 21:00
Di : ABC-Tresen mit Vokü 21:00
Do: entweder Queer-o-matik-Party 22:00
oder BerTa-Solitresen 21:00
Fr: Liebig34 Solitresen und Parties 20:00
Jeden zweiten Sonntag Punchcorn-Kino 20:00

Infoladen Daneben
Mo-Fr: 18:00 – 20:00 und S0: 10:00 -14:00

Der Aktuelle Flyer als Kopiervorlage

RABATZ-Demo in Friedrichshain

Am 7.11.2007 sammelten sich ca. 40 bis 50 Menschen in der Rigaer Strasse, um eine Spontandemo gegen die Räumung des Rabatz in Paderborn durchzuführen. Gegen 20:30 Uhr setzte sich die kleine Demo in Bewegung. Es ging vom Nordkiez in den schon teuer sanierten Südkiez Friedrichshains.

Seit Sonntag, 30. September 2007, war in Paderborn das „Rabatz“ besetzt. Kaum wurde am Montag im Westfälischen Volksblatt vehement die Räumung des Kulturzentrums in der Bahnhofstraße gefordert, da trat am Mittwoch morgen gegen 9:00 Uhr die Staatsgewalt zur Räumung an. Einen Monat wurde bewiesen, dass ein selbstverwaltetes Zentrum in Paderborn eine kulturelle und soziale Lücke füllen würde.

Liebig34: Hausprojekt in Gefahr

Heute morgen füllte sich der Hof des Hausprojekts Liebigstr. 34 in Berlin-Friedrichshain. Knapp 100 Menschen wollten der FACTOR GmbH bei der Begehung des Frauen/Lesben/Trans-Hauses auf die Finger schauen. Der Infoladen Daneben befindet sich ebenfalls in dem Hausprojekt.

Vorausgegangen waren Kündigungen aller Mieterinnen des Hauses im Juli (Verschlossene Türen als Kündigungsgrund). Juristische Entscheidungen stehen allerdings noch aus, weshalb sich die Polizei heute zurück hielt. Dennoch wollte FACTOR heute um 8 Uhr ihr Glück versuchen. Die drei VertreterInnen der Hausverwaltung betraten nur kurz den Hinterhof, fragten die Anwesenden ob Mieterinnen da wären und zogen ohne Antwort wieder ab. Draußen besprachen sie sich mit der Zivil-Polizei und verließen die Straße. Eine Hundertschaft Bereitschaftspolizei wartete an der nächsten Ecke, um im Zweifelsfall tätig zu werden. Doch dafür gab es heute wieder keine Anlass. Nachdem FACTOR und Polizei weg waren löste sich auch die Menschentraube vor der Liebig34 auf. Der Morgen hat gezeigt, dass FACTOR und dessen Hauptgesellschafter Gijora Padovicz es mit der Liebig34 nicht so einfach haben wird.

Padovicz besitzt rund 200 Häuser in Friedrichshain. Zusammen mit der Hausverwaltung FACTOR schikaniert er seit Jahren MieterInnen und klagt sie aus ihren Wohnungen, um diese zu sanieren. In den letzten Jahren hat er mehrere ehemals besetzte Häuser gekauft und versucht diese zu vertreiben. In dem Friedrichshainer Hausprojekt Scharni29 hat er nach dem Kauf alle Wohnungen gekündigt. Zwei Straßen weiter in der Kreutzigerstr. 12 hat er einige Wohnungen bereits räumen lassen. Jetzt will er die Liebig34 kaufen und hat schon Zusagen von den meisten EigentümerInnen.

So setzt Padovicz mit wirtschaftlichem Eifer um, was die Berliner Regierenden seit den 90igern nicht geschafft haben: Die Beseitigung von linken Hausprojekten auf dem Straßenbild der Hauptstadt. Zur Politik von Padovicz und FACTOR ist schon viel geschrieben worden (z.B. Spekulant macht Jagd auf linke Projekte und Stillstand mit Absicht? und Die Decke der Wohnung durchbrochen und

Wer sich bei der Hausverwaltung, über diese Politik beschweren will ruft an (030) 29490517.
Oder gleich beim künftigen Besitzer: Unternehmensgruppe Padovicz: (030) 8815051

Infoläden. Was ist denn das?

Infoläden bieten die Möglichkeit, sich jenseits dem Mainstream der bürgerlichen Medien zu informieren. Das bedeutet aber nicht nur aktuelle informationen bereit zu halten, sondern auch an vergangene Kämpfe zu erinnern. Um beides leisten zu können haben viele Infoläden Archive, Zeitschriften und Bücher. (mehr…)

Infoladen Daneben Selbstdarstellung

Es wird Frühling, wir sitzen vor dem Infoladen auf der Bank, haben eine Flasche Club-Mate in der Hand und der warme Wind bläst uns ins Gesicht…. die Kaffeemaschine tröpfelt im Hintergrund und wir fühlen uns rundum wohl! Ist es das was wir wollen? Ist es dieses Leben? (mehr…)

Am besten persönlich

Infoladen Daneben
Liebigstr. 34
10247 Berlin

OPEN
Mo – Fr: 18-20 Uhr

Mailkontakt: daneben[at]nadir.org