Heute RiceUp: Von Knservatismus zur Neuen Rechten

Infoveranstaltung mit Vortrag zur Neuen Rechten und dem rechtem Rand der Gesellschaft. Angesichts der Extremismusdebatte, einer konservativen Bundesregierung, studentischen Korporationen und dem Diskurs um die sogenannten Vertriebenen, finden wir es als Antifaschist_innen unverzichtbar, sich mit rechten Strukturen und Denkmustern jenseits von NPD und sogenannten freien Kräften auseinander zu setzen. Außerdem wie immer lecker vegane Vokü, Tresen, Abhängen mit Mucke und Kicker.

Dienstag, 9.2., ab 19.30 im XB-Liebig (Liebigstr. 34, Friedrichshain)
RiceUp – Der monatliche Finanzierungsabend des Infoladen Danebens

Steuergelder ausgeben: Bürgerhaushalt diskutieren

Seit 2008 gibt es den Bürgerhaushalt in Friedrichshain-Kreuzberg. Der Bezirk stellt einen relativ kleinen Geldbestand zur freien Verwendung. Auf Regionalversammlungen in den Stadtteilen diskutieren BürgerInnen Ideen, stimmen ab und ein Jahr später werden dann Projekte unterstützt. Das ganze soll einen partizipativen Bürgerhaushalt für eine integrierte Stadtentwicklung von unten befördern, ist aber aufgrund des geringen Etats und strukturellen Grenzen nur ein Versuch – trotzdem amüsant zu hören was die NachbarInnen so vorschlagen, Kontakte zu knüpfen und weitergehende Forderungen an das Bezirksamt zu artikulieren. Wie so eine Veranstaltung aussieht beschreibt Frau Klein aus Lichtenberg.

Die Versammlungen finden in den nächsten zwei Wochen statt.

Vorschläge können ab sofort auch über die Homepage gepostet und besprochen werden:

Programm für die Versammlungen (mehr…)

2. Auflage: Reader zur Extremismustheorie

Die erste Auflage von 100 Stück ist vergriffen und wir haben viele Rückmeldungen, Änderungsvorschläge und Ergänzungen bekommen. Anläßlich der Veranstaltung „Total Extrem“ mit Prof. Wolfgang Wippermann (FU Berlin), Ulla Jelpke (MdB Die LINKE) und Michael Weiss (Apabiz, Autor) am 17.02. im Festsaal Kreuzberg haben wir den Reader überarbeitet. (mehr…)

Liebig14 20igster Geburtstag oder Abschiedsparty?


Attac wird 10, die Liebig 14 wird 20 und die Grünen 30 Jahre alt.
Vom 28.1. bis 6.2. wird es rund um das Haus Live-Konzerte, Infoveranstaltungen, Performances, Pyro, Ausstellungen, Workshops, Kabarett, Aktionen, Tanz, Lesung, Installationen, Feuertonnen, Kino, Puppenspiel, Kinderaction, Theater, Futter, Bar, Diskussion, Party und vieles mehr geben.

Zufall: Extremismus-Veranstaltung hat mit Analyse leider recht

Zufälle gibts… Einen Tag nach der Veranstaltung „Alles Extremismus“ bei der vor einer Kriminalisierungs- und Spaltungswelle gegen Antifas gewarnt wurde, durchsuchte das Berliner und das sächsische Landeskriminalamt auf Anordnung des Dresdner Ordnungsamtes (die Versammlungsbehörde in Dresden) den Kreuzberger Laden „Red Stuff“, sowie die Landesgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE in Sachsen und beschlagnahmte sämtliches Material der geplanten Proteste gegen den Neonaziaufmarsch am 13. Februar. Der Aufruf zur Blockade des Aufmarsches sei eine Straftat.


„Dass unsere Voraussagen zur Stigmatisierung der Antifa so bald eintreten würden, und auch noch so plump hyperjurisitisch, hätten wir nicht erwartet. Die Staatsanwaltschaft in Dresden tut ja geradeso, als ob es nur Paragraphen im StGb gäbe und die Lebenswelt, gesellschaftliche Aushandlung und ziviler Ungehorsam per regieder Auslegung der Paragraphen abgeschaft werden könnten. Die Massenblockaden in Dresden werden ein Ausdruck dessen sein, was wir gestern im Café Sibylle mit breiter Solidarisierung auf der Straße gemeint haben.“

so eine Vertreterin der Antifa Friedrichshain heute nach den Durchsuchungen. Wie war überhaupt die Veranstaltung gestern? Grundlage war ja bekanntlich unser berühmter Reader „Voll Extrem“, der Ende Januar in aktualisierter Auflage neu raus kommt.

Veranstaltungsbericht „Alles Extremismus“ 18.01.2010
Veranstaltung als .mp3 auf http://www.megaupload.com/?d=AKEH77M5(55mb) (mehr…)

Ähnlich: Gentrification in Williamsburg (NY)

Die ganze Debatte um Gentrifizierung will nicht abreißen und bewegt sich laut Andrej Holm endlich in ordentliche, weil wohnungspolitische, Bahnen. Eine unserer derzeitigen Lieblingsband „TV on the radio“ aus New York ist Teil der US-amerikanischen Diskussion um den Umbau der Städte. Im Stadtteil Williamsburg (Brooklyn) war es die kreative Bohème, Kulturschaffende und vor allem MusikerInnen wie die Grizzly Bears, die Yeah Yeah Yeahs und andere Indie-Rock-Bands die sich in Brooklyn versammelten und Pionierarbeit leisteten. Im Interview Ende 2006 gibt „TV on the Radio“ zu Protokoll:

„Williamsburg as a home for raw art and ideas is weakening; this particular last bastion is getting consumed like anything else, possibly quicker than most.“


Die Upper-Class der White-Collar Businessmen übernimmt den Stadtteil und zahlt was verlangt wird. (mehr…)

„Dunkelfeld – Nazis im Rhein/Main-Gebiet“ jetzt im Infoladen

Ab sofort im Infoladen Daneben erhältlich: Dunkelfeld. Recherchen in extrem rechten Lebenswelten rund um Rhein-Main, 144 Seiten.

Aus der Rezenssion bei trend-Onlinezeitung:

In den Regionen rund um das Rhein-Main-Gebiet lässt sich schon seit Jahren eine Verfestigung extrem rechter Strukturen beobachten. In manchen Gegenden ist eine rechte Alltagskultur für Jugendliche fester Bestandteil des örtlichen Lebens. Der Einstieg in das rechte Umfeld und die Ausprägung rechter Weltbilder verläuft oft nach einem ähnlichen Muster. Ziel der Publikation ist es, beispielhaft verschiedene Erscheinungsformen der extremen Rechten darzustellen und zu analysieren. Dazu unternehmen die AutorInnen zum Beispiel eine Reise von Wiesbaden nach Limburg, die durch die Orte und Dörfer im »Hinterland« führt und anhand einer ganzen Region die Etablierung einer rechten Alltagskultur beschreibt.
In über 25 Texten, die sich in sechs Kapitel gliedern, werden sowohl die örtlichen und sozialen Umfelder, in denen sich extrem rechte Strukturen entwickeln können, wie auch Handlungsoptionen im Umgang mit extrem rechter Politik und Akteuren beleuchtet und diskutiert.

Verdrängung, Brennende Autos, Gentrifizierung

Andrej juckt es manchmal, was dazu zu schreiben, weil er gern über die Stadt im allgemeinen und Berlin im besonderen schreibt. Und weil inzwischen überall steht, dass das mit Gentrifizerung zu tun hat und damit kennt er sich ganz gut aus. Ich (und andere Familienangehörige) bedrängen ihn dann, die Finger davon zu lassen. Reicht ja, dass hier regelmäßig JournalistInnen aufschlagen, die fragen, ob er mal erklären könnte, warum „diese Leute immerzu Autos anzünden“.

Während Anna also Andrej zurückhält und selbst klare Worte zur feurigen Debatte findet, schreibt der angemessen über unseren Stadtteil „Traurige Sanierungsbilanz für Friedrichshain: Nur 10 bis 15 Prozent Altmieter/innen“. Aber auch nur weil wiederum im neuen Friedrichshain-Magazin von ASUM eine Abrechnung zur Sanierung Friedrichshains gezogen wird: „Verdrängung – kein Kampfbegriff, sondern Alltag“ und er das beim Friseur gelesen hat. Oder auch nur die Sonderseite bei Bier statt Blumen gelesen:
Jetzt kommt Bewegung rein: Die rot-rote Regierung will die Warmmiete zumindest im sozialen Wohnungsbau deckeln und den Bundesrat auffordern, für alle Mieter die Belastung steigender Energiekosten zu bremsen. Die Anträge hierfür sollen demnächst in das Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht werden.

Inge Höger (MdB, Die Linke), Michael Kronawitter (Antifaschistische Linke Berlin), eine Vertreterin der Internationalen Liga für Menschenrechte, Evrim Baba (MdA, Die Linke) und Kirill Jermak (Anmelder „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“, Berlin) besprechen den ganzen Schlamassel am 20.01.2010 | 19:00 Uhr | junge Welt-Ladengalerie:

Feueralarm! Was haben Grillanzünder mit Extremismustheorie, Repression und Rechtsstaat zu tun? Seit Monaten kommt es zu einer medialen Hetzkampagne und staatlicher Repression gegen die linke Szene Berlins. Von „Haßbrennern“, „Kieztaliban“ und „rotlackierten Faschisten“ ist die Rede. Betroffen sind nicht nur Autonome und Antifaschisten, sondern auch Kriegsgegner und selbst Bundestagsabgeordnete der Linkspartei. Doch wie reagiert die politische Linke auf die Hetze und die Forderung sie gesellschaftlich zu isolieren?

Morgen: Rice Up mit Film und Reader-Release

Wie versprochen kommt jetzt kein Reader mehr ohne Release raus. Also morgen, 12.01.2010, unser einjähriges Jubiläum mit dem RiceUp-Abend im XB-Liebig (Liebigstr. 34, Friedrichshain) ab 20 Uhr mit veganer VoKü, Glühwein und dem Film „Monkey Warfare“ (Kanada 2006, R.: Reginald Harkema).

Außerdem dienst der Abend zum Release unseres neuen Readers: L‘État c‘est moi – Welche Macht hat der Staat noch? Und was hat das mit uns zu tun? Zehn Beiträge von Harald Welzer, Saskia Sassen, Norbert Bolz, Wolfgang Sofsky, Günther Dux, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Paul Nolte, Astrid Karl, Claus Leggewie und Birgit Sauer. Die TAZ-Serie zum Wahljahr 2009, die etwas untergegangen ist und deshalb von uns in Mini-Auflage für Interessierte zusammengefasst wurde. Diesen gibts auch als PDF (500kb)

Wegsperren und weitermachen..

Wenn sogar die TAZ gestern zur Silvesterdemo aufruft, dann ist wohl klar wohin es uns heute Abend treibt.

Eine Rezension der aktuellen „Entfesselt“. Als Printversion ist sie natürlich auch im Infoladen erhältlich.

Wegsperren und weitermachen?
JUSTIZ Jedes Jahr wird an Silvester vor dem Knast in Moabit demonstriert. Dort wird Solidarität mit den Insassen bekundet und die Gerechtigkeit des Strafvollzuges grundsätzlich in Frage gestellt.
Hinter Gittern – eine Redewendung, ein Symbol, eine TV-Serie, ein Lebenszustand und die gängigste und banalstmögliche Antwort, welche die Menschheit auf die große Frage der Gerechtigkeit zu geben hat. Verbrechen definieren, Täter bestimmen, sie jagen, sie fangen, sie bestrafen, das heißt: wegsperren.
Eine Position, die dieses Konzept als Ganzes hinterfragt, sucht man im breiten öffentlichen Diskurs, z. B. bei Parteien oder Medien, vergeblich. Aber es gibt sie, Gruppen von AktivistInnen, die sich ambitioniert und ausdauernd dieses Themas annehmen. So auch der „Anarchist Black Cross Berlin“ (abc), der u. a. die Zeitschrift Entfesselt herausgibt. Dort wird zwar einseitig Stellung gegen die angewandte Gerechtigkeitspraxis bezogen und für die „Zuspitzung der sozialen Konflikte“ plädiert, dennoch ist ihre Lektüre sehr zu empfehlen. Auch wenn man danach nicht unbedingt von der kompromisslosen Haltung der HerausgeberInnen überzeugt sein mag, so werden die LeserInnen doch mit ganz grundsätzlichen Fragen konfrontiert, die zumindest zum Nachdenken anregen werden. (mehr…)

Solidaritätsaufruf Liebig14 „Vom Gerichtssaal auf die Straße“

Unterstützungs-Aufruf für das von Räumung bedrohte Hausprojekt Liebig 14 in Berlin


„Vom Gerichtssaal auf die Straße“
Das autonome Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14 steht kurz vor der Räumung. Am 13.11.2009 fand der letzte Prozess gegen das Hausprojekt in der Liebigstraße 14 in Berlin statt. Wie vorauszusehen war, wurde der juristische Kampf um die bestehenden Mietverträge verloren. Jetzt gilt es einer drohenden Räumung auf anderen Ebenen etwas entgegenzusetzen! (mehr…)

Tipps nach Polizeiangriff auf das XB-Liebig

Nach dem Angriff auf das XB-Liebig durch die Polizei in der Nacht zu Freitag gab es vermehrt Fragen wie auf die Personalienfeststellung aller Anwesenden, das stundenlange Warten in der Kälte und die Beschlagnahmung der Anlage reagiert werden sollte. Deshalb einige Hinweise wie nach Fällen von Polizeigewalt, der Nichteinhaltung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit und anderen Verwaltungsakten, welche die eigene Integrität bis aufs Äußerste strapazieren, angebracht sind.

Was sofort zu tun ist
1. In der Situation ist es wichtig die Polizisten identifizieren zu können. Immer nach dem Motto: Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird – abgerechnet wird später. Lasst euch deshalb die Dienstnummern geben, die genaue Kennung der Einsatzhundertschaft und den Namens des Einsatzleiters.
2. Es ist wichtig, dass ihr formal gegen die Maßnahme widersprecht, also festhalten lasst, dass ihr nicht einverstanden seid mit Beschlagnahmung, Personalienfeststellung, Freiheitsberaubung usw. Das geht auch ohne eure eigenhändige Unterschrift, die ihr natürlich wie immer verweigert.
3. Danach ist es erste BürgerInnenpflicht ein subjektives Gedächtnisprotokoll anzufertigen. So detailiert wie möglich. Fragen wie z.B. welcher Polizist wann was zu wem gesagt hat und die zeitliche Reihenfolge sind sehr wichtig, um nachträglich den Sachverhalt aufklären zu können.
4. Eine der betroffenen Personen sollte stellvertretend für alle anderen einen Rechtsbeistand aufsuchen und die Möglichkeiten durchsprechen. Falls Erfolgsaussichten gewittert werden, sollte die Person einEn AnwältIn mandatierien. Die anderen können ja dann die Anträge abschreiben falls die Sachlage immer die gleiche ist.
5. Damit alle Betroffenen eine gemeinsame Strategie in der Nachbereitung verfolgen ist es wichtig kontinuierlich in Kontakt zu bleiben. Dafür eigenen sich regelmäßige Treffen oder Mailingliste. In jedem Fall sollte es schnellstmöglich nach dem Ereignis ein gemeinsames Treffen geben. (mehr…)

Neu im Laden: Videoschnipsel-Jahresrückblick-DVD

Gestern Abend beim Offenen Antifa Cafe im Vetomat war die Premiere und heute gibt es die DVD schon exklusiv im Infoladen Daneben. Nicht weniger als 100 Kurzfilme, angeblich mehr als 4 Stunden Spielzeit, sauber nach 38 Themen geordnet, als MP4-Format für euren IPod bzw. den VLC-Player, hat die Antifa Friedrichshain als persönlichen Jahresrückblick Berliner Bewegung zusammengestellt. Außerdem ein umfangreiches Booklet zur eigenen Geschichtsschreibung und Deja-Vu-Effekten bei innerlinken-Debatten. Auf ins nächste Jahr…

Behandelte Themen: LL-Demo, Laster und Hänger, Dresden Naziaufmarsch, Babylon Arbeitskampf, United we stay 14.3., Thor Steinar Shop Eröffnung, Krisenprotest, AnarchieKongress, Nato-Gipfel, A100, NPD-Bundesparteitag, Erfurt, 1. Mai, Grundgesetzfeierlichkeiten, Abschiebung nach Vietnam, Bildungsstreik, Actionweeks, Burning-Cars, Squat-Tempelhof, Megaspree, Bordsteinkick in Friedrichshain, Umzug der Rosa Rose, Antifa-Demo gegen Horrido , Tag der Heimat, Bundestags-Wahlen, 1000 Kreuze, Freiheit statt Angst, Nazidemo 10.10. und Henker, GebäudereinigerStreik, Bildungsstreik Teil 2, MG-Prozess, Volkstrauertag, Jürgen Riegers Ableben, Silvio-Meier-Demo, Prozess gegen Yunus und Rigo, Brunnenstr. geräumt, 5.12. Naziaufmarsch Königswusterhausen, Kopenhagen-Proteste

Neuer Reader: 56 Seiten Extremismus-Debatte

Heute ist unser neuer Reader „Voll Extrem! – Artikel, Stellungnahmen, Dokumente, Studien, Hetze und Internas vom Extremismus der gesellschaftlichen Mitte“ fertig geworden.

Die Broschüre ist in drei in etwa gleich große Abschnitte unterteilt:
1. Das Regierungsprogramm zur Extremismusbekämpfung und Reaktionen
2. Die Bildungsarbeit des Verfassungsschutz, der Extremismusbegriff und wissenschaftliche Unwägbarkeiten
3. Berliner Debatten: Rotlackierte Faschisten, Distanzierungen und angebliche „Gruppenbezogene Feindlichkeiten“ zwischen links und rechts.

Wie alle unsere Reader gibt es auch diesen nicht digital! Kommt vorbei..

Unkommerzieller Kneipentest

Der Friedrichshain-Blog testet die Bezirkskneipen. Nichts Besonderes für einen Touri-Bezirk. Neu ist, dass er sich in zwielichtige sog. Vereinskneipen schleicht. Unter anderem den Fischladen, das Sama-Cafe und die Rigaer105

Das Sama Cafe ist Teil der links alternativen Szene im Nordkiez, wie beispielsweise auch der Fischladen. Entsprechend ist das Publikum links. Darunter auch viele Punks samt ihren Hunden. Die Getränke sind entsprechend der Szene sehr billig. Denn für ein Sternburger zahlt man hier einen Euro. Ein Berliner kostet klassischer Weise 1,50 Euro.

„Die Autonomen sind total nett“

Dem, worüber der „Tagesspiegel“ jüngst vom Dorfplatz berichte, haben wir eigentlich nix hinzuzufügen: „Die Autonomen sind total nett„!

So muss es aussehen, ein Epizentrum der Revolution. Über der Liebigstraße flattern an einer langen Schnur schwarzrote Anarcho-Wimpel zwischen den sich gegenüberliegenden, schrillbunten Häusern Nummer 34 und 14. Die Fenster sind vergittert, Türen mit dicken Vorhängeschlössern gesichert, Transparente und Graffiti rufen „Wir bleiben alle“, „Wir sind nicht käuflich“ oder schlicht „Hey Ho“. Hier und da blinkt das eingekringelte Anarchisten-A. Von den Bewohnern der in der Szene „Frauen-Lesben-Trans-Hausprojekt“ genannten Nummer 34 und des „selbstverwalteten Hausprojekts“ Nummer 14 ist am Dienstagmittag allerdings keiner zu sehen. Die Häuser wirken im Nieselregen wie Filmkulissen, die nach einem Dreh stehengeblieben sind. Doch der langsam vorbeifahrende Polizeitransporter erinnert daran, dass hier Staat und Szene einen harten Konflikt ausfechten.

Heute RiceUp-Abend: Organisierungsdebatte

Wie immer, einmal im Monat, 2. Dienstag, ab 20 Uhr, Soli für den Infoladen im XB-Liebig in Kooperation, unter dem Namen „RiceUp“. Heute textlastige Diskussion zum zuschauen und mitmachen.

„Wir wagen den Versuch, einen kleinen Workshop zur Organisation/ Organisierung von linksradikaler Politik zu machen. Gemeinsam wollen wir zwei kurze Texte zur „Organisationsdebatte“ lesen und diskutieren. Das Thema ist nach wie vor aktuell und wichtig, wird aber leider weitgehend ausgeblendet. Außerdem wie immer schmackhafte Vokü und Abhängen.“

Wir haben dem Abend und uns neue Flyer spendiert (mehr…)

„Politik machen“: Sonderausschuss zu MediaSpree aufgelöst

Mitte der Woche verließen die Bürgerdeputierten von Media Spree-Versenken den „Sonderausschuß Spreeraum“. Der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg teilten sie mit, dass keine der Hauptforderungen des Bürgerentscheids von 2008 erfüllt werden konnten (klägliches Ergebnis nachzulesen in einer Beschlussvorlage). 86% der Wahlberechtigten in Friedrichshain und Kreuzberg hatten sich für einen 50 Meter Bauabstand und freien Zugang zum Spreeufer, keine neuen Autobrücken und die Begrenzung der Höhe von Neubauten entlang des Spreeufers ausgesprochen. Der Sonderausschuss sollte zwischen Investoren, Bezirksamt und Initiative vermitteln und so Verbesserungen im Detail erzielen. Wie die BVV und das Bezirksamt waren die Befugnisse des Sonderausschusses quasi nur beratend – der Senat bzw. das Stadtentwicklungsressort hatte angekündigt dem Bezirksamt die Kompetenz für die Baugenehmigungen zu entziehen falls sich die Initiative auf lokaler Ebene durchsetzen würde. Es war also nur eine Frage der Zeit bis diese pseudodemokratische-Mitmach-Blase platzen würde. Die Ostprinzessin hatte sich ja schon im Januar 2009 aus dem Ausschuss mit der gleichen Begründung verabschiedet (entsprechend amüsiert jetzt auch ihr Nachtreten) – die Initiative Media Spree Versenken wollte sich daraufhin spalten. Soviel zur Realpolitik und zum Nachspiel des wohl erfolgreichsten Bürgerbegeherens in Deutschland. Stellungnahme auch auf Indymedia. Insgesamt keine Überraschung. (mehr…)

Brunnen183: Günstig abgegeben

Niemand will verantwortlich sein für die Räumung des Hausprojekts Brunnenstr. 183. Der Hausbesitzer Kronawitter hat den BewohnerInnen das Haus vor der Nase weggeschnappt, und damit ein Gebäude in attraktiver Lage erworben. Dabei wollte er nie genau dieses Haus umbauen sondern eigentlich durch die politische Brisanz Druck auf den Senat ausüben ihm ein anderes lukrativeres Grundstück als Ersatz zu geben. Der Senat lies sich nicht erpressen und nahm den „politischen Krawall“ hin. Dass dieser nun größtenteils ausbleibt ist weder im Interesse der BewohnerInnen, noch im im Sinne des Besitzers Kronawitter. Die Hoffnung, dass alle Seiten ihre Rolle in dieser Aufführung des Kronawitter spielen, ist nicht aufgegangen. Naja, ein wesentliches Projekt (incl. Umsonstladen) und ein paar kollektiv-MierterInnen in Berlin weniger. (mehr…)

VS-Comic: „Andi von den Autonomen“

Offenbar vergeht kein Tag an dem nicht die Totalitarismus-Keule der extremistischen Mitte des Verfassungsstaats geschwungen wird. Kaum ist die neue Regierung im Amt, holt jede Lieschen Fliegenschiss ihre pseudo-Werkzeuge (wissenschaftliche oder kulturelle) gegen außerparlamentarischen Linke aus der Schublade und zwingt uns ein Statement ab. Gestern kam ein Comic des Verfassungsschutzes NRW raus. Darin wird ein Bild der autonomen Bewegung gezeichnet, wie es der VS vor Augen hat – profilierungssüchtige Kids, die mit markigen Sprüchen ihre eigene Unfähigkeit überspielen und nur durch Repression und normgerechtes Umfeld in das apolitische Dasein zurückzuholen seien. Darauf nicht eingehen zu müssen, dass die Welt nicht ganz so einfach ist, fällt uns nicht schwer. Wir belassen es daher dabei und überlassen die Interpretation den Jugendeinrichtungen in NRW.

Zur Ansicht als Download auf unserer Seite (PDF 4.4mb). (mehr…)

Autoabfackeln: „Politisch is es, wenn die Leute drüber reden“

Eigentlich wollten wir ja was eigenes schreiben zu der Veranstaltung der TAZ am Mittwoch. Jetzt ist uns der SPIEGEL mit „Autos anzünden – ist das asozialer Quatsch oder eine Form von Kapitalismuskritik?“ zuvorgekommen.
Was sie verschweigen könnt ihr bei uns lesen: „Pogrom-Stimmung“ wurde nämlich attestiert, weil eine Menge dem Yuppie im Publikum „Dachterassen-Jumping“ vorschlug, als er doch tatsächlich den Vergleich mit 1933 machte. Ein Provokateur, der sein Kennzeichen konsequent verheimlichte.
Zu den Inhalten: Dass es bei der Berliner Polizei und bei der CDU eine „Stahlhelm-Fraktion“ gibt, war uns klar. Dass wir denen aber in die Hände spielen, wenn wir Politik links vom Senat machen ist ein Vorwurf, der nur von Parteifreunden kommen kann, denn nur sie denken in diesem „Kleine Anfrage > Presseskandal > Diffamierung von Parteien > Nötige Distanzierung > Verwaltungstechnische Neuerung präseniteren > Abheften und auf Wiedervorlage schalten“-Schema, welches die parlamentarische Bühne in Berlin beherrscht und nichts mit Demokratie zu tun hat.
Tatsächlich hat sich auf unseren Demos trotz Rot/Rot und trotz einer schwachen Berliner CDU in den letzten 10 Jahren nichts geändert. Auf die Fresse kriegt wers Maul auf macht – und in den Knast kommt wer Autos anzündet.
Was uns schon überrascht hat, war dass Bene Lux von den Grünen ernsthaft die aktive Selbstermächtigung der Bürger kritisierte. Statt sich zu freuen wie politisch aktiv und interessiert die Berliner sind, will auch er dass die Parteien alles regeln was politisch ist. Dass es aber auch viele BerlinerInnen freut wenn „so‘n dicker Mercedes“ abfackelt und das mehr ist als klammheimlich Freude, überrascht eben weniger – genau weil die Symphatie für Selbstermächtigung größtenteils besteht – nicht nur bei Szenis.
Die Vertreterin des RAW-Geländes äußerte deshalb auch Verständnis für jedes Auto was brennt, denn offensichtlich hört der Senat und die Wirtschaft nicht auf die Interessen der alternativen Kunst- und Produktivkräfte. Magst du ja halten von, was willst – wer sich hier selbstverwirklicht entwickelt eben auch den Bezirk, innovatiert das Leben hier und macht es lukrativer – in jeder Hinsicht. Wegen den Yuppies das jetzt aufzugeben ist doch banal und lebensfeindlich. Sich an dieser Frage spalten zu lassen und damit auch in guten und bösen Protest, ist doch bescheuert – drüber reden ist trotzdem sinnvoll – daher danke an Felix, den Redakteur für „Politik von unten“.

Gut der Hinweis der ALB: Am 1. Mai gehen wir trotzdem gemeinsam auf die Straße und da müssen alle ran „auch die TAZ-LeserInnen.“

Polizei durchsucht Liebig34 und Liebig14

Gegen 15 Uhr wurden heute die Hausprojekte Liebigstraße 14 und das gegenüberliegende Frauen/Lesben/Trans-Haus Liebig34 von der Polizei gestürmt und zusammen mit der Staatsanwaltschaft durchsucht. In der Liebig34 wurden mehrere Türen zum Treppenhaus aufgebrochen und dann gingen die Lichter aus. Anwesende wurden ruhig gestellt und durften das Haus nicht verlassen. Das Haus wurde Wohnung für Wohnung durchsucht und dabei z.T. erhebliche Schäden angerichtet. Auch der Keller wurde aufgebrochen. Nur von den Vereinsräumen im Erdgeschoss XB-Liebig und dem Infoladen Daneben wurden die Finger gelassen. Nach zwei Stunden entspannte sich etwas die Lage – offenbar war man nicht fündig geworden. Vor den Häusern hatten sich rund 200 UnterstützerInnen eingefunden, die nach vier Stunden, so gegen 20.30 Uhr, eine Spontandemo zum Boxhagener Platz machten.

„Gefahr im Verzug“
Nach Angaben der Polizei brannte gegen 2.20 Uhr an der Proskauer Straße ein BMW. Fast gleichzeitig wurde wenige Meter weiter an Bänschstraße ein Audi angezündet. Gegen 2.55 Uhr traf es an der nahe gelegenen Friedenstraße am Platz der Vereinten Nationen einen Porsche. Die Tatorte liegen nur 2,5 Kilometer von einander entfernt und lassen sich zu Fuß in einer halben Stunde ablaufen.
Laut Medienberichten soll ein 23-jähriger in Tatortnähe festgenommen worden sein. Dieser soll in der Liebig14 wohnen. Weshalb auch in der Liebig34 durchsucht wurde ist unklar. Gesucht wurden Tatmittel und weitere Tatverdächtige. (mehr…)

20.11. Gartenpiraten treffen sich

20.11.2009, 18.30h: Buergerparks und Nachbarschaftsgaerten, Diskussionsveranstaltung
Ort: Aula des Händelgymnasiums, Frankfurter Allee 6a, Berlin-Friedrichshain

Das Stadtteilbuero Friedrichshain, ideenaufruf, TransitionTown und weitere laden ein zur Diskussion zu Voraussetzungen für Bürgerparks und Nachbarschaftsgärten: „Typologien der Freiraumnutzung durch bürgerliche Initiativen, Infrastruktur, Freiraumnutzung und Gestaltung“.

Wehmütig schauen wir zurück auf den Umzug unseres Lieblingsgartens RosaRose. Hier ein Video vom 18. Juli nach der Räumung.


Für die Leute, die es aufgrund der Polizeipräsenz in Friedrichshain nicht mehr aushalten: Nachbarschaftsgarten in Neukölln

Körting sagt: Was mir machen, was wir sollen, was wir müssen, was wir tun…

Wohin wir gehen, mit wem wir reden, wo wir wohn, wie wir sind, weshalb wir lachen, was wir sagen, wielang wir schlafen, wer uns aufregt, wobei wir weinen, warum wir trinken, wieviel wir rauchen, wie wir euch finden, was wir denken, wofür wir kämpfen, wen wir hassen, wie wir feiern, woher wir kommen, wieso wir wählen …

Alles, was wir tun und lassen, steht in der Studie „Linke Gewalt in Berlin“, die der Berliner Innensenat (Abt. Verfassungsschutz) zusammen mit dem Landeskriminalamt am 11. November vorgestellt hat. Auf 80 großzügig gestalteten Seiten mit immerhin 51 Abbildungen wird versucht einen neuen Typus von linkem gewaltorientierten Aktivismus auszumachen. „Entäuschend, bis beschähmend“ so das Urteil des Lesekreises, der gestern Abend im Infoladen zusammenkam. „Solange Ehrhart auch Bommi auf seiner Seite hat, wundert mich gar nix mehr“. Soll das jetzt das Gesprächsangebot von Peter Trapp sein oder der Versuch von Körting die PorschefahrerInnen zu besänftigen? Im Hintergrund: „… Also lasst uns in Ruhe, lasst uns gehn, und unseren weg alleine machen, wir bleiben lieber einsam als mit euch über eure schlechten Witze zu lachen.
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Mauerparkbebauung? – Wir haben was dagegen!

Der westliche Teil des Mauerparks soll mit 6-7stöckige Lofts bebaut werden. Die Folgen wären soziale Verdrängung durch Mietsteigerung in den umliegenden Gegenden, so wie eine zunehmende Präsenz von Sicherheitsdiensten und Polizei, um die Ruhe und Unversehrtheit der neuen Anwohner_innen sicherzustellen. Die kreative Vielfalt, wie sie den Mauerpark als “temporären Freiraum” derzeit prägt, wäre damit passé. Die Bebauung des Mauerparks ist eine Kampfansage an die finanziell schlechter aufgestellte Bevölkerung dieser Stadt. Wir wenden uns darum gegen die Bebauung als Teil einer Logik, die Profitinteressen über die Bedürfnisse der Menschen in dieser Stadt stellt.
Alle sollten die Möglichkeit haben, im Pool zu baden und nicht nur die, die es sich leisten können. Kurz um: Ein Leben ohne Kapitalismus wäre viel schöner. Die Verhinderung des Baus sehen wir als einen kleinen Schritt in diese Richtung. Darum unterstützen wir die Initiative „Mauerpark fertig stellen!“ im Kampf gegen die Bebauung. Am 25. November fällt die Entscheidung. Lasst uns also gemeinsam Dampf machen, am Tag selbst und im Vorfeld!

14. Nov. 2009: Demonstration, 15.00 Uhr, Mauerpark

16. Nov. 2009: Infoveranstaltung, 19.30 Uhr, Cafe Morgenrot, Kastanienallee 85
Anschließend: die Dokumentation „Unter deutschen Dächern“

25. Nov. 2009: Kundgebung, 16.30 Uhr, BVV-Mitte, Parochialstr. 3

Aufruf der Antifa, der VOSIFA und der Ini „Mauerpark fertigstellen“

Meckerrunde II: Biermeile und Bezirksamt

Am kommenden Dienstag, den 27.10., findet um 18:00 Uhr im Cafe Sibylle ein Anwohnergespräch zur Biermeile statt. Organisiert wird das ganze von der Initiative gegen Rechts und dem Bezirksstadtrat für Gesundheit, Soziales und Beschäftigung, Knut Mildner-Spindler. Neben der Ini gegen Rechts und Knut Mildner-Spindler, werden auch auch Dr. Peter Beckers (Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin, Abteilung Wirtschaft, Bürgerdienste und Ordnungsamt, Bezirksstadtrat), Vertreter/innen von Gewerbetreibenden aus der Nachbarschaft, sowie die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ anwesend sein.

Flyer zur Veranstaltung runterladen

Was sagt die Antifa zur Biermeile? Inhaltlich in den letzten Jahren nicht so viel, dafür aber früher, was immer noch Berechtigung hat: 2004, 2005 und 2008.

„Queer & Rebel“-Wagentage vom 21.-25.10.

Für den Erhalt des queeren Kultur- und Wohnprojektes kämpfen! Der Vertrag wurde zum 31.12.2009 gekündigt – wir antworten (unter anderem!) mit dem Aufruf zu globalen „Queer & Rebel“-Wagentagen vom 21.-25.10. Mit Aktionen, Workshops, Cabaret, Filmen, Brunch usw. Jeden Tag gibt es ein Infozelt von 13.00 bis 19.00 Uhr. Kommt zur Demo am 24.10. Mehr Infos unter queersandwagen.blogsport.de und www.schwarzerkanal.squat.net.

Mecker-Runde: Nachbarschaftstreffen am 18. Oktober

Im „Nachbarschaftsbrief Nummer 2″ heißt es

„Um den Menschen hier im Viertel die Möglichkeit zu geben ihre Probleme mit den unkommerziellen Projekten zu artikulieren und ihre Wut über Ruhestörung, Dreck und Randale an die vermeintlichen Verursacher zu richten, gibt es am 18. Oktober um 15 Uhr im `Zimt und Zunder‘ (Ecke Liebig Str/Rigaer Str) einen runden Tisch. Vertreter innen der Projekte werden sich dort den Fragen der Nachbarn stellen.

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Dorfplatz Poesie

Die Post ist da… Eine Reaktion auf den aktuellen Nachbarschaftsbrief am Dorfplatz erreichte uns diese Tage.

Hallo Nachbarn!

Ein paar Gedanken meinerseits.

„Es gibt für uns keinen Weg, auf gleichberechtigte Weise mit dieser Gesellschaft zu sprechen.“ Wer ist denn die Gesellschaft, mit der Sie nicht sprechen wollen? Die Grundlage eines jeden Gespräches ist die Gleichberechtigung. Ohne diese ist es kein Gespräch!

Von Bertolt Brecht, lange Zeit in Berlin unterwegs, ist folgender (sicherlich noch viel älterer) Gedanke. Er schreibt:“Seit ich verstanden habe, daß ich im Kampf gegen meine Feinde, diesen immer ähnlicher werde, bemühe ich mich, diesen anders zu gestalten.“

Die Polizei, noch dazu die Berliner, als Feinde. Also bitte! Es muß doch auch sowas wie Selbstachtung geben.

Wenn man es „geschickt“ anstellt, kann man mühelos ein ganzes Menschenleben lang Feinde haben. Die Frage aber ist: Hat man dann auch wirklich sein eigenes Leben gelebt? Und nicht vielleicht doch das von den Feinden „vorgeschriebene“?

Vielleicht können Sie mit dem Text „Das Leben ist eine Reise“ etwas anfangen.

Widerstand immer! Aber vielleicht doch auf dem eigenen Niveau! Nicht auf dem der verbeamteten Polizei oder dem der Nazis!

Also kreativer, lustvoller, solidarischer, klüger, wirkungsvoller…. liebevoller! MfG

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Termin im Kiez: Veranstaltungsreihe – „Gefahr von Rechts“

In der Zeit vom 16. bis 18. Oktober 2009, findet im im „Jugend[widerstands]museum Galiläakirche“, Rigaer Straße 9-10, 10247 Berlin, eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto: „Gefahr von Rechts“ statt.
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Einladung zur Immobilienrallye

Hier ein Terminaufruf zur „Immobilienrallye“ am kommenden Samstag, den 26.9., um 14:00 Uhr!
Startpunkt: Rigaerstr. / Liebigstr.
Den Aufruf haben wir von „WIR BLEIBEN ALLE“ übernommen.
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Spanienskämpfer unter Friedrichshains-Himmel

Gestern fand eine mahnende Demonstration von ehemaligen Spanienkämpfern am Volkspark Friedrichshain statt, um die aktuelle Kriegspolitik Deutschlands zu kritisieren. 70 Jahre nach dem Ende des spanischen Bürgerkrieges und 70 Jahre nach dem deutschen Überfall auf Polen führt Deutschland wieder Krieg. Eine Schande, meinen die Interbrigadistas:


Bogotrax in Berlin und heute im XB-Liebig

Bogotrax is a self made festival of electronic music and culture taking place in Bogota , the capital of Colombia, South America, since 2004 every February. It´s a 10 day non-stop experience with concerts, workshops and conferences going on during the day and events + outdoor
happening at night.

„Unruhen“ im Friedrichshainer Banlieue?

Die Grundschule in der Liebigstr., unweit des Hausprojekts Liebig14, scheint mehr zu wissen als die BewohnerInnen des selbstverwalteten Freiraums und informiert die Eltern über die geplante „Räumung“ und bevorstehende „Unruhen“. (mehr…)

Suppenfest: Antikommerziell und deshalb supercool

Das Friedrichshainer Suppe & Mucke gestern war ein Beweis dafür, dass nicht-kommerzielle Veranstaltungen auch groß, gut organisiert, politisch interessant, toll besucht, kulturell heterogen und stadtteilpolitisch relevant sein können. Dass parallel 600 Antifas gegen den Thor-Steinar Laden bis nach Lichtenberg demonstriert sind hat dem Fest keinen Abbruch getan – die demonstranten kamen nach getaner Expedition gen Moskau nach.
„Schreibt doch mal ne Kritik!“ hieß es von einem aus dem Veranstalterkreis – uns fällt aber nichts ein, was wir kritisieren könnten. Zu dankbar sind wir für dieses Event. Zu solidarisch die Stimmung, zu bewusst das Publikum, zu kreativ die einzelnen Stände, zu gut die Bands, KleinkünstlerInnen und Kinderchöre. (mehr…)

Infocontainer gegen Tromsö

Gestern wurde ein Schiffscontainer direkt vor den Thor-Steinar-Laden „Tromsö“ in der Petersburgerstraße gesetzt und gestaltet. Ein Aufreger im Kiez kurz vor der Demo am Samstag. Dazu gibt es natürlich wieder ein Video.

Think Tank Daneben und die Zukunft

In Zusammenarbeit mit der Bertelsmannstiftung1 wurde eine Umfrage zum Thema „Jugend und die Zukunft der Welt“2 durchgeführt.
Also als Geißel der Menschheit und baldige Probleme wurde eruiert:

Zu den größten weltweiten Herausforderungen zählen die Jugendlichen das Armutsproblem (75 Prozent), Klimawandel und Umweltzerstörung (73 Prozent) sowie den Mangel an Nahrung und Trinkwasser (70 Prozent). Im Mittelfeld rangieren die Verknappung von Rohstoffen (58 Prozent), die Ausbreitung weltweiter Seuchen und Krankheiten (53 Prozent), die Verbreitung von Massen­vernichtungswaffen (49 Prozent) sowie Krieg und bewaffnete Konflikte (48 Prozent).

Doch Unstimmigkeiten in der Analyse…
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Mobivideo gegen Horrido und Tromsö

Eines der berühmten Mobilisierungsvideos. Diesmal für die Antifa-Demo am 29. August um 15 Uhr am Frankfurter Tor. Von Friedrichshain nach Lichtenberg. Rechte Klamottenläden schließen.

Die Verhältnisse zum Köcheln bringen


Am 28.09. kurz vor der Wasserschlacht werden wieder die alte Bündnisse mit dem Südkiez geschmiedet. In ewiger Allianz wird dieses Jahr zu Suppenkochwettbewerb und Musik geladen.

Und wir sind auch dabei mit Infotisch und Siegersuppe:

Ananas – Kichererbsen – Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
200 g Kichererbsen aus der Dose
3 Zwiebel(n)
1 Stange/n Lauch
250 g Ananas – Fruchtfleisch
2 EL Öl
400 ml Gemüsebrühe
50 g Kokoscreme
250 g Natur-Joghurt
250 ml Ananassaft
1 EL Currypulver
Salz
Crème fraiche
Die Kichererbsen gut abspülen. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, den Lauch in
Ringe schneiden und gründlich waschen. Die Ananas würfeln.
Die Zwiebeln in Öl anbraten. Brühe, Kokoscreme, Lauch und Kichererbsen zufügen und
einige Minuten kochen. Inzwischen Joghurt und Ananassaft mit 1 EL Zucker verrühren.
Currypulver und Ananas in Suppe geben, 5 min. leise kochen lassen.
Die Suppe von der Kochstelle ziehen und die Joghurtmischung unterrühren. Mit Salz und
Zucker abschmecken und noch einmal leicht erhitzen. Die Suppe portionieren und mit
einem Klecks Crème fraiche servieren.
Statt Kokoscreme und Brühe kann man auch einfach 150 ml Wasser, 400 ml Kokosmilch
und gekörnte Gemüsebrühe für 500 ml verwenden. Statt frischer Ananas geht natürlich
auch Ananas aus der Dose.

Was hat diese Frau nur gegen Friedrichshain-Kreuzberg?

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Vera Lengsfeld jetzige CDU-Bundestagskanidatin und ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin verlor am 9. November 1989 ähnlich wie Erich Mielke ihr Ideal. Sie hatte keinen Fortschritt mehr zu erringen und seiner war verloren. Doch im Vergleich zu Erich weiß dies Vera Lengsfeld noch nicht.
Als anfängliche Friedensaktivistin und später evangelische Revolutionärin schaffte sie es SED-Parteiausschluss und ein Berufsverbot auf sich zu lasten sowie abschließend eine einmonatige Strafvollzugshaft mit anschließender Abschiebung im Februar 1988. Pünktlich wiederkehrend am Tag des Mauerfalls, dem Tag ihrer friedlichen Revolution, began sie sich der ihr vorher verwehrten Politikkarriere zu zuwenden. Mit Bündnis 90 und der Fusion mit den Grünen ließen sich ihre bürgerlichen Wertvorstellungen von Freiheit, Frieden und Umwelt gut vereinbaren. (mehr…)

Ihr habt die Wüste kultiviert…

Unser neues Video vom Kampf um ein paar grüne Pflanzen vor dem Laden


„Wir müssen reden“ – Was die neue Radikal und Vera Lengsfeld gemein haben

Schreiben sollen wir öfters. Twittern auch. Videos produzieren, lieber nicht mehr. Ok, ok… Entweder Skandalnudel Vera Lengsfeld („Freihet und Fairness statt Gleichheit und Gerechtigkeit“ Hä???) oder was zur neuen Radikal Nummer 161, die Anfang Juli erschienen ist und in Berlin offenbar nur noch in kopierter Form zu haben ist? Hmm.. Dann doch lieber auf den GenossInnen rumhacken – ist immmer schnell erledigt sowas.

Ein Kunde steht eine Minute da und blättert durch die 60 Seiten: „Stencilanleitung und Lenis revolutionärer Aufbauprozess? Wenn die sich selbst nicht mehr ernst nehmen, wer soll das sonst tun?“. Kurze Zeit später ein Gespräch: „Hast du die neue Radi gelesen?“ – „Mmmh. Irre.“ – „Allerdings: irre.“ Das wars. Im Grunde würde sich niemand die Texte durchlesen (so wie schon die jahrelangen „debatten“ der militanten gruppe in der Interim immer schamlos überblättert wurden) wenn nicht das Radikal-Logo drauf wäre. Dieser Tage erscheinen ja große Mengen von Texten, die einen mit großer Geste dazu auffordern, über sie zu reden – eine Debatte zu führen –, und man tuts nicht. Ist einfach zu langweilig. Zu doof. Aber wenns die Radi ist reicht es immerhin zu einem „irre“. Seit mittlerweile einem Monat ist gerade mal eine Rezension erschienen. (mehr…)

Diskurs? Läuft doch auch ohne uns…

Gefunden in Friedrichshain
Nutzen wir Hennigs Foto aus der Frontberichterstattung (fensterzumhof.eu) um einige Worte zu den abgewrackten Autos der Besserverdienenden zu verlieren. Schon lange scheinen viele darauf zu warten, dass gerade wir uns dazu äußern. Lassen wir aber zunächst Außenstehnde zu Wort kommen. Die Neue Züricher Zeitung schreibt eine ganze Seite voll und bemerkt, dass brennende Autos nur ein Zeichen einer Gesellschaft sind, in der es wieder enger wird: (mehr…)

Video von der Mahnwache gegen Naziterror in Friedrichshain


Gefährlicher Übergriff durch Neonazis am 12. Juli. Antifa bezieht Stellung.

Immer wieder kommt es am S+U Bahnhof Frankfurter Allee zu Übergriffen durch Neonazis auf vermeintlich linke Jugendliche, Migrant_innen oder Menschen, die einfach nur nicht ins faschistische Weltbild der Täter_innen passen. Der aktuelle Höhepunkt dieser Gewalt ereignete sich dort am Sonntagmorgen um ca. 5 Uhr 45. (mehr…)

Neue Gedenktafeln? Nazis legens drauf an.

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Jedes Jahr zieht die Silvio-Meier-Demo durch Friedrichshains Straßen. Anlass ist jeweils der Todestag vom Antifa Silvio Meier, der 1992 am Bahnhof Samariterstr. von Nazis mit einem Messer verletzt wurde und an den Folgen starb. Letzte Nacht haben es Nazis drauf angesetzt wieder jemanden umzubringen. Nur eine U-Bahnstation entfernt am S- und U-Bhf. Frankfurter Allee traten sie so lange auf den 22jährigen Neuköllner ein, bis sich dieser nicht mehr bewegte. Danach legten sie ihn auf den Bauch, drehten sein Gesicht auf den Bordstein und traten auf den Kopf ein. (mehr…)

THF: Demokratietheoretische Knobelaufgabe

Während grad die Tempelhof-Besetzung im Gang ist bzw. von der Polizei knallhart verhindert wird, kommt SPIEGEL TV mit einem inhaltlichen Beitrag zum Thema. Berlin sei in der Selbstfindung, und müsse sich eben entscheiden ob das mit der Marktwirtschaft der richtige Weg ist.


Worauf die MacherInnen mit ihrer Frage „Dürfen in Berlin eigentlich alle Spinner machen was sie wollen…“ verweisen ist eine, dank den Actiondays, Bildungsstreik und Kapitalismuskrise zur Zeit auch öffentlich gestellte demokratietheoretische Knobelaufgabe. Auf Indymedia wurde der Hinweis verstanden:

„Es geht in Tempelhof um eine Wiese, um Freiland in einer Stadt, deren EinwohnerInnen ein Recht haben, diese zu betreten und zu gestalten.“
Und alle, die meinen diese Fläche müsse eingezäunt, parzelliert und vermarktet werden, gehören – auch wenn es unüblich ist fpr diesen Blog – zur herrschenden Klasse, die ihre gehobene Stellung gegenüber der Gemeinheit mit aller Macht verteidigt. Pfui!

Was geht zu den Actiondays?

Kann irgendwer das Action-Radio empfangen? Das LKA bekommt genausowenig von Aktionen im Vorfeld mit, wie der Rest der Welt. Nur für den Geschmack für Leute, die immer alles verpassen: Baumhausbau im Forki am 16. Juni. Hausbesetzung eines leerstehenden und kurz vor der Luxussanierung stehenden Hauses Dolzieger Ecke Voigtstr. am 17. Juni.

Actionweeks in Bildern von Björn. Die sonstige Medienhetze gegen die Actionweeks wurde mit einem satrischen Beitrag “ Neue Strategie des Innensenats“ beantwortet.

Am kommenden Sonntag, den 21. Juni, zur Fete de la Musique, ab 15 Uhr steigt vielleicht das letzte grosse Fest der Rosa Rose auf der bekannten Flaeche in der Kinzigstrasse, Friedrichshain. Das Haus auf der Nummer 11 ist fertig, die Bauarbeiten auf den Nummern 13 und 15 beginnen im August. Kein Grund zum Jammern – es wird über Ersatzflächen diskutiert!

Eine hervorragende Broschüre zu den Hintergründen der Actionweeks ist im Infoladen gratis erhältlich. Zum download unter Die Online-Fassung der Broschüre findet ihr als PDF unter wba.blogsport.de/images/wba2009.pdf

Unser Beitrag: Screening und VoKü am 9. Juni

Vor den Action-Weeks

Wie steht es um die Organisierungsprozesse im Streit um öffentlichen Raum?

Einen guten Überblick gab die Veranstaltung des Wagenplatz Lohmühle Anfang Mai. Verschiedene Initiativen stellten sich und ihre Arbeit vor. Anwesend waren der RAW-Tempel, die AGs Spreeufer und Spreepirat_innen von MediaSpree versenken, Wagenplatz Lohmühle und Initiative Karla Pappel, die Kampagne gegen Zwangsumzüge und die Initiative zum Erhalt der Eisfabrik.

Upper-Eastside meint: Die Bürgerinitiative Mediaspree hat anscheinend den falschen Eindruck erweckt! Der Neubau des Modecenters „Labels II“ am Osthafen ist lange vor seiner Eröffnung im Juli zu über 80 Prozent vermietet. Die Ostprinzessin hat ihre neue Zeitung „Schnuppe“ herausgebracht, in der sie auch die inhumane Debatte um die in Kreuzberg abgewiesenen Roma auseinander nimmt.
Die SpreepiratInnen berichteten über die Absperrung des Gründstücks Köpenicker Str. 34-38 in Berlin-Kreuzberg. Das Gelände ist Eigentum der HochTief AG und der Kilian Projektmanagement GmbH. Diese haben zur Absicherung ihres teilweise unbebauten Grundstücks sogenannten Nato-Stacheldraht verlegt. Dieser Stacheldraht ist besonders heimtückisch und kann lebensgefährliche Verletzungen verursachen, da sich zwischen den Stacheln eine Klinge befindet. Nun haben sich anscheinend einige ein Herz gefasst und zwei Eingänge zu dem Gelände geschaffen. Damit sich keiner am Nato-Draht verletzt, wurden Platten über die gefährlichen Stellen gelegt. Somit ist zumindest der Zugang zur Spree wieder frei.

In Berlin wurde ein Bündnis für eine Kampagne „Steigende Mieten stoppen!“ gegründet. Während eifrig Pläne geschmiedet werden, wie die Kampagne effektiv in die Öffentlichkeit hinein wirken und Druck auf die mieterfeindliche Senats- und Bundespolitik ausüben soll, wurde schon mal zur Vernetzung – na klar – ein Blog lanciert: mietenstopp.blogsport.de

In Neukölln zeichnen sich neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit ab, die sich Linke und Menschen mit anarchistischen Anspruch genau anschauen und in denen Sie sich vielleicht einbringen sollten. Die Ansätze der Sozialer Arbeit werden teilweise politischer. Sie setzen immer öfter auf das Aufbrechen von anonymen Vereinzelungstendenzen und die Selbstorganisation der Betroffenen vor Ort.

Wir fordern den Senat auf, den Zaun zu öffnen. Falls das nicht geschieht, werden wir uns das Gelände mit Hilfe des zivilen Ungehorsams aneignen.“ So steht es im Aufruf der Aktion „Squat Tempelhof“.
Eine Besetzung vom Flughafen Tempelhof wird nicht geduldet. Das sagt diesmal nicht die Polizei, sondern die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer zur angekündigten öffentlichen Massenbesetzung des ehemaligen Flughafen Tempelhofs am 20.06.09. Das Bemerkenswerte daran ist nicht die Aussage, sondern die Tatsache, dass sich der Berliner Senat politisch zum Thema äußert, anstatt wahlweise die Polizei oder den Innensenat vorzuschicken. Warum der Senat unbequeme Fragen zu Stadtumstrukturierung, Gentrification und Mietexplosion meidet, wird auch im Laufe des Interviews mit Junge-Reyer deutlich. Denn ein „Tempelhof für alle“ will sie anscheinend nicht. Aktionskonzept für den 20.06. > Den Tag der Massenbesetzung.

Jeden Donnerstag zwischen 18.30 und 19.30 Uhr treffen sich am Tor 2 des RAW, Nachbarn und unterschiedliche Initiativen, um Ideen auszutaschen. Für einen lebendigen KIEZ!

Und auch das Hausprojekt Rigaer94 fordert wieder Solidarität ein. Am 5. Juni endet die frist des Hausbesitzers auliche Veränderungen im Flur zu beseitigen. Ein Zitat dass uns aus dem Herzen spricht stand auf Indymedia. Weil es so schön ist, veröffentlichen wir es hier komplett. In tiefer Dankbarkeit für Worte die viele denken aber keiner traut auszusprechen.

Als alleinerziehende Mutter, die von Hatz IV lebt und seit ihrer Kindheit in der Rigaer wohnt, hab ich keine Chance, in die schicken F‘hainer Yuppie Quartiere umzuziehen. Eigentlich will ich das auch nicht, weil ich mich in „meiner“ Straße wohl fühle. Aber in letzter Zeit wünsche ich manchmal, ich könnte es. Freiräume sind gut. Aber unter Freiraum verstehe ich, dass sich nicht nur eine kleine Gruppe frei entfalten kann, sondern alle. Wenn ich aber mit meinem Kinderwagen vor euern Häusern die Straßenseite wechseln muss, weil ich sonst durch Berge von Hundekacke, Scherben und Müll fahren muss, ist zumindest meine Freiheit eingeschränkt. Das war mal anders, was ist passiert? Haben eure Bewohner gewechselt und sind in den vergangenen Jahren kleine Dreckschweinchen eingezogen? Also bitte Jungs und Mädels, ein bisschen Sauberkeit wird eure Ideale nicht zerstören. Ich hab jedenfalls noch nicht gehört, dass Revolutionen nur auf Müllkippen gedeihen können. Ihr werdet mich sicher nicht sehr ernst nehmen, weil ich ja als spießige Mami zum Establishment gehöre. Aber lasst euch trotzdem gesagt sein, ihr hättet unter den Altrigaern viel mehr Unterstützer, wenn ihr eure Ideale von Gerechtigkeit, Solidarität etc. auch wirklich leben würdet, statt selbstbezogen nur das eigene Ding durchzuziehen und das Leben der Nachbarn zu erschweren.

Die Zeichen stehen auf Sturm! Packen wirs an..

What are you doing now?

Wenn ihr es genau wissen wollt: Wir haben gerade tolle Videos gegen den Coburger Convent produziert

„Nichts kann so verbindend sein, wie der gemeinsame Hass auf etwas..“ meint Anton Tschechow zum neuen Meckermagazin HATE, das von Ex-Politnicks kostenlos in die Berliner entpolitisierte Clubszene gestreut wird. Wäre nicht der fiese Artikel von Felix Nicklas gegen unseren Twitteraccount, würden wir uns nicht mit dieser Belangslosigkeit beschäftigen. Felix meint hinter Twitter den erneuten Versuch dummer Leute zu erkennen die Öffentlichkeit mit ihrem absurden Lebensmüll zu verpesten. Statt sich darüber zu freuen, dass Öffentlichkeit nicht nur für 3,60 EUR pro Woche auf den Seiten der „Zeit“ stattfindet, sondern auch Nicht-Journalisten der Zugang zu Publikationasmitteln offen steht, sehnt sich Felix nach einer Welt, in der ihm alles fein säuberlich und standardisiert erklärt und aufbereitet wird. Gerade weil Twitter ausschließlich Fragmente von Lebenszeit ansich irrelevanter Leute enthält ist es spannend. Wo bekommst du sonst so authentisch mal zu hören was uns grad bewegt? Und die HATE würde es ohne Blogs wie KKK und CC, die Berichte über das trashige ordinary life einer degenerierten Partyszene zu einem ernstzunehmenden Typus von Borderline-Journalismus erhoben haben, auch nicht geben. So siehts nämlich aus..



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. nadir.org (3)
  2. google.com (9)



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